13 Gedanken zu „Die Sprache der Anderen, 56

  1. … hört sich ein wenig so an, als könne man das Ins-Leere-laufen-lassen meist selbst initiieren – ich hingegen habe manchmal das Gefühl, e t w a s läßt mich oft genug ins Leere laufen, ohne daß ich etwas dagegen machen könnte …

    • Gäbe es kein Außen, wo liefe es denn dann hin und wo wäre die Leere, fragte ich mich dann, nachdem Sie mich so überzeugend dorthin geschickt haben. Andererseits haben Sie recht, es geht nicht um innen und außen, es geht um Entfaltung und Einfaltung in der e i n e n Welt und nicht in einer anderen.

    • Was mich an Schnecks ursprünglichem Satz so ansprach, ist diese – so, wie ich’s verstanden habe – Aufforderung zur Befreiung aus der Aktualität. Dem Reagieren auf Aktuelles. Dem eine Meinung haben, und äußern, müssen, möglichst sofort, zu Ereignissen, die in Form sogenannter Nachrichten und Fremdmeinungen an uns heranspülen.
      Ich komme mir oft vor wie ein unablässig auf Außenreize, Reizworte, Reizmeldungen reagierender Zeiger, so ein millimeterdünnes Ding, das ständig vibriert. Meine Vorstellung war, indem man gelegentlich Informationen ins Leere laufen ließe, könnte dieser Zeiger vielleicht einmal zur Ruhe kommen. Es gäbe, doch das ahne ich nur, noch andere Kräfte zum Erkenntnisgewinn als dieses wechselseitige Übertragen von Informationen.
      Ich weiß nicht, ob das verständlich ist –

    • Doch, das ist mir sehr verständlich – eben deswegen habe ich mich ja anfangs des Jahres beim Kommentieren (auf meinem Lieblingsblog) und auch beim Bestücken meines eigenen Blogs sehr zurückgehalten (die Formulierung “millimeterdünnes Ding, das ständig vibriert” trifft das perfekt, so fühlte ich mich), und das hat sich auf jeden Fall absolut gelohnt, denn nur so ist man offen für die wichtigen Reize, statt nur so eine Art Seismograph zu sein.

  2. Das Zitat spricht mir aus der Seele.
    Bevorzugte Kandidatin für den Lauf ins Leere: die [eigene] Empörung.
    Möge sie haushoch gewinnen! : )

    (captcha: core – wie wahr…)

  3. Dr. Schmitt pflegt bei passenden Gelegenheiten zu bemerken: “Was schert es den Hasen in seinem Bau, wenn hinter der Hütte das Huhn scharrt?”

    (Wenn er die Contenance verliert, habe ich sogar schon ‘… hinterm Klo …’ gehört. Tsts.)

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