Gott kommt aus einem guten Stall

Das reicht. Sein Grundeinkommen ist sicher, er muss nichts dafür tun, nur sein, und selbst das nicht beweisen.
Same for us?
Why not.
Niemand soll darben. Und sich niemals schämen, auf keinem Amt.
Auf dem Boden eines Schwimmbeckens auf die Taufe warten, das dauert. Etwas Restwasser gluckert in die Abflüsse. Die Amsel singt. Immer schon. Sie wurde nur jahrelang überhört.
Einen Namen haben.
Leinen.
Tragen Sie Leinen beim Warten. Versuchen Sie es. Tragen Sie etwas, das mit Ihnen atmet.

Wir sind, zumeist, doch ein Bündel Reflexe.
Erst komm’ aber ich, schreit es, dann meine Gedanken, dann das, was ich tu‘ und das, was ich niemals tu’. Mein ganzes Gesinnungswahrungspaket samt Luftpolsterkissen.
Dann erst, flüstert es, kommst Du. Also pass‘ auf, was Du von mir verlangst.

Der liebe Gott nimmt, was er kriegt.
Wir auch.
Während die Kämme schwellen.

Kaum zappelt der Fisch auf Deck, richten die Griller ihr Wort nur noch an jene, die über seine Verwendung entscheiden. Jene, die keine Kohle zusagen können, streichen sie aus dem Gesichtsfeld, als wären sie plötzlich Luft.
Luft ist umsonst.
Energetische Streueffekte liefern die … Damen, doch die…
Man weiß ja, wie das ist. Viel Geduld haben sie nicht, schau, da blasen sie schon ihr Gummiboot auf; nix wie runter vom Kahn. Freischwimmen ist aber out.

Wer außer Gott kommt aus dem Guten Stall?
Alle mal melden, bitte.
Nee, Sie nicht.
Sorry.

Grundsicherung? Wie kann man sich die zu Eigen machen, die Vorstellung, die Implikationen? Weg vom Prinzip der Gewinnmaximierung, der Besitzstandswahrung – wie völlig unberechenbar in den Auswirkungen. Wer soll das wollen und warum. Die Freiheit, das Denkendürfen. Das braucht eine neue Religion.
Man sollte erst einmal ein soziales Jahr einführen, direkt nach dem Schulabschluss, für alle. Gemeinnützige ehrenamtliche Arbeit, und die mit Grundsicherung. Wenn wir schon am träumen sind.

„Ich, ich! Ich komm’ aus einem guten.“
„So etwas sagt man nicht von sich selbst.“
„Aber Sie haben doch gesagt, melden!“
„Nur, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Ab mit Ihnen, Sie haben zu viel Eifer.“

Wenn die Spreu geifert, wird der Weizen feucht.

Wenn, dann (…)
Wenn nicht, dann (…)
An alle Schäfchen: Wer logisch denkt, bleibt im Trockenen. Bleibt Besitz eines Anderen.

Die Leute brauchen Grund, sonst fürchten sie ihn.

19 Gedanken zu „Gott kommt aus einem guten Stall

  1. Ja, es geht darum, daß Menschen weniger Angst und Furcht haben. Das grundeinkömmliche Auskommen wäre wohl sicher bald nicht mehr der Rede wert, vor allem, weil die meisten Menschen nämlich trotzdem arbeiten würden und sinnvoll Leistung bringen wollen werden, selbst in Berufen, die (uns) ziemlich unangenehm erscheinen. Nur daß sie eben nicht wegen des Geldes zu viel arbeiten würden, sondern wegen des zusätzlichen Geldes in einem gut verträglichen Maße arbeiten. In Deutschland lebt ja ohnehin nur eine Minderheit direkt und ausschließlich vom eigenen Einkommen, was läge da näher, die ganze Sache zu vereinfachen. Der liebe Gott kann als „Grundgütiger“ sein Grundeinkommen ja spenden und auch sonst jeder, der will, ganz gleich, aus welchem Stall er kommt.

    • @Norbert W. Schlinkert Ich vermute ebenfalls, dass die meisten Menschen arbeiten wollen und werden, so sie denn können. Leicht ist auch, für eine Trennung von Menschenwert und Geldwert zu plädieren. Die Frage nach sinnvoller Leistung zu stellen.
      Gegen den Strich allerdings geht mir Ihre Aussage, „in Deutschland lebt ja ohnehin nur eine Minderheit direkt und ausschließlich vom eigenen Einkommen“. Darf ich fragen, woher diese Information stammt? Meinen Sie das ernst?

