Farah Days Tagebuch, 46

Montag, 31.Oktober 2016

Alles dehnt sich aus derzeit. Meine Wahrnehmung beginnt, ihrem Anspruch gerecht zu werden; sie ist wahr und sie nimmt.

– Was haben wir getan, warum stürze ich?
– In der Matrix warst du safe, erwidert er, bei mir indes gibt’s nichts als Fallen. Zieh’ noch dein Hemdchen aus.
– … ok
– Nicht flattern. Ich bin doch dabei.

Ganz friedlich jetzt, doch die Nägel mal wieder runter. Schreibt sich leichter so, ganz weich, intim, bis auf den leisen Schmerz. Morgen wieder künstliche drauf und ein Lack in Herbst-Ocker, Sahara, Serengeti.
Farben des Lebenwollens; ich lass’ das Über heute weg.
Bleib dir troy, flüstert jemand in meinem Kopf. Ich frag’ mich, wer von uns gerade navigiert.
Wir sind viele.
In uns ist alles.
Solange sie flüstern, kann ich sie schlecht unterscheiden, doch im Fortschreiten des Tages wird jemand das Ruder übernehmen.

Den Eintrag, behauptet grad wer, wird wieder keine Sau verstehenwollen.
Is nich’ wichtig. Verstehen wird überbewertet. Montags eh, da wolln alle spielen und dürfen nicht mehr.

Also spielen wenigstens wir.

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