Gewitter im Anzug.
Die Fliegen sind auch schon da.
Hab mich in Simons cat verkuckt
Let me be you

Immer, wenn ich geprüft werden soll, überfällt mich dieses unbändige Verlangen, die Rollen zu tauschen.
Das Tainted Talents Wort zum Sonntag, 11
“Potztausend!”
ein Schrei meist freudigen Erschreckens, ohne Ausrufezeichen schwer vorstellbar. Mittelalterlich, der Ausdruck, daher deftig.
Potzblitz! ist auch nicht schlecht. Ich frag’ mich grad’, welcher Ausruf im heutigen Sprachgebrauch die gleiche Wucht entfalten könnte: Heilige Scheiße!?
So um 1500 jedenfalls mochten es die Leute, das Wort “Gott” zu entstellen, um besser damit herumfluchen zu können. Potzblitz! hieß demnach Gottes Blitz.
Potz war ziemlich beliebt. Und Potztausend! meinte nicht, wie man annehmen könnte, “tausend Götter”, sondern ist eine Steigerung von …. potz-sieben-schlapperment!, was “Gottes sieben Sakramente” bedeutete.
Schlapperment!!
(Bin ich eigentlich die Einzige, die sich über solche Geschichten amüsiert ?)
Muss unbedingt
was über Egoboosting schreiben, speziell (aber nicht nur) für explodedheadsnomore, aber mein Ego ist so fett heute, ich komm’ einfach nicht mit den Fingern an die Tastatur.
P.S.: Man sollte auch die anderen Formen des boostings nicht außer Acht lassen. Das hier abgebildete Nasenboosting erfreut sich allerdings keiner großen Beliebtheit im mainstream.
P.P.S. Ob ich meine Albernheit heute noch in den Griff kriege? Die Chancen schwinden
Was tun Sie hier?
Gehen Sie offline, solange die Sonne noch scheint!
Bis später.
Nein, den neuen Claim
darf ich noch nicht verraten.
Stattdessen wollte ich, nach dem Eindruck des gestrigen Films Ich will Dich – Begegnungen mit Hilde Domin, heute ein Gedicht von ihr einstellen – die alte Dame hat’s mir angetan.
Nur, wie’s manchmal so geht, auf der Suche nach ihren Gedichten fiel mir das einer anderen Grande Dame in die Hände. Passt irgendwie besser zu meiner heutigen Verfassung.
FRAUENFUNK
Eines Tages sprech ich im Rundfunk
Gegen Morgen wenn niemand mehr zuhört
Meine gewissen Rezepte
Gießt Milch ins Telefon
Laßt Katzen hecken
In der Geschirrspülmaschine
Zerstampft die Uhren im Waschtrog
Tretet aus Euren Schuhen
Würzt den Pfirsich mit Paprika
Und das Beinfleisch mit Honig
Lehrt eure Kinder das Füchsinneneinmaleins
Dreht die Blätter im Garten auf ihre Silberseite
Beredet euch mit dem Kauz
Wenn es Sommer wird zieht euren Pelz an
Trefft die aus den Bergen kommen
Die Dudelsackpfeifer
Tretet aus Euren Schuhen
Seid nicht so sicher
Daß es Abend wird
Nicht so sicher
Daß Gott euch liebt.
Marie Luise Kaschnitz
Brausewetter
Ich texte einen neuen Orangina-Claim. Passt gut zum Sommertag, der Job. Schnapp mir jetzt den Laptop und zieh’ damit in den Park: Limo im Kopf, Füße im Gras. Falls Sie zu den Liebhabern dieser französischen Kult-Brause gehören – à bientôt dans la publicité!
Gewidmete Zeichnungen, 2

Dem Schattenmann, dessen Name nicht genannt werden darf.
ich muss gestehn
es ist doch schön
vom bloggen
heut mal abzusehn.
nein, gelogen, schön nicht, aber notwendig.
immerhin hat mir heut morgen die physiotherapeutin den hals ins “schlingenbett” gesteckt und ne halbe stunde dran gezogen. interessante erfahrung.
seitdem fühlt er sich so geschmeidig an, als würde er gleich wegflutschen. (und mein kopf müsste zusehen, wie er ohne ihn klarkommt.)