Textflug

Teile des >>> kreativen Manifests, an dem meine Förderkids und ich gerade arbeiten, wurden gestern testhalber himmelwärts geschickt.
Ein erhabener Moment für alle Beteiligten.
Ende April wird das Projekt beendet sein.
Dann, zum Abschluss, werden wir das g e s a m t e Manifest fliegen lassen. An noch viel mehr Ballons.
Wir wagen zu glauben, dass es das erste kreative Manifest sein wird, das je von der Terrasse einer Förderschule aus in die Welt gesandt werden wird.

6 Gedanken zu „Textflug

  1. Kontemplation
    Für mich entpuppt sich der Bericht als „mind catcher“.

    Der Texthintergrund.
    Das Bild.

    In den Wolken erkenne ich die Finger einer Hand,
    die sich herabsenkt, um die Manifestationen entgegenzunehmen.

    Unsere konkrete Vorstellung von Gesellschaft, so flüchtig,
    wie zu Wolken kondensierte Luftfeuchtigkeit.

    Darüber erhaben sein.
    Luftballons steigen lassen.

    Gerade deshalb.

    • hau doch einfach mein besoffenes gqtche raus, phy.

      ausserdem halte ich mich ad nunc heraus – klar, die serie : endete hier, dass ich über eine tischplatte aus fundhölzern stolperte und das ding echt zu boden riss : musste nachbessern.
      im pc weitere dellen, lap noch gebrauxfähig.
      ( zwei flaschen prosecco, halbe flasche veterano, ein paar smokes )

      aber ne jazzband auf dem schreibtisch, ähem ein streichquartett phy bishin zu einem grossen orchester, naja, phy – sie en miniature auf meinem schreibtisch : naja phy, was machten sie denn da für eine figur ? )

    • appendix :

      es ging mir schon immer auf den keks wenn du dich diminuiertest.

      so gross sein wie „authentisch“ ist doch schon, alles andere ist zauber.
      frag mich : lu, wie gross bin ich jetzt ?
      du bist genauso gross wie du jetzt bist.

      okey das ist für mich poesie.

      dann mach die sätze halt so lange wie du geschmack gewährleistet siehst.

      es ist nicht mehr als geschmack.

      so wie ich mein zimmer schmücke.

      ( es muss doch niemand anderes aushalten als ich selbst )

    • okey, mein zimmer ist mein zimmer ( ist mein zimmer ) – naja, vielleicht können manche leute aus ihrem nicht-zimmer fanatsie schlagen, aus ihrer fantasie einfach mal anfangen zu malen ( elektrisch wie richter, g. )
      aus selfies kunst machen wollen ( ja scheiss kunst ) vielleicht vielleicht, phy.
      vielleicht interessiert es doch kein schweinpig mehr menschdelfin oberaffenameise, termitenexistenz ?
      schwarmkaraoke ?
      vielleicht ist es signifikanter, nackt einkaufen zu gehen bei annähernd minusgradnull.

      vielleichtvielleichtvielleicht.

      nicht.

    • Ich habe, @Textflüsterer, 250 Ballons bestellt: gelbe, schwarze, und schwarze mit gelben Punkten. Des Kontrasts am Himmel wegen. Ich werde die Abflugstelle beim nächsten Flugtermin auch mit gelbschwarzem Absperrband markieren. Innerhalb dieses Areals werden sich nur Kids aufhalten dürfen, die daran beteiligt waren, das Manifest zu verfassen. Denn obwohl der Moment beim ersten Testflug für mich und die anderen Erwachsenen sehr poetisch war, gab es Irritation von Seiten der Kids. Weil sich auch welche, die gar nichts geschrieben hatten, einen Ballon schnappten und ihn aufsteigen ließen. Das geht also nicht. Spürte ich. Man kann sich so eine Teilhabe nicht einfach krallen, aus purem Übermut. Man muss sie sich verdienen. Man gehört entweder dazu, oder eben nicht.
      Exklusion.
      Vielleicht kommt uns ja bis zum nächsten Abflug auch eine bessere Idee.

    • heavy stuff, @Phyllis, den Sie da vorbereitet haben.

      Exklusion.

      Mir ist spontan eine Variante eingefallen. Kids ohne eigene Leistung kann man leere Luftballons in die Hand drücken. Die können sie aufblasen und in die Luft schubsen. Die Heliumballons bleiben den Leistungsträgern vorbehalten. Würd‘ die räumliche Ausgrenzung überflüssig machen und die Trennung mit etwas, hm, Nachdenkarbeit für die Betroffenen verbinden (schließlich haben sie ja ihren Luftballon bekommen).
      Aber um Kids (präzise ausgedrückt: um das Gespann Kids/Eltern) mache ich generell, wenn sich’s nur irgendwie gestalten lässt, einen großen Bogen. Deshalb nehmen Sie’s bitte nicht ernst, was ich so leichtfüßig dahin phantasiert habe.

      Denke lieber über Erwachsenenexklusion nach und das damit verbundene Leidensbild.
      Selbstgewählt. Fremdverursacht.
      Selbsterlitten. Fremdgelitten.

      Lässt sich eine hübsche Tabelle mit allen Variationen basteln ( pasteln, pastelln… verdammt, wo habe ich meine Kreiden vergraben) daraus. Die Schlussfolgerungen sind recht interessant, weil durchaus nicht so einfach aufeinander abzustimmen über alle möglichen Variationen.

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