      Ich habe meine fragmentierte Textform zum Thema heute Morgen absichtlich gewählt, weil ich weiß, dass ich am Schlingern bin. Einfach, weil ich mir bewusst bin, dass mein Blick nur bis an die Grenzen meines Territoriums reicht – und im Glücksfall manchmal darüber hinaus. In meinem privaten Revier arbeiten die Leute, viele hart, einige für relativ kleines Entgelt. Auch die Künstler:innen. Ich kenne persönlich aber auch nur Leute, die privilegiert sind: privilegiert in dem Sinne, dass sie weder Parias, noch schwer krank, noch phantasielos sind. Also fällt ihnen immer wieder etwas ein, um weitermachen zu können. Sie wachsen an Krisen, an Auseinandersetzungen, an ihren Misserfolgen. Ebendies hab‘ ich auch an mir selbst festgestellt. Welche Auswirkung eine „Grundsicherung“ auf diesen Kreis von Menschen haben könnte, darüber könnte ich einigermaßen glaubwürdige, weil aus eigener Betrachtung hervorgegangene, Aussagen treffen.
      Was ich jetzt nicht tu‘.
      Denn diese Idee der Grundsicherung betrifft ja alle. Und über „alle“ kann ich nichts sagen, was nicht reine Hypothese wäre.

    • @Phyllis Die Information, daß (andersherum gesagt) die meisten Menschen zusätzlich zu ihrem Einkommen noch andere Quellen anzapfen (müssen), also (auch) vom Einkommen ihrer Partner leben oder Erbschaften gemacht haben, Wohngeld bekommen oder ihr Gehalt aufstocken müssen, auch Stipendien, Renten, Zinserträge u.ä. fallen darunter, habe ich direkt aus der Diskussion in dem besagten Berliner Salon vor knapp vier Wochen, und zwar von einer sehr engagierten Mitstreiterin für das „Grundauskommen“. Sorry, ich hatte die Information auf die Schnelle nicht gefunden und mich dann an die Arbeit gemacht, die mir hoffentlich ein gutes Honorar einbringt (was keineswegs sicher ist, aber einen Versuch ist es wert). Sie wissen ja: Weitermachen! Das war auch gar nicht despektierlich gemeint und sollte nur darauf verweisen, daß die alten Muster ohnehin nicht mehr stimmen und alles sehr kompliziert geworden ist. Gesagt wurde übrigens, wenn ich mich recht erinnere, nur 40 % der Arbeitnehmer (also die, die überhaupt für Geld arbeiten) würden ausschließlich vom eigenen Gehalt leben. Man kam drauf, weil u.a. die geschönten Arbeitslosenzahlen eine Wirklichkeit vorgaukeln, die es nur geben soll, damit sich an den Kräfteverhältnissen nichts ändert. [Vielleicht hat ja jemand belastbare Zahlen, ich weiß echt nicht, wo ich suchen soll.]

      Welche Auswirkungen ein Grundauskommen auf unsereiner hätte, weiß ich auch nicht, auch wenn ich mir den Druck natürlich seit jeher selber mache, was die Sache angeht. Doch dazuverdienen für ein bißchen „Luxus“ kann man ja immer und dann ja auch mit Kunst, die ja weiterhin fester, unverzichtbarer Bestandteil des menschlichen Lebens ist und auch weiterhin bezahlt werden muß – denn meiner Ansicht nach sollte das Grundauskommen auch nicht so fürchterlich hoch sein, wenn auch um einiges höher als die Hartz4-Sätze.

  2. „Wer soll das wollen und warum.“ Das sind entscheidende Fragen.

    Eine halbwegs wirksame Fragestellung, um sich einer Vorstellung anzunähern, vermag zu sein: „Was würden Sie unternehmen, wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre?“

    Zu den möglichen Implikationen rauscht gleich eine weitere Frage heran: „Was entwickelt sich, wenn jede:r tut, was sie/er will?“ An diese Frage heftet sich sogleich die Nachfrage: „Tut jemand etwas, um damit ausschließlich freien Willen zu demonstrieren?“

    „Was geschieht mit dem gemeinnützig Notwendigen, das niemand aus innerem Antrieb unternehmen will?“ wäre eine Frage, um das Übrigbleibende aufzufangen.

    Die Idee eines verpflichtenden „Gemeinnützigkeitsjahres“ spricht mich an. Damit verbinde ich den Gedanken, dass an die schulische Bildung eine des Herzens anschließt. Angeleitet und begleitet.

    • @Kienspan „Was würden Sie unternehmen, wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre?“
      Eben das, was ich jetzt auch tu‘, ich würde nur weniger Lohnarbeit und mehr künstlerische Arbeit machen. Ganz aufgeben würde ich erstere nicht, allein schon, weil meine Lohnarbeit selbst gewählt ist und mir oft viel Inspiration beschert.

      „Was entwickelt sich, wenn jede:r tut, was sie/er will?
      Dazu müsste eine Mehrzahl von Menschen erst einmal etwas konträr zum Konsens denken und für das daraus resultierende Wollen auch kontinuierlichen Einsatz zu bringen bereit sein. Meiner Beobachtung nach ist das nicht der Fall.

      „Tut jemand etwas, um damit ausschließlich freien Willen zu demonstrieren?“
      Kann gut sein, dass der freie Wille ein ziemlich illusorisches Konstrukt ist, auch wenn sich die Vorstellung davon gut anfühlt.

