TTag, 10. August 2010. (Jetzt passt’s.)

Die neue Produktserie „beautiful rage“. Überlege, ein Amokset zusammenzustellen.

12:45
Amoklauf verschoben. Zuviel Arbeit. Beschäftige mich für ein zu schreibendes Feature über eine Tänzerin mit dem Begriff der Kontaktimprovisation.
Eigentlich ein schöner Gegenentwurf zum leidigen power-networking: improvisierte Körperkontakte …
Why don’t we do it on the road?

13 Gedanken zu „TTag, 10. August 2010. (Jetzt passt’s.)

  1. Subskribiere! Nehme ich gleich im Vorratspack. Allerdings sehr gefährlich. Ich muss ich auf die Dosierung achten, denn ich bin sowieso Cholerikerin. (Gestern hatte ich wieder einen tollen Anfall, das hätten Sie sehen müssen! Aber zu meiner Ehre sei gesagt: Gewalt immer nur gegen Sachen.)

  2. Frau Phyllis, ich habe länger überlegt, ob ich mir einmal einen Eintrag zu der Frage zusammen bastle, was Männer und Frauen eigentlich so voneinander unterscheidet. Ich habe dann aber Abstand davon genommen, weil das doch einerseits ein ziemlich langes und breites Werk werden, andererseits aber wenig bemerkenswerte Aussagen zutage fördern würde. Ich kann mich aber noch erinnern, dass auf der Frauenseite stand: immer eine Tube Handcreme in der Nähe der Tastatur. Ich arbeite viel in der Bibliothek, und man kann da, wenn die aktuellen Besitzer in der Pause sind, sehr leicht die Frauenschreibtische von den Männerschreibtischen unterscheiden, eben an der Handcreme.

    Die etwas verdreckte Tastatur, das ist doch sicher eine Künstlertastatur, nicht wahr?

    Aléa

    • Frau Torik, mit dem Rückzug aus dieser opulenten Fragestellung beweisen Sie den richtigen Instinkt. Ich zumindest mag Details. Die sind dann immer für eine Person und einen Moment gültig. Ich greife lieber blind in die Überraschungskiste und schnapp‘ mir ein einzelnes Ding, als alles rauszuholen, sauber hinzulegen und zu etikettieren. Na ja, mit Tainted Talents bin ich doch etwas ordentlicher geworden: früher hatte ich nie Rubriken für irgendwas.
      Zurück zur Handcreme. Mir war das nicht bewusst, was Sie da sagen. Dass alle Frauen das so machen. Früher gab es diese Labellostiftzwangshandlung, die war sehr verbreitet, können Sie sich da noch dran erinnern? Oh, das war wahrscheinlich vor Ihrer Zeit; Sie sind ja noch ziemlich jung.

      Falls Sie sich übrigens doch mal entschließen, einen Beitrag zur Unterscheidung von Männern und Frauen zu verfassen, würde ich gerne mit einigen Details beitragen.

      „Künstlertastatur“ wäre eigentlich auch eine schöne Unterzeile zu Tainted Talents geworden, finden Sie nicht?

      Phyllis

    • Liebe Frau Phyllis, ja Künstlertastatur wäre auch ein schöner Name oder Untertitel fürs Blog gewesen.

      Details zum männlichen Körper: meinen Sie jene Details, deren Darstellung frau manchmal mehr, manchmal weniger explizit auch in Ihrem Blog begegnet, und die in etwa den mittleren Bereich des männlichen Körpers betreffen und in der Regel als Genitalien bezeichnet werden? Wie soll ich sagen: Details sind immer interessant.

      Ich habe übrigens auch eine Handcreme – nicht weil ich sie brauche, sondern einzig, damit, wenn ich vom Schreibtisch in der Bibliothek eine Pause mache, und jemand vorbeikommt und sich fragt, welches der beiden gängigen und am weitesten verbreiteten Geschlechter den wohl gerade besitzt, er eine klare Antwort finden kann – Weleda Sanddorn Handcreme.

      Aléa

    • Liebe Frau Torik, die Details. Meine Neugier beschränkt sich nicht auf jene handfesten, die Sie ansprechen, auch wenn das manchmal den Anschein haben sollte. Nein, ich versuchte, einen anderen Unterschied zu beleuchten. Den zwischen den Großen, die aufs Kleine schließen und jenen, die umgekehrt vorgehen. Oder so ähnlich – Sie wissen schon, was ich meine. (Für diesen Unterschied gibt’s Fachworte, die mir gerade entfallen sind)

      Und ich sagte, ich gehöre eher in die zweite Kategorie. Wobei mir das Details aufspüren ziemlich leicht fällt. Wegen der zuvor erwähnten Überraschungskiste. Die schwebt direkt draußen vor meinem Fenster, also nur 1,5 Meter von meinem Gehirn entfernt. Ich finde das sehr praktisch. Das ist ungefähr so, als würden Sie eine Augenbinde überziehen, bevor Sie in Ihrer geliebten Bibliothek an die Regale treten.
      Ein paar Nachteile hat das natürlich.
      Doch dazu ein anderes Mal.

      Phyllis

      P.S. Die Sache mit der Künstlertastatur lässt mir übrigens keine Ruhe. Das ist ein super Begriff. Ich käme glatt in Versuchung, „Ateliertagebuch“ rauszuwerfen und ihn einzusetzen, wenn mich nicht zwicken würde, dass er so männlich ist.
      Künstlerinnentastatur klingt aber maniriert. (Das alte Problem)

    • Wenn ich es mir so anschaue, dann finde ich das gut. Das würde zu Ihnen passen. Die Tasten, das tasten, also das Ertasten, das Haptische, das Weibliche ist auch drin, die Tastaturin, von der man nicht weiß, was sie eigentlich macht und wer sie ist, also das feminin-rätselhafte. Und weil‘s ein Neologismus ist, weiß man gar nicht, was es ist.
      Noch einmal; ich finde es schön und ich finde, dass es zu Ihrem Blog passen würde.
      Herzlich
      Aléa

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