Plaisierchen

„… Aber du wirst angestarrt werden“, sagt die Freundin. „Wir wundern uns schon lange nicht mehr, C. und ich, aber für dich könnte es gewöhnungsbedürftig sein, wie sich die Leute dort gebärden.“
„Das macht mir nichts“ sage ich.
„Und im Thermalbecken vögeln sie andauernd. Sie lassen sich nicht einmal stören, wenn man Kommentare dazu abgibt.“
„Tust Du das denn?“
„- Ich? Nein.“
Aber K. sei kürzlich mit L. dortgewesen. Direkt neben ihnen habe ein Pärchen ineinandergesteckt. Da habe sie ganz laut gesagt, dass sie nicht wissen wolle, wie viel Sperma sie, also K., jedes Mal mit im Mund hätte, wenn sie aus Versehen in diesem Becken Wasser schluckte. Das Pärchen indes habe sich davon in keiner Weise beeindrucken lassen und einfach weitergemacht.
„Ts, wie Du redest!“
„Na, im Vergleich mit den Brutalitäten, die Kinder und Jugendliche heutzutage im Internet zu sehen kriegen, ist ein bisschen Vögeln im Thermalbad nicht wirklich schlimm. Sperma ist lang‘ nicht so gefährlich.“
„Vor allem nicht in homöopathischer Verdünnung -“

Montag, Regentag, die Arbeit setzt wieder ein. Später Sauna. Scheint ja eine der ausschweifenderen zu sein. Mir selbst sind rotgeschwitzte Körper keine große Inspiration, aber jedem Tierchen sein Plaisierchen, wie meine Großmutter gesagt hätte. Wasser schluck‘ ich trotzdem keins.

Guten Montag, allerseits!
Lächelnd:
Phyllis

22 Gedanken zu „Plaisierchen

  1. Sondern nicht Frauen während des Vögelns womöglich und selbst im Wasser insgesamt ebensoviel Flüssigkeit ab wie der Mann zum Ende des Verfahrens hin – so daß es sich bei dem mitunter Verschluckten um einen Zusammefluß von Sperma und Scheidenflüssigkeit handelt, vom weiblichen Ejakulat mal ganz abgesehen und dem Schweiß und natürlich auch noch dem Pipi, denn Frauen, das ist bekannt, müssen ja echt überall reinpullern!

    • @Phyllis Damit haben Sie offenkundig recht.
      Ich würde es allerdings begrüßen, von jemandem, der mit mir kein Bier zu zwitschern beabsichtigt, nicht schräg angemacht zu werden.

    • Ich hab‘ Ihre Frage an mich als galante Geste aufgefasst. Hübsch. Wäre ich gestern am Schreibtisch gewesen, hätte ich Sie einfach in ebenso höflicher Form zum freien Sprechen aufgefordert.
      N. W. Schlinkerts Kommentar Ihnen gegenüber, da bin ich mir ziemlich sicher, war humorvoll gemeint. Eben dies meinte ich mit „Kompatibilität“: Manchmal sind die Auffassungen dessen, was lustig sei, einfach zu verschieden. Da müssten sich andere launige Kommentare dazumischen, um solche Kopf-an-Kopf Reaktionen bzw Gegenreaktionen zu relativieren.

      Mannmann, Kommunikation ist ein schwieriges Geschäft.

    • Formlosformvollendete Bestätigung: Meine gestern gegenüber dem Textflüsterer gemachten Anmerkungen waren in der Tat getragen von einem mir innewohnenden Sinn für die komische Seite der Wahrheit, in diesem Fall die, nicht um die Freiheit, etwas tun zu dürfen, bitten zu müssen, ja gar nicht zu dürfen, selbst wenn es mir durchaus klar war, dass es auch und gewissermaßen in zweiter Linie um die galante Frage nach dem gleichsam reinen Dürfen ging, wodurch, die Erlaubnis des freien Sprechens vorausgesetzt, es dann somit um eine Auftragserteilung und damit partielle Absicherung des dann frei zu Äußerden ginge, so als könne der sich frei äußern Wollende in Kenntnis seines zu Äußerden nicht die volle Verantwortung dessen aufladen, was denn dann doch nicht geschrieben worden ist, fehlender Ermächtigung wegen. Sehen Sie, solch einen Humor habe ich! Warum man aber deswegen nicht gemeinsam je ein Bier trinken könnte, ist mir allerdings schleierhaft.

  2. was goennt mann sich in der sauna
    ein überschuss
    was gönnen sie sich
    ein ein –
    blick
    wieso ist das tief blicken in der sau na sagen wir fairpönt
    weil da nicht gerührt wird
    sonne dern
    mo dern
    fair
    seule 1.0

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