      „Was geschieht mit dem gemeinnützig Notwendigen, das niemand aus innerem Antrieb unternehmen will?“
      Wer ist die Instanz, die belegen kann, was gemeinnützig an Umbrüchen notwendig wäre? Ich bin’s nicht. An Verbessungen – ja. Das ist einfach. Aber an Umbrüchen?

    • „Was würden Sie unternehmen, wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre?“
      Eben das, was ich jetzt auch tu‘, ich würde nur weniger Lohnarbeit und mehr künstlerische Arbeit machen. Ganz aufgeben würde ich erstere nicht, allein schon, weil meine Lohnarbeit selbst gewählt ist und mir oft viel Inspiration beschert.

      In mehreren Befragungen haben etwa 80% der Befragten eine ähnlich Antwort gegeben. Auf die nächste Frage, was andere unternehmen würden, haben fast ebenso viele geantwortet: „Nichts.“ Diesem Widerspruch gälte es, auf den Grund zu gehen. Dass sich darin eine Projektion offenbart, nämlich das insgeheime Bedürfnis, sich dem ErwerbsZWANG zu entziehen, ist eine Vermutung meinerseits. Das könnte von Psychologie und Soziologie näher untersucht werden.

      „Was entwickelt sich, wenn jede:r tut, was sie/er will?
      Dazu müsste eine Mehrzahl von Menschen erst einmal etwas konträr zum Konsens denken und für das daraus resultierende Wollen auch kontinuierlichen Einsatz zu bringen bereit sein. Meiner Beobachtung nach ist das nicht der Fall.

      Leben im Widerstand ist anstrengend. Ich verdenke es niemandem, wenn kraftlos mit dem saugenden Strom getrieben wird. Umso mehr hege ich Respekt für und orientiere mich an solchen Mitmenschen, die den Widerstand leben und sich dabei unaufgeregt zusehen lassen. Wenn der Strom gestoppt würde, verlöre sich gewiss Manche:r in Orientierungslosigkeit, muss aber nicht zwingend solchem Schicksal überlassen bleiben. Die Menschen sind ansprechbar. Darauf würde ich in der Neuorientierung bauen.

      „Tut jemand etwas, um damit ausschließlich freien Willen zu demonstrieren?“
      Kann gut sein, dass der freie Wille ein ziemlich illusorisches Konstrukt ist, auch wenn sich die Vorstellung davon gut anfühlt.

      Ich meine, dass hinter jedem Handeln ein Bedürfnis steht – im Kontext wäre es das Streben nach sozialer Anerkennung in der Gruppe. Wenn wir uns von der verbreiteten Vorstellung lösen könnten, dass nur Spitzenleistung wirklich nützlich sei und „bloß“ Nützliches mal eben ins „ferner laufen“ darf, kämen wir einem anderen Lebensgefühl auf die Spur.

      „Was geschieht mit dem gemeinnützig Notwendigen, das niemand aus innerem Antrieb unternehmen will?“
      Wer ist die Instanz, die belegen kann, was gemeinnützig an Umbrüchen notwendig wäre? Ich bin’s nicht. An Verbessungen – ja. Das ist einfach. Aber an Umbrüchen?

      Ich bringe den Begriff „Umbruch“ gerade nicht unter. Was ich meinte, sei an einem bewusst plakativen Beispiel dargestellt: Das eigene verstopfte WC werden viele selbst handhaben können und wollen. Beim verstopften, gemeinschaftlichen Abwasserkanal sieht das anders aus.

      Weiterführend meine ich, dass sich die Freiheit eröffnen würde, den Arbeitsbegriff umfassend neu zu interpretieren. Dabei denke ich an die derzeit unbezahlt (und daher ungewürdigt) erbrachten Arbeitsstunden, deren Summe diejenige der bezahlten bei weitem übersteigt.

    • @Metepsilonema Die bisherige Diskussion um das bGE leidet meines Erachtens an einem erheblichen Mangel: die Systemgrenzen werden nicht hinterfragt (damit meine ich ursächlich das Geldsystem). So verheddert sich die Idee einer sich weiterentwickelnden Kultur in einem dichten Netz von Finanzierungsfragen. Köppnick hat das bei Ihnen vor Jahren bereits zutreffend angesprochen. Mit dem bGE gemeinsam sind konsequenterweise auch neue Formen der Leistungsverrechnung zu verhandeln. Derzeit gehen wir davon aus, dass der Austausch unmittelbar zu erfolgen habe – zwischen Käufer und Anbieter, zwischen Bezieher und Versorger – in Form von doppischen Buchungssätzen. Das ist ein „Nullsummenspiel“, welches wir überwinden müssen, zunächst jedoch aus anderen, brennend aktuellen Gründen.

