Sieht grimmig aus.
Passt zum hechtgrauen Tag.
Danke für das Bild, JPB! : )
Mein Gehirn,
dieser alte Hamster,
wird seines Rädchens nie mü
An alle Schreibtischtäter:

… Wir machen weiter!
(Für Zo)
Lieblings-Adjektiv des Tages:
Hechtgrau.
Nachts
Es ist ruhig hier. Die Vorhänge bewegen sich ein bisschen in der Heizungsluft, die hinter ihnen aufsteigt. Ich darf mit einem weichen Schal um die Schultern sitzen, meinen Globus betrachten, während andere in diesem Moment sterben, an Cholera, Krieg, Hitze, Kälte, ersaufen in den Meeren auf dem Weg zu uns, und wieder andere den Pyjama anziehen und unter ihre Daunen steigen.
Die Kanzlerin erklärte gestern, Politik sei Handeln aufgrund der Informationen, die man habe, meistens seien das ausreichend Informationen, doch im Moment eher nicht. Die Situation ist außergewöhnlich, das sagte sie mehrmals mit ihrer sorgfältigen Stimme, sie ist außergewöhnlich, die Menschen haben das noch nicht in dem Maße realisiert, wie wir uns das wünschen. Sie denkt beim Sprechen nach, die Kanzlerin, man kann es an den Pausen hören.
Man werde einen Haufen Geld in Bildung investieren, heißt es weiter in den Nachrichten. Parallel zur Stimme des Sprechers wird das Bild einer mit Graffiti verschmierte Schultoilette eingeblendet. Geld für Bildung heißt anscheinend in der ARD, endlich wird die Graffiti übermalt. Diese tägliche Mischung aus Biederkeit und Grauen in den Nachrichten, sie scheint es nicht darauf anzulegen, irgendjemanden beim selbstständigen Denken zu unterstützen. Sie verstopft die Poren.
Mistkäfers Traum

Jedem das Seine.
Januar
Janus, berichtet Wikipedia, war der römische Gott des Anfangs und des Endes, der Ein- und Ausgänge, Türen und Tore. Nach ihm ist der Monat Januar benannt. Er war ursprünglich ein Licht- und Sonnengott und wurde erst allmählich zum Gott allen Ursprungs und Anfangs, zum Vater aller Dinge (auch der Quellen) und aller Götter. Die frühsten Abbildungen dieses Gottes zeigen ihn mit einem Doppelgesicht, vorwärts und rückwärts blickend.
Das Jahr ist erst neun Tage alt; der doppelköpfige Janus hält mich in der Schwebe zwischen gestern und morgen.
Noch keine Gegenwart.
Reaching for insight, part one

Das Wunder von Hessen
Es geht um die Herren Tarek Al-Wazir, Thorsten Schäfer-Gümbel und Roland Koch.
Wie SCHÖN sie geworden sind!
Gülden leuchtet der Blick, straff und rosig Wangen und Kinn, üppig die Lippen.
Morgens vor dem Joggen, kurz bevor ich zum Park abbiege, fangen die drei auf riesigen Wahlplakaten nach meiner Stimme.
Bin verwirrt. Ich magere Stimme im Angesicht so viel edler Männlichkeit –
Also gut.
Vorsätze mögen ja kurzlebig sein, das heißt aber nicht, dass ich keinen gefasst hätte. Oder dass es nicht sinnvoll wäre, sich mal auf eine Zielsetzung einzulassen.
Mein Vorsatz (ich hab nur einen) ist folgender:
Ich will schneller werden.
Bisher verpulvere ich mindestens die Hälfte meiner Energie darauf, meine Ideen, Schlussfolgerungen und Handlungsoptionen so lange zu überprüfen, bis sie nach meinem eigenem Empfinden makellos sind. Unangreifbar. Das dauert. Während ich mich noch überprüfe und noch mal überprüfe, könnte längst was auf dem Tisch sein. Vieles interessante geht in der Maschinerie dieser Selbstüberprüfung verloren, weil ich zu dem Schluss komme, es sei zu trivial, zu riskant, zu wenig ausgegoren.
Ich denke, Beschleunigung ist angesagt. Schneller raushauen, die Ideen, sie nicht kaputt denken, bevor sie überhaupt mal Welt gesehen haben.
‘kay. Das ist mein Vorsatz: Beschleunigung der Schnecke.
Kommt gut ins neue Jahr, liebe Leser! Und zieht euch warm an : )
Bildquelle:
http://www.cuteoverload.com