Schleifen lassen

(Die ersten Brummfliegen.)

Draußen der zart gefältelten Päonie beim Blühen Gesellschaft leisten, dabei an hartsilberne Rosen und Kavaliere denken. Denken, dass eine Figur wie die Marschallin so zeitlos, trotz aller –
Seltsam, wie mir grad’ dazu Léa einfällt, große Frauenfigur in Colettes „Cheri“. Die weiß auch, wann es Zeit ist, ihren Laffen geh’nzulassen. Ebenso wie die Marschallin Octavian ihre Warnung hinsingt, die sie eigentlich an sich selbst richtet und die mir das Herz straucheln lässt:
Taverl, umarm’ Er nicht zu viel. Wer allzuviel umarmt, der hält nichts fest.
Wünschte nur, ich könnte schneller schreiben als Erinnern, aus durchtränkten Zellen herausschreiben. Wann werd’ ich wohl wieder leicht, mon coeur?

Entsperren.

Und Rechnungenschreiben. Tipptipp, Ernte einfahren.
Liyu, meine chinesische Freundin, sms’t gerade, sie erwarte mich Mitte Juli in Paris. Das ist die Frau, die mir bei ihrem letzten Aufenthalt in China einen Signierstempel mit meinen Initialen hat anfertigen lassen, aus Speckstein.
(Goldiger Name für einen Stein, fast wie zum Ablecken.)

Wie lang schon nicht mehr „wir“ geschrieben: Muss das wieder üben. Wir, wir.
Da war doch was.
Schwebendes.
Immer schön alle Bälle in der Luft halten, Kleines. Kannst Du doch, darfst nur nicht einschlafen.
(PARIS!)
((Noch fünf Wochen.))

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