    • @Kienspan Hat denn Geld nicht u.a. den Sinn (gehabt), nicht ständig (selbsthergestellte) Güter mit mir herumschleppen zu müssen, die ich selber nicht (in großer Menge) benötige, um sie gegen benötigte Güter zu tauschen, die ich nicht selbst herstellen kann? In so einem System ist das Geld selbst keine Ware, sondern einfach Zahlungsmittel, das allen möglichen Waren in bestimmter Güte und Menge entspricht. Für mich persönlich ist es das in jedem Fall, weil ich keinen Geld-Überschuß habe, den ich als solches für mich „arbeiten“ lassen könnte. Im Fall, daß das Geld reines Zahlungsmittel ist, müßte es natürlich Garantien geben, was meines Wissens nach aber nie funktioniert hat, schon gar nicht mit Goldreserven, weil Gold ja schließlich kaum einen praktischen Wert hat und zudem Spekulationen ausgesetzt ist. (Warum sollte man auch Güter mit praktischem Wert einfach nur lagern?) Heutzutage ist es wohl so, daß auch Ware mit praktischem Wert als Spekulationsobjekt dient, siehe dort: https://www.oxfam.de/gegenspekulation Wie also vorgehen und was abschaffen, verändern, reformieren und so weiter? Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage!

    • @NWS Tatsächlich wurde „Geld“ – zuerst m i t (z.B. Salz), dann o h n e eigenen Gebrauchswert (z.B. Banknoten*) – eingeführt, um das von Ihnen dargestellte Problem des Güteraustausches zu lösen. Es gab allerdings in der Geschichte der wirtschaftenden Menschheit auch andere Lösungen; die des „Anschreibens“ in unterschiedlichen Formen nämlich, was letztlich jedoch wieder auf Naturaltausch in einer verhältnismäßig kleinen Gruppe hinauslief.

      Wir müssen uns bewusst machen, dass Geld sich auf Glauben stützt. Der wesentliche Kritikpunkt am heute gebräuchlichen Geld liegt in der Entstehung desselben begründet (Stichwort: Giralgeldschöpfung im Mindestreservesystem). Seit sich die Menschheit einreden ließ, dass Geld „arbeiten“ könne (haben Sie schon mal einen Hunderter eine Künette ausheben gesehen? ; ), hat es seinen ursprünglichen Informationswert eingebüßt. Ein Wertschätzungssystem sollte sich eher an erbrachter, menschlicher Arbeit und Leistung orientieren, nicht aber am Überschuss, wie es sich derzeit verhält (Zinsinteresse). Daran leidet mittlerweile unübersehbar auch die Natur.

      Ein Denkansatz geht in die Richtung, dass sich erbrachte Arbeit als Informationseinheit speichern und abrufbar bereithalten ließe. Einen Sack Kartoffeln würden Sie mir dann überlassen, weil ich arbeite und nicht, weil ich Ihnen Geld gebe. Mit einem gesellschaftlich zu verhandelnden „Überziehungsrahmen“ auf diesem Informationskonto, der z.B. monatlich erneuert wird, ergäbe sich gleichzeitig die Möglichkeit, eine Grundsicherung zu realisieren, ohne dass dafür Geld erforderlich wäre.

      Es existieren natürlich auch andere Denkansätze, zum Beispiel die „Vollgeldreform“, welche das gewohnte Geldsystem im täglichen Leben kaum bemerkbar, in den Auswirkungen jedoch sehr effektiv umgestalten und Raum für Grundsicherung schaffen würde.

      Aber nochmals: um die Utopie voranzutreiben, sollten wir zunächst nicht nach dem „Wie“ fragen, sondern nach dem „Warum“. Eine der Antworten auf das „Warum“ ist in der anwachsenden surplus-Bevölkerung zu finden. Eine andere Antwort lässt sich aus der Produktivitätssteigerung kraft ungefährdeter Selbstbestimmungsmöglichkeit herleiten. Menschen machen das, was sie gerne tun, gut. Sie werden sogar immer besser darin.
      Ein gänzlich anderer Anknüpfungspunkt wäre das ressourcenschonende und (furchtbares Wort) nachhaltige Produzieren als Gegenpol zur vorherrschenden „Obsoleszenz“.
      Die mir liebste Begründung für eine „unbedingte Existenzzusage“ ist der sich eröffnende Zugang zur (mit)teilenden Kooperation. Wettbewerb dagegen setzt auf zu bewahrende informationsasymmetrie, wofür auch mit rechtlichen Mitteln heftigst gekämpft wird.

      * auch Banknoten bzw. Geldscheine (Geldschein: man erspüre die Doppelbödigkeit des Begriffs!) haben selbstverständlich einen praktischen Gebrauchswert – am Lokus, wie im Ofen, beispielsweise…

    • @Kienspan Da möchte ich widersprechen:

      1. Niemand kann m.E. voraussagen wie sich ein bedingungsloses Grundeinkommen auswirken wird.

      2. Ein plötzlicher Systemwechsel von heute auf morgen wird sich nicht realisieren bzw. organisieren lassen, so etwas passiert allenfalls (z.B. durch unvorhergesehene dramatische Ereignisse).

