Farah Days Tagebuch, 3

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Noch sechshundert Seiten ahead. Beim Lesen keine Bilder. (nicht nötig)
Gib mir das! Und dieses auch noch!
Hier entlang. (Wer hätte das gedacht …)
(Na, er, der Saukerl)
Rtsch hat die Struktur Witterung aufgenommen, ihr hohes Gekläff Seiten später noch zu hören, doch jetzt brät ihr jemand eins über, plauz, vorbei, Satz knickt ab.
Und wieder pest sie um die Ecke, als wär‘ Schriftsprech zuvor nie gewesen. Zum Schlecken schön.
Hmph hmph dackelt das bißchen Plot seinem Herrn hinterher. Joyce, Sie eingebildeter Kerl! That’s no association but assassination!
„Don’t follow me!“ grollt er.
Ich glaub’s einfach nicht. Ich nehm‘ die Steigeisen. Dem werd‘ ich…!
Kann das eigentlich sonst noch einer?
„Hallo? Laßt mich nicht allein mit ihm da oben! Das Viech reißt alles an sich!“

Da klinkt mir der Kopf.
(Die armen Zeitgenossen, daß sie nicht geblutet haben vor Neid)
(Dublin: Krawall im Caféhaus: „Der Mann hat seine Seele dem Teufel verkauft!“)
„Wait!!!“ schrei‘ ich ihm nach. Da haut er schon wieder ab und plündert bei den Alten rum. Jedesmal, wenn er mir entkommt, werd‘ ich ganz dick vor Stolz: Ich entbiete Ihnen!
Ein Weilchen.
(And a „hooray!“ for the syllable as it dives into the scene.)
Also ich seh’ schon, meine Begeisterung, obschon heftig, kann das Ding nicht in Worte fassen. (More than I can chew?) Machen wir einfach weiter, sprechen wir in hundert Seiten drüber.
Mach‘ Dir nichts draus, Kleines, sowas dauert.
(„I beg your pardon, but I have to stray in my own brainscape for a while. See you.“)
Was laß’ ich mich auch immer so beeindrucken.
Immer die anderen…
Es perjudicial para la salud

4 Gedanken zu „Farah Days Tagebuch, 3

  1. Das sind, Mrs. Day, (von der ich nicht hoffe, daß Doris ihr Name), wunderbar freie Texte! Vor allem auf das „hooray!“ nach dem Weilchen könnt‘ man ein Weilchen neidisch sein, um davon zu schweigen, daß >>>> er habe bei den Alten rum,jetzt kommt’s,geplündert. Sie verraten das Geheimnis unserer Langzeitwirkung, Madame, aber so charmant, daß wir, den Alten fast schon beigestellt (und niemand hat’s gemerkt), von Herzen grinsen müssen.

    • Farah, @ANH, ist ihr Name. Der hat mich bereits im ersten Text der Serie gefangen genommen.

      Ich kann mich mühelos in den Innenraum der FarahDay’schen Gedankenstreben setzen und für mich untersuchen, welche heranflutenden Frequenzen sie abschirmen. Spannend auch die Frage danach, welche im Zentrum ausgesendeten Frequenzen in den Innenraum zurückgeworfen werden und welche Verstärkungen dadurch entstehen. Ein elektrisierendes (Selbst)Interpretationsexperiment tut sich da auf.

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