30 Gedanken zu „Zehn rettende Sätze

  1. Der Rettung einen Raum geben ist doch schon mal wunderbar. (Richard Wagner hat, bevor er daran ging, die Oper zu komponieren, auch zunächst in der Partitur den Raum durch Setzen einer begrenzten Anzahl von Taktstrichen definiert)

  2. Verändert dann, rettet, jeder Satz als einzelner schon alles oder ändern, retten erst alle zehn zusammen alles? Und verändern sich die Sätze dann selbst mit, oder bleiben sie im Gegensatz zu allem anderen unverändert? Ich schlage vor, wir richten eine Kommission ein, diese Fragen im Vorfeld zu klären. Nach der Katastrophe richten wir dann einen Untersuchungsausschuß ein, um einen schönen Bericht verfassen zu können im Umfang von, sagen wir mal, zehn Sätzen. Also: an die Arbeit, folks!

    • Erst alle zehn zusammen! Insofern ist die Gefahr des Vollzugs relativ gering, Norbert: zumindest, was mich betrifft. Bin schon froh, wenn mir im Laufe des Tages ein einziger einfällt. Also ab in die Kommission, das Ganze!

  3. Jeder Satz ändert alles.
    Egal ob er gesprochen, geschrieben,
    nicht gesprochen oder eben nicht geschrieben wird.
    Sogar gedachte Sätze.
    Jeder Satz ist ein Impulsgeber für das Erdenrund.
    In jedem Satz steckt unglaubliche Macht und Energie.
    Wähle deine Sätze sie weise. Sprich sie aus und verschweig sie,
    schreib sie auf oder lösch sie aus.
    Denk sie oder vergiss sie.
    Die Sätze, die alles verändern.

    • @Boomerang Schwer, dem zuzustimmen, weil mir leider auf Anhieb Dutzende Sätze einfallen, die eher Energien fressen, als welche zu erzeugen. Doch solche meinen Sie ganz bestimmt nicht –

    • Auch Sätze, die Energie fressen, setzen Energie um. Negativ halt.
      Sorry, dass ich mit meinem destruktiven Kommentar ihren schönen poetischen Gedanken torpediert hab.
      Sie haben schon Recht, die zehn Sätze zu finden, das wär’s.
      Aber die sind wohl für jeden Menschen andere. Good luck beim finden und aufschreiben;-)

    • Nicht doch, Ihr Kommentar war keineswegs destruktiv – meine derzeitige Stimmungslage ist es! Aber ich setze an einem anderen Tag einfach noch einmal neu an …

      Good luck auch Ihnen!

    • 10 dinge, die bleiben können, wie sie sind 1. dass frau phyllis so schön zeichnen kann
      2. dass es immer noch bücher gibt, die es wert sind gelesen zu werden
      3. dass schlechte zeiten immer auch vorbeigehen
      4. dass es immer noch bücher gibt, die es wert sind geschrieben zu werden
      5. dass die erde sich um die sonne dreht und nicht umgekehrt
      6. katzen
      7. dass es tage gibt, in denen nur eine minute klar macht, dass es wert war bis zu ihr hin zu leben
      8. dass es immer noch bilder gibt, die es wert sind gemalt zu werden
      9. man bekommt immer noch tusche zu kaufen
      10. hoch in den bergen, über 1000 meter, brechen oft quellen aus dem fels, die das frischeste und klarste wasser geben, das es gibt

      …für den anfang. ihnen fallen vielleicht auch 10 ein?

    • @David Ramirer oui!

      1. dass madame an wunder glaubt
      2. dass es widderkaninchen gibt
      3. und gras nicht schneller wächst, wenn man dran zieht
      4. dass oilen gerne auf boimen sitzen
      5. dass es mehr großherzige menschen gibt, als je eine nachrichtensendung verkünden würde (falls überhaupt)
      6. anmut und alle anderen formen von mut, insbesondere die übermütigen
      7. das mumintal
      8. la libertinage
      9. junge männer, die wie nasse dachse riechen
      10. und wortschätze für alle

      (das war leicht, monsieur ramirer! *lächelt*)

  4. Noch keine Sätze in der Liste, aber die Satzform ” x ist ein Satz, der alles verändert” ist schon verändernd. Was ja unaufgeschriebenerweise dazudenkt, voranstellt, dass es solche Sätze x gibt, geben könnte. Dass man in die Richtung denken, suchen, warten bereit sein, sich austauschen kann. Herrliche Liste, so leer. Könnte ich immer wieder anschauen!

  5. Hab’ mir heute, wozu es sogar eine Geschichte gibt, aus sehr altem Papier einen Stapel Moderationskarten für den eigenen Seelengebrauch gedruckt und von Hand mit Diane’s neuer Schere ausgeschnippelt, sogar gern auch ein wenig nicht ganz genau, und als der fertige (eben noch unbeschriftete) Stapel da so lag, musste ich an Ihre leere Liste denken. Ja, toll ist so was!

    • Sehr hübsch, da wird sich die Seele aber freuen. Ich könnte noch mit entzückenden unbeschrifteten Tischkärtchen meiner verehrten Frau Großmutter aushelfen, falls Ihnen das sehr alte Papier ausgeht!

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