      3. Ist es für die Notwendigkeit eines Systemwechsels von Belang zu wissen ob ein Grundeinkommen schon jetzt möglich ist oder nicht.

      4. Könnte ein im „Kapitalismus“ realisiertes Grundeinkommen neue Handlungswege und somit einen sanften Systemwechsel ermöglichen, etwa weil die Notwendigkeit des harten Wettbewerbs aus Existenzgründen wegfällt; kooperative Wege werden dann vielleicht eher beschritten.

    • @Metepsilonema Sie widersprechen meiner Bevorzugung der Fragestellung nach dem „Warum“, verstehe ich Sie damit in Ihrem Sinne korrekt?

      ad 1. Das sei zugestanden. Natürlich hängt auch vom Menschenbild ab, welche Entwicklungen überhaupt denkbar sind.

      ad 2. Da gebe ich zu bedenken, dass wir in einer Zeit der akuten Zuspitzung leben und mit den alternativen Denkansätzen beklagenswert weit hinterher hinken. Die dramatischen Ereignisse verdichten sich meiner Beobachtung nach, sie werden bloß kleingeredet.

      ad 3. Das ist bereits möglich, weil die erforderlichen, lebensnotwendigen Güter vorhanden sind. Wir haben kein Mangelproblem, sondern ein Verteilungsproblem.

      ad 4. Das eine schließt das andere nicht von vornherein aus. Da kann ich im Moment noch keinen Widerspruch erkennen.

      ad Widerspruch: ich sehe zwischen der Betrachtungsweise: „Was ist möglich – lasst uns im Rahmen dessen das Wollen bestimmen“ und der anderen: „Was können wir wollen – was muss jeweils geschehen, damit es möglich wird“ eine erhebliche Differenz in der Ergebnismenge

    • @kienspan Widersprechen insofern, weil ich glaube, dass die Systemdiskussion bestimmte Aspekte verdeckt, auch dadurch, dass sie recht leicht ins Ideologische kippt (bitte nicht als Unterstellung verstehen).

      Unsere fundamentalen ökologischen Probleme sind keineswegs ausschließlich „Schuld“ des Kapitalismus. Wohlstand und Technik gehen prinzipiell auf Kosten der Natur. Diese Kosten werden steigen, weil immer mehr Menschen — völlig zurecht — ein bestimmtes Level von Wohlstand erreichen wollen. Egal ob wir im Kapitalismus leben, ob es ein Grundeinkommen gibt oder nicht. Es wird nicht einfach sein hier gegenzusteuern, entweder man erzwingt es (aber wer sollte das? wer dürfte es?) oder man hofft auf Einigung und Einsicht.

      Tatsächlich haben wir derzeit keinen Mangel, was aber — zugegeben, das ist schon eine Folgenspekulation — wenn wir alle grundversorgt sind? Werden all die notwendigen „Routinearbeiten“ die unsere hochdifferenzierte Gesellschaft benötigt noch ausgeführt werden? Mangel könnte sich recht rasch wieder einstellen (Güter sind ja nur eine Sache, was ist mit den zahlreichen Dienstleistungen?).

      Wir müssen das Mögliche bedenken und zugleich darüber hinaus wollen. Mir scheinen evolutive Systemänderung — also in kleinen Schritten — sicherer und realistischer, als ein plötzlicher Sprung, eine Revolution mit dramatischen Nebenwirkungen.

    • @Metepsilonema Dem System, welches exponentielles Wachstum verlangt, um funktionieren zu können, ist es letztlich egal, welche Bezeichnung ihm angeheftet wurde. Die Notwendigkeit für Wachstum liegt im zinseszinsbelasteten (Schuld)Geldsystem begründet. Um das knackig klar zu machen: für einen Überziehungsrahmen auf dem Girokonto zahlten Sie 9, 12, 15 Prozent Zinsen – übersähen dabei aber völlig, dass die Bank die Zinsen zu diesem lukrativen Zinssatz bei Ihnen veranlagt, indem sie Ihr Konto mit dem Zinsbetrag belastet. Sie müssen also nicht nur den Zinsertrag der Bank erwirtschaften, sondern darüber hinaus auch den Ertrag für die veranlagten Zinsen selbst.

      Woher Sie das Geld nehmen, ist für die Bank unerheblich – Unternehmen ergeht es ähnlich. Während die einzelne Privatperson versuchen kann, sich durch Einschränkung=Konsumverzicht der Schuldenfalle zu entziehen (mit allen negativen Folgen für das Wirtschaftsleben), bleibt dem Unternehmen nur die Flucht nach vorne: Wachstum. Was übrigens auch für die gesamte Volkswirtschaft gilt. Wachstum und damit einhergehende ökologische Probleme sind nicht getrieben durch die (Welt)Nachfrage, sondern durch den systemimmanenten Zwang des Schuldgeldes.

