Elfenbeinturm, Tunnel, Basislager

Madame TT begibt sich heute zu einem Rundgang an ihre alte Kunstakademie; mal sehen, was der Nachwuchs so draufhat. Lang‘ war ich nicht mehr dort: mein Interesse gilt mehr jenen, die schon ein-, zwei Jahrzehnte in der freien Wildbahn unterwegs sind. Die längst keine freie Bahn mehr ist, falls sie das je war, sondern… ja, was? Heute Nacht träumte ich von gefluteten Tunneln. Und Berggipfeln.

Lese gerade Jaques Rancière: „Der unwissende Lehrmeister, Fünf Lektionen über die intellektuelle Emanzipation“. Vielleicht ist es Linkskitsch, zu propagieren, Intelligenzen könnten sich auf Augenhöhe begegnen, wenn man nur früh genug die Bedingungen dafür schaffe. Ich weiß es nicht. Werden Künstler noch für Kunst gebraucht? In allen Büchern, ob nun Sachbuch oder Belletristik, die mir in letzter Zeit Impulse gegeben haben, spielt Kunst im besten Fall als Randerscheinung eine Rolle.

Ah, Madame ist ernst zumute. Zuviel von Fremden vorgefilterte Information tut ihr nicht gut. Zeit für die Nachwuchskünstler:innen.
Doch erst einmal raus in den Park. Laufen. Den Kopf wieder frei bekommen.

Ich wünsche Ihnen einen Sonntag ohne vorgegarte Gedanken!

Herzlich:
TT

3 Gedanken zu „Elfenbeinturm, Tunnel, Basislager

  1. Eigentlich wollte ich ja dieses Wochenende auch zum Rundgang der hiesigen UdK, aber es war einfach zu heiß für einen Ausflug nach Westberlin, auch wenn ich natürlich nicht wegen der Kunst dorthin wollte, letztes Jahr war’s ja so was von langweilig, sondern wegen der gutaussehenden Frauen, auch wenn in besagtem Jahr, ganz berlinuntypisch, auch in dieser Hinsicht nichts los war. Ergo: nix passiert, künstlerisch-ästhetisch betrachtet. Vielleicht nächstes Jahr wieder.

    • @Norbert … Das erinnert mich daran, dass es früher immer hieß, an meiner Akademie gäb’s die schöneren Frauen, aber am Städel die bessere Kunst. Im Rückblick haben aber die drei zotteligen Typen das Rennen gemacht, die sich weder um das eine noch das andere geschert haben.

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