Wust. Dienstag, 28. Juni 2011

(bedarf eigentlich keines Kommentars, oder? ; )

15:05
An der Wand neben meinem Schreibtisch hängt ein großer Spiegel, der zeigt eine zu allem entschlossene Frau, die momentan noch keine Ahnung hat, was das sein könnte. Paradiesisch, eigentlich. Eigentlich. Mehr eigen als tlich. Ah, Kopf, was tust du mir an?
Ich mach‘ jetzt eine Liste, so. Und die gilt ab morgen.

21:57
Vorhin beim Training.
Ich: „Hör mal, ich finde es nicht gut, wenn wir mein linkes Bein weiterhin das ‚böse Bein‘ nennen. Klar, es hat diesen geschädigten Nerv – aber böse? Das ist die falsche Psychologie.“
Trainerin, ohne zu zögern: „Okay, dann nennen wir es Lisa. Das klingt schwach. Und das rechte nennen wir Dolly, wie Dolly Buster, das klingt nach Kraft. Einverstanden?“
Ich: „Äh….“

12 Gedanken zu „Wust. Dienstag, 28. Juni 2011

    • Eben eben, meins knickt eh gleich ein, wenn man mal nett zu mir ist, da hab ich vorsichtshalber auch immer ein zweites dabei, die Gefahr ist ja latent zumindest immer vorhanden, dass mal jemand nett zu einem sein könnte.

    • Allerdings, das ist sie, und in Ihrem Fall wahrscheinlich sogar ziemlich groß, da müsste doch irgendwann zumindest ein angenehmer Gewöhnungseffekt eingesetzt haben ?! Sollen? Hätte?

    • „Doch nicht mit irgendwas, junge Frau! Käme doch wohl ganz drauf an, ob der Boden mit DD-Lack kunststofflackiert ist, ob er gewachst ist oder geölt, etwa mit Hartöl.“ Und dann immer die Gesichter der Kunden, die alle Öh sagten. – Sorry, das hat mich an meinen Job erinnert, den ich in Hamburg zur Finanzierung meines Künstlerdaseins innehatte. Das waren noch Zeiten, ich wurde drei bis vier Tage die Woche von einem ähnlich denkenden und arbeitenden Kollegen sowie der „Chefetage“ ernstgenommen, das war gut, von den meisten aber immer nur veräppelt wegen meiner ‚Objekte‘ und Ölbilder, der Literatur, die ich las und schrieb und so weiter. So ist das Arbeitsleben. Eines Tages, nachdem der täglich erschallende und immer wieder so lustige Spruch „Da kommt ja Doktor Schiwago“ an mir vorbeischoß, habe ich dann entschieden, nach Berlin zu gehen. Seitdem ist alles bedeutend besser! – Was so ein Holzboden an Gedanken auslösen kann!

    • Da aber Böden nun mal so einsilbig sind (besonders meiner, der ist echt stur), hab ich ihm die von Ihnen geforderte Information grad‘ nicht entlocken können! Was tun? Ablecken? Geruchsprobe? Geduldiger horchen?

      Öh, Doktor Schiwago, jetzt bringen Sie mich aber in die Bredouille…
      (Ziemlich guter Spitzname übrigens, aber ich werd‘ ihn nicht mehr einsetzen, versprochen ; )

    • Sie merken es dann schon, wenn Sie das falsche Mittel anwenden, das ist bei Böden nicht anders als auch sonst im Leben. Daß man es eigentlich sofort sieht, fühlt und riecht, was da drauf bzw. drin ist, hilft Ihnen natürlich auch nicht weiter. Sprechende Böden fände ich übrigens nicht so toll, mir reicht schon, daß die Wände Ohren haben.

    • Na, meine Mittel sind ja für gewöhnlich zart und nur im Notfall ätzend, ebenso werd‘ ich’s dann mal beim Untergrund versuchen.
      Meine Wände dürfen übrigens so viel mithören, wie sie wollen, solange sie dichthalten]

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