      Gegengesteuert könnte recht einfach werden, indem beispielsweise das Giralgeld zum gesetzlichen Zahlungmittel erklärt wird und die Geldschöpfung, damit also das Geld als gesetzliches Zahlungsmittel, gänzlich wieder in die öffentliche Hand zurückgeholt wird. Zuständig dafür wäre die Demokratie, die dürfte/müsste das bestimmen. Aber, Nagelprobe: wen interessierte das, wer wollte sich schon selbständig zureichendes Wissen – was ich als Voraussetzung für Einsicht erachten würde – hiefür aneignen?

      Ihre angedeutete „Folgenspekulation“ muss klar aus- und angesprochen werden. Was geschähe mit den Arbeiten/Dienstleistungen, die niemand erledigen wollte? Dazu muss bedacht werden, dass allgemein ungeliebte Tätigkeiten auch heute durchaus gerne ausgeübt werden. Ob sich das andere vorstellen können, spielt für die in diesem Zusammenhang oft beispielhaft herausgestellten Beschäftigten im Bereich der kommunalen Müllbeseitigung keine Rolle. Schließlich geht es im Kern darum, einen persönlich fassbaren Sinn zu erkennen in der Tätigkeit, die man ausübt.

      Wenn es tatsächlich Arbeiten geben sollte, von denen geglaubt wird, sie würden von „grundversorgten“ Menschen nicht getan werden wollen, muss überlegt werden, weshalb sie heute dennoch ausgeführt werden. Dann wären wir nämlich rasch beim nackten Zwang angekommen, wie er ja tatsächlich implementiert ist. ALGII-Beziehern können heute solche Arbeiten unter Androhung der Leistungskürzung zugewiesen werden, sogar ohne sie dafür angemessen bezahlen zu müssen. In „grundversorgten“ Gesellschaften wäre der Zugang jedoch ein anderer. Entweder werden solche Arbeiten durch Automatisierung von menschlicher Tätigkeit befreit, oder sie werden durch verbesserte Rahmenbedingungen ausreichend attraktiv gemacht (z.B. durch Ansehen oder besonders hohe Bezahlung, oder sonstige Gratifikationen). Falls das alles nicht fruchtet, bliebe immer noch die ultima ratio: selber machen oder verzichten.

      Was in der Diskussion um die unbedingte Existenzsicherung stets ausgeblendet wird, ist der Umstand, dass auch weiterhin Menschen Eigenheime bauen, im Dreijahresabstand neue Autos fahren oder teure Hobbies finanzieren wollen, was aber ein Grundeinkommen nicht hergeben würde. Die Kraft der extrinsischen Motivation soll mit einer „Grundversorgtheit“ plötzlich erlahmen, wird unausgesprochen unterstellt. Das ließe ich mir gerne einmal durchargumentiert vorführen. Bislang habe ich dazu allerdings nichts aufspüren können.

      Ad Revolution: nach meiner Einschätzung stehen wir knapp davor. Wie dramatisch die Nebenwirkungen ausfallen werden, hängt meines Erachtens ausschließlich vom Informationsstand der Allgemeinheit ab. Unsere Eltern und Großeltern wurden mit dramatischen Kriegsfolgen fertig. Ein geordneter Übergang zu einer nicht-exponentiell wachsenden Form des Wirtschaftens sollte uns wesentlich leichter fallen.

    • @kienspan Es ging mir weniger um die Bezeichnung, als darum, dass die Systemdiskussion im wesentlichen das System im Auge hat und dabei sehr leicht auf eine schematisierte Betrachtung (etwa: gut — böse) verfällt. Das bitte nicht als Lanze für den Kapitalismus zu verstehen, ich vermute allerdings, dass viele Grundprobleme auch in anderen Systemen erhalten bleiben (Bevölkerungsproblem, menschliche Eigenschaften, usw.). Den Wachstumszwang, den Sie schön dargestellt haben, sehe ich ähnlich problematisch, allerdings warne ich davor, dass sich alle ökologischen Probleme von selbst lösen werden, wenn dieser Zwang sein Ende findet.

      [Vielleicht können Sie mir kurz auf die Sprünge helfen: Was meinen Sie mit „sondern darüber hinaus auch den Ertrag für die veranlagten Zinsen selbst“ genau?] Was ich noch nicht sehe, ist, was eine Verstaatlichung (das meinen Sie doch?) grundsätzlich an der Wachstumsnotwendigkeit ändern sollte?

      Ich würde von Notwendigkeit sprechen. Es ist notwendig für seine Existenz zu sorgen. Natürlich versuchen wir etwas zu finden das wir gerne tun. Oder etwas das andere Vorzüge aufweist, z.B. viel Freizeit. Wenn ich aber ohnehin eine Basisversorgung genieße, werde ich wahrscheinlich weniger und unregelmäßiger einer Arbeit nachgehen. Sie ist weniger dringlich und es gibt genügend anderes erfreuliches zu tun. Es könnte auch sein, dass es mich einfach nicht freut (ich gehe einmal von mir selbst aus, bei anderen mag das anders sein; natürlich ist es richtig, dass bestimmte Ausgaben nicht mehr durch ein Grundeinkommen gedeckt sind; aber man kann sich das ansehen, wenn man die Höhe des Grundeinkommens erst einmal bestimmt).

