Soso. Lala. So lala. Dienstag, 5. April 2011

(Writers blog block, ff.)

14:51
Entwarnung: es g i b t gar keine Blogs von Autor:innen, zumindest nicht von “richtigen”, wie die Süddeutsche Zeitung frisch verkündet, und zwar hier. Sieht so aus, als könne TT – da unbemerkt – dementsprechend auch völlig ungestraft weiter vor sich hin blockieren! Uff.
Immerhin, der Schreiberling kann nicht umhin, Hartmut Abendschein und Christiane Zintzen lobend zu erwähnen, die mit litblogs.net Gastgeber:innen von “gut zwei Dutzend avantgardistischen, sperrigen, oft einfach grandios verstiegenen literarischen Blogs” seien.
Ich selbst bin ja zur Zeit offiziell schreibgestört, doch wer Lust auf Diskussion hat – ANH schnappt nach, Ring frei also für Freund und Gegner. Hier.

Schafs Tipp. Montag, 4. April 2011

Da fand ich Ihre Tipps, geschätzte Leser:innen, ja einleuchtender : )
Na, erstmal an die Hanteln.
Bis später…

22:04
Heftig mit meiner iranischen Freundin an ihrem Manuskript gearbeitet, danach komplett erschöpft ins Bett gefallen, eben klingelte das Telefon, ich aus tiefen Träumen hochfahrend, dachte, es sei schon Morgen. Bin etwas verdattert. Braucht mich die Welt heute noch? Sag nein, Welt. Die Decke ist noch warm.

Writers Block. Sonntag, 3. April 2011

An diesem ehrlichen Sonntag ist’s nun vorbei mit den Ausreden: TT kultiviert eine Schreibblockade. Und so sehr sich die Verfasserin gewünscht hätte, der Sache Herrin zu werden, bevor sie allzu offensichtlich wird, es will ihr nicht gelingen.
Nun wird man sagen, die Weltlage mache ihr zu schaffen. Das Wetter. Die Physis. Die Kunst. Und die Seminararbeit! Wie sehr sie die in Anspruch nimmt. Dazu ein überbordendes Privatleben. Und so viele Triebe, mon dieu, dass von einem ordentlichen Gehege lang schon keine Rede mehr sein kann – von der Liebe, der einen und der anderen (die mir mehr Textfenster leer fegt, als Sie sich vorstellen können, geschätzte Leser:innen) ganz zu schweigen.
Das mögen Gründe sein, gute aber nicht, denn all diese Einflüsse sind der Verfasserin dieser Zeilen nicht neu, und im Normalfall bringen sie ihre Finger mächtig in Bewegung. An was es wohl liegen mag, dass die nun auf der Tastaturin liegen, als wollten sie dort fest wachsen? Muss sie erst ein Rätsel lösen, bevor – ? Ein Labyrinth durchqueren? Einen Drachen besiegen? Ach, K****! Noch fast vier Wochen! So lang will ich nicht textlos dahindämmern!
Falls jemand Rat weiß, eine Pille hat, oder mich per Fernhypnose wieder freischalten kann – ich zahle bar : )

17:06
Süße, um Nachsicht heischende Maus bittet um Geduld wegen akutem Schreibblock.
Nachsichtiger Schreibblock heischt putzige Maus um Geduld bitte (akut).
Passable Nachsicht hat der Schreibblock mit der Sätze fuchtelnden Maus, bitte Geduld!
Diminuierte Maus schreibt trotz akutem Schreibblock in Tabu schonender Nachsicht.
Oder so.

Durchhalteparolen… Donnerstag, 31. März 2011

… schlagen bei mir grundsätzlich den falschen Ton gut an!

21:50
Bin nicht gut drauf. Aber die SuS (Schülerinnen und Schüler) sind begeistert von meinem workshop, mailt die Deutschlehrerin eben. Uff. In diesen von schlechten Nachrichten belasteten Tagen verlasse ich morgens das Haus wie ein Gespenst. Dann geh’ ich zu denen rein, schalte alle Systeme auf Buzz, schau’ in die Gesichter, (“mir ist langweilig” mault die kleine Türkin, bevor es überhaupt losgeht), ich hole mein Lachen zu mir, meine Worte, “wir machen jetzt erstmal Gehirnjogging”, ruf’ ich und steig’ behende auf den Stuhl (“Coole sneakers!”) beginne meinen Kurs, das überträgt sich wie ein Blitzvirus und schon zwanzig Minuten später ist die Truppe am Schreiben, mucksmäuschenstill sind die plötzlich, die Lehrerin sieht zu mir rüber, schüttelt erstaunt den Kopf, die sind ja richtig dabei, flüstert sie.
Ich kann verdammt gut arbeiten, wenn ich schlecht drauf bin. Das ist ein irres Gefühl.
“Sagt ihr auch immer ‘stabil’, wenn alles gut läuft?” frage ich in einer Pause.
“Nee”, erwidert ein Mädchen aus Eritrea, “das benutzen nur die Jungs. Wir sagen Jackpot.”

Zero Resilienz. Sonntag, 27. März 2011

Leistungsbereitschaft gemessen: Kein Ausschlag. Der Zeiger zuckt noch nicht mal. Gehirn auf Autopilot. Ergo: Gleit-Zeit.

Träge winkend,
TT

p.s. Schauen Sie doch gleich mal bei Eugene Faust vorbei – so etwas nenne ich prompte Umsetzung! Haben Sie schon die neuesten Nachrichten gelesen heute Morgen? 10-Millionen-fach erhöhte Strahlung. Ah, die Zeiger sind nicht überall so ruhig wie an unseren beschaulichen Schreibtischen.

18:22
Morgen, versprochen, schreib’ ich nix über Strahlung.