Neues vom Schaf

Schaf kackt heute Köttel dreie
auf die Wiese [schön in Reihe]
mäht einmal, um das kundzutun
dreht sich zu den andern um
mäht again
[falls jemand zweifelt
ob die Leistung ausgereifelt]
hebt den Huf und tritt das fest
was sich nicht bestreiten lässt.

Ende der Durchsage.

Schreiben Sie doch auch ein Schafgedicht, geschätzte Leser:innen!
Hilft gegen Regentagstimmung und fast gänzlich ohne Nebenwirkungen : )

29 Gedanken zu „Neues vom Schaf

  1. Kleines Schaf haut auf die kacke
    bläht danach die wollne Backe
    blöckt ganz laut ein „mäh“ heraus
    und ist auch noch stolz darauf.

    Zu Recht! erlaub ich anzumerken
    auch Köttelnreihen gehört zum Werkeln
    und jeder erfolgreiche Bauer weiß
    am Anfang war ne Menge.. öhäm… Dünger… ^v^

    Lieben Gruß aus der Eis-Zeit!
    PMS: Ist denn bald Frühling?

    • *zurückgrinst* na da bin ich doch sofort dabei.
      Reime so grauenhaft, dass der Winter sich zeitnah verflüchtigen wird…

      Es war ein Schaf voll voller Wolle
      und trotzdem fror.s im Winter ach wie Bolle
      es rieb sich an den anderen Schafen
      an den süßen und an den scharfen
      es rieb auch an sich selber rum
      denn Reibung erzeugt Wärme – drum!
      Da stand das Schäfchen heiß und dennoch kalt
      und sehnte sich den Frühling bald
      doch dieser ließ sich lange bitten
      da ist das Schäflein in den Süden geritten.

      (Das ist wirklich ganz, ganz grausam schlecht. Bin mir dessen durchaus bewußt.
      Kann aber nicht anders. Es ist stärker als ich. Also das Schaf in mir…. ;))

  2. da kann ich natürlich auch nicht widerstehen Schaf Nummer zwei ist dran zum Mähen
    und was muss es dabei sehen?
    Vortagsköttel festgefroren!
    Fühlt sich damit recht verloren,
    mäht alone,
    hebt den Huf
    und rennt davon.

    Ende der Parodie.

  3. Aus selbstgeschafenem Anlaß.

    Ein weißes Schaf, das köttelte,
    doch schwer, weil‘s es so schöttelte,
    als es von einem schwarzen hörte,

    wie das den sturen Darm beschwörte,
    doch einen Wurm für Gras zu nehmen
    und öffentlich von solchen Themen

    zu sprechen, ja zu schreiben wagte –
    das sagte, daß es selbst nie täte
    so etwas und – mähte.

  4. Ein gefühltes Außentemperaturgedicht, geschrieben unter einem plüschenen Hirschengeweih Das Schaf kommt im Gebirge vor
    und ist doch keine Gams.
    Dafür hat’s Wolle bis zum Ohr
    und ein gar wollen Wams.

    [*schnatter* – aber davon ein ander mal, in der Abt. Gans]

  5. Na guuut! Kurz vor dem PLUMMS auch noch eins von mir:

    Ein Schaf sich unbeobachtet wähnte,
    und gähnte, oh und wie es gähnte.
    Die andren Schafe nahebei
    hielten´s zuerst für Narretei.
    Doch dann, wer hätte es gedacht,
    sagten alle Schafe „Gute Nacht“

    Denn auch ein Schaf
    braucht seinen Schlaf!

    Oder so…

    Sch(l)afen Sie gut!

    🙂

  6. das knecht-schaf sagt :
    „ich inseriere nicht mehr –
    jetzt lebe ich „
    ich bin zwar schwarz, aber das gute
    schwarze
    von den schwarzen
    sagt es
    “ komm ! zieh mich –
    zieh mich zu den menschen, menschen(s)kind „
    sagt es
    „ich liebe doch dialektisch-verbrämt-seiende ambiguität“

    + ein tierisch bestimmt abgehender versuch, hier

  7. Schlaf oder Schaf liebe phyllis. hier mein schafgedicht, das bereits fast genau vor einem
    jahr geschrieben wurde. ob unter einfluß von regen oder anderen
    witterungseinflüssen, weiß ich nicht mehr. und mit sehr schlampigen
    reimen. es steht auch in meinem jetzt erscheinenden gedichtband
    SCHREIBZIMMER. herzliche grüße aus wien!

    mit schlafen ist keineswegs nur Schlaf gemeint:
    ein Schaf, das sich aus dem Bett herauswühlt,
    Schaf aus Wolle und Federn mit Maske,
    etwas aus der Vorwelt Entsprungenes,
    der Nacht, die erst am Morgen begonnen hat.
    Nicht Schafähnlichkeit war der Gedanke im Schlaf –
    haarscharfe Schaf- und Schlafbefreiung.
    Ein Tier schweigt, ein Mensch schreit und schweigt.
    Das Schaf ist kein Opfer, Opfer ist der Schlaf.
    Es gibt keinen Schlaf ohne Schaf, kein Schaf ohne Schal,
    keinen Schal ohne schlaffen Schlag.
    Da ist mein Gesicht wie das wollene Schaf.
    Das schaut mir aus dem Gesicht wie der Schlaf.
    Kaum kommt das Licht, verschwindet das Schaf.
    Jemand zieht mir die Maske vom Gesicht,
    und niemand spricht mehr von Schaf oder Schlaf

  8. nichts über schlafende schafe, sondern über eben ewig schlafende ratten totenlied an eine ratte

    warst nah und warm noch eben,
    jetzt bist du fern
    und steif dein leib,
    mein wesen.

    du siehst so schlafend
    an mich, träumend
    von dem tod vorm leben,
    vom dazwischen, das wir sind.

    ein rättlein nur und hausgenossin
    warst du, doch freund und pfand
    auf dieses dürre leben,
    wenn du fraßt, was ich dir hingegeben.

    du bissest mich, wenn ich
    den finger streckte, dich
    zärtlich zu berühren,
    so war dein eigensinn.

    ich gehe mit dir einst
    dahin, wo du jetzt bist,
    du leibchen totenstarr,
    ich so lebendig weinend dir.

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