      Selber machen oder verzichten: So einfach ist es natürlich nicht, man muss nur an alte oder kranke Menschen denken, die Betreuung benötigen. Und eine weitgehende Automatisierung aller unangenehmen Tätigkeiten ist in weiter Ferne. Angemessene Bezahlung, ja!

    • @Metepsilonema Sie haben völlig recht damit, dass eine Systemdiskussion in der Regel in untaugliche Vereinfachungen abgleitet. Mir geht es ja ebenfalls nicht um eine fundierte Kapitalismuskritik, dafür wäre hier unter Phyllis‘ Beitrag auch gar nicht der geeignete Raum. Als ich vor einigen Jahren erstmals von der Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens erfuhr, dachte ich mich in der darauf folgenden Zeit in eine Vision hinein. Dann aber kam ich zur Einsicht, dass ohne Adaptierung des Geldsystems ein bGE nur kurze Lebensdauer hätte, weil es gemeinsam mit dem Geldsystem untergehen würde. Seither denke ich über das bGE als Utopie, die Voraussetzungen brauchte, um sich zur Vision zu entwickeln, welche sich aber dennoch in den Köpfen einmal festsetzen sollte. Ob von einer Ungezwungenheit fruchtbare und treibende Impulse ausgehen können, scheint mir die entscheidende Frage zu sein, und welche kulturellen Implikationen das nach sich ziehen würde. Am Ende läuft jede Diskussion über ein bGE jedoch darauf hinaus: kann der Mensch ohne Erwerbszwang für die Allgemeinheit nutzbringend tätig werden? Die einen sagen „ja“, die anderen „nein“.

      Wenn der Zwang zum Wachstum, der ursächlich von der Zinslast herrührt, wegfällt und wieder für menschliche (nicht Kapital)Bedürfnisse produziert würde, wären ökologische Probleme nicht vollständig gelöst. Auch hierin stimme ich mit Ihnen überein. Eine cradle-to-cradle-Wirtschaft beispielsweise fällt nicht aus dem Himmel, das müsste gewollt und durchgesetzt werden. Den größeren Einfluss auf das ökologische Gleichgewicht haben nach meinem Kenntnisstand allerdings die fossilen Energieträger. Wir haben meines Erachtens kein Bevölkerungsproblem, sondern ein Energieverbrauchsproblem. An der Spitze dieses Problems sitzen die USA mit ihrem unglaublichen pro-Kopf-Verbrauch von 6,4t Öläquivalent (2009). Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Güterproduktion in den USA seit Jahren rückläufig ist. Beachtenswert ist im Zusammenhang mit dem Bevölkerungsproblem auch, dass in den hochentwickelten Teilen der Welt das Bevölkerungswachstum stagniert. Man könnte daraus durchaus ableiten, dass der Entwicklungsstand der dritten Welt samt Schwellenländern raschest angehoben werden sollte.

      Zum Zinsertrag ist schnell aufzuklären: die Bank könnte die bezahlten Zinsen veranlagen oder investieren. Darauf verzichtet sie aber schlauerweise und kapitalisiert die Zinsen stattdessen auf dem Schuldkonto. So kommt es zum Zinseszins, der den Ertrag für veranlagte Zinsbeträge darstellt, der seinerseits wieder kapitalisiert wird. Eine Verstaatlichung des Zahlungsmittels (Vollgeldreform) meinte ich übrigens. Wenn den Banken ein Mindestreservesatz von 100% vorgeschrieben würde, reichte das vollkommen aus. Damit wäre die Geldschöpfung im Bankenbereich unterbunden und verstaatlicht, nicht die Banken selbst. Die Wachstumsnotwendigkeit fiele deshalb weg, weil der Staat das Zahlungsmittel ohne Zinslast in Verkehr bringen kann und soll.

      Mit der Notwendigkeit, für seine Existenz zu sorgen, ist das so eine Sache… Ich muss mir eingestehen, dass ich nicht für mich selbst sorgen kann, weil ich nicht über die zur Autarkie erforderlichen Mittel verfüge. Deshalb muss ich meine Arbeitskraft oder mein Kapital anderen anbieten, um mit dem Erlös meinen Unterhalt bestreiten zu können. Wir arbeiten entgeltabhängig immer für andere, niemals für uns selbst. Da liegt doch der Gedanke sehr nahe, dass wir auch für einander sorgen könnten. Ein bGE eröffnete diese entscheidende Änderung in der Lebenshaltung.

      Umfragen bestätigen, was Sie vermuten: der Zeitaufwand für die Erwerbsarbeit würde im Durchschnitt zurückgehen. Das wäre ein Glück für alle Erwerbswillligen, jedoch vom gesellschaftlichen Leben über weite Strecken Ausgeschlossenen. Der gesamtwirtschaftliche Bedarf an derzeit noch bezahlten Arbeitsstunden ist rückläufig. Was deshalb dringendst Not tut, ist eine Neudefinition des Arbeitsbegriffs. Altenpflege beispielsweise, welche von Kindern, Verwandten, Freunden und/oder Nachbarn geleistet wird, ist momentan kaum bis gar nichts „wert“; man muss es sich heute leisten können, diese besondere Arbeit zu erbringen. Mit einem bGE wäre das gewährleistet, dass Altenpflege in einem Rahmen stattfinden könnte, wie es der Würde des alten Menschen entspräche.

      Der unangenehme Beigeschmack einer Tätigkeit liegt stets im Auge des Betrachters. Es gibt Arbeiten/Anstrengungen, die ich erbringe, zu welchen ich schon öfters gefragt wurde, weshalb ich sie mache. Meine Antwort darauf ist: „Weil ich es kann.“ An diesen Beispielen wird mir immer wieder bewusst, dass ich Fertigkeiten (und Freude daran) habe, über die andere nicht oder nur ansatzweise verfügen und überhaupt keine Freude daran empfinden. Am Rande sei noch vermerkt, dass sich mit einem ausreichend hohem bGE angemessene Bezahlung, im Jargon der Marktfundamentalisten ein „Gleichgewichtslohn“, tatsächlich erst einstellen könnte.

      Womit ich schließlich auf Phyllis‘ Beitragsüberschrift zurückgreife und frage: „Wir auch?“

    • @kienspan Ich bitte die Verzögerung zu entschuldigen.

      Der Mensch kann und wird zweifellos für die Gesellschaft auch ohne Erwerbszwang tätig werden. Viele werden sich bestimmte Felder suchen. Aber: Wird das Maß ausreichen? Der Erwerbszwang hat, sozusagen, den Vorteil, dass man seiner Arbeit manchmal nachgeht, obwohl es gerade nicht freut. Und da bin ich mir nicht mehr sicher: Wie regelmäßig und in welchem Ausmaß werden bestimmte Tätigkeiten noch erledigt werden? Menschen werden wohl immer das tun worin sie gut sind und was ihnen Freude macht. Aber wird sich das mit dem, was auch erforderlich ist, decken? Ich glaube: Man wird das einfach (Schritt für Schritt) ausprobieren müssen. Und vielleicht wird das ganz automatisch mit der sicherlich weiter fortschreitenden Automatisierung geschehen.

      Bevölkerung, Ökologie, Energie: Wenn jeder auf dieser Welt europäisches oder amerikanisches Verbrauchs- und Wohlstandsniveau erreicht (was jedem herzlich gegönnt sei), dann sollten im Gegenzug alle technischen Entwicklungen, die Energiegewinnung und der Rohstoffabbau möglichst umweltschonend erfolgen. Ja, Wohlstand bremst das Bevölkerungswachstum, weil einerseits Nachkommen nicht mehr zur Altersversorgung notwendig sind und weil andererseits alternative Lebensentwürfe möglich werden.

      Klar: Keiner von uns ist autark, wir werden, zumindest in unserer hochdifferenzierten Gesellschaft, immer auf andere angewiesen sein, ob wir nun für uns als Selbständige oder für andere Arbeiten (und zum Ausgleich etwas dafür erhalten). Das gilt aber gerade auch für das bGE, das uns gerade durch die Existenzsicherung in eine starke Abhängigkeit bringt. Der durchaus interessante „kapitalistische“ (besser vielleicht: liberale) Grundgedanke ist ja, dass sich eigennütziges Verhalten positiv für das Gemeinwohl auswirken soll. Das bGE baut hier auf Freiwilligkeit bzw. auf notwendige Zuverdienste, einen Automatismus nimmt man nicht an. Es ist beinahe eine Herausforderung, ein Experiment hinsichtlich der Natur des Menschen und wie er handeln wird. Ein anderer Aspekt ist auch noch interessant: Arbeit strukturiert und wertet unsere Zeit (Arbeit, Wochenende, Freizeit). Etwas, das ein bGE zunächst einmal abschafft, das aber doch eine Art Motor (Motivation) darstellt. Was wohl an seine Stelle treten wird?

      Altenpflege: Grundsätzlich, ja. Allerdings ist es wichtig eine Betreuungsrichtung in Anspruch nehmen zu können, wenn man selbst außerstande ist eine Pflege zu gewährleisten. Hier sollte von den Betroffenen aus gedacht werden.

      Was mir Probleme bereitet, ist ein Experimentierfeld zu finden, um das bGE einmal auszuprobieren, auch wenn das Geldsystem einmal unangetastet bleibt.

    • @Metepsilonema keine Ursache – ich war eben einige Tage unterwegs und komme erst jetzt dazu, Ihre Gedanken aufzunehmen (Antwort folgt).

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