x-rated. Samstag, 16. April 2011

(Dauert noch… ; )

19:09
(„… Dann aber morgen!“)
Manchmal frag‘ ich mich ernsthaft, wie das gehen soll, erleben und erschreiben gleichermaßen intensiv hinzukriegen, als Nichtworkaholic. Denn ich brauche auch Müßiggang, so zwischen Tat und Schrift. Früher nannte man das „ruhen“, eine gesellschaftlich anerkannte Tätigkeit, vor allem für die Dame.
Nun, diese Dame hier zieht sich jetzt erstmal wieder in den Salon zurück und lächelt ein bißchen vor sich hin. Ganz ohne Finger und Tastaturen. Der Leib will ruhen? Soll er.

19 Gedanken zu „x-rated. Samstag, 16. April 2011

  1. Während Sie x-raten geschehen die unglaublichsten Dinge. Zum einen sind der jungen Autorin Aléa Torik mal wieder die Ers ausgegangen, und komischerweise geschieht dies immer nur, wenn sie meinen Namen schreibt, in dem ja das ein oder andere Er vorkommt. http://www.aleatorik.eu/2011/04/15/lernen-was-ich-nicht-lernen-wollte/#comment-1978
    Das junge Gemüse eben, denen gehen vor lauter Enthusiasmus die Buchstaben verloren. Apropos Gemüse: Berlins Mitte wird (zum anderen) immer grüner, die Mohrenstraße ist, wie ich eben erfuhr, in Möhrenstraße umbenannt worden, doch ich plädiere für eine sofortige Rückbenennung. Soll man doch den Ku’damm meinethalben in Kü(nast)damm umbenennen, wenn man schon alles grüner haben will! Echt ma! Außerdem sind Karotten unterirdisch rot, oder wenigstens rötlich. Die Politik muß noch viel lernen.

    • Verehrter Kollege Schlinkert, ja, mir ist etwas ziemlich unglaubliches zugestoßen (nein, in mich hineingefahren muss man es nennen) und ich suche bislang noch nach Worten, dieses mein Hineinfährnis der Welt in angemessenen Worten mitzuteilen.
      Was nun Frau Toik anbelangt, ich glaube, die fehlenden Ers sind momentan ihr geringstes Problem, ich fühle da mit- und vor, wird doch auch mein Debütroman, (zumindest mein Erstling in deutscher Sprache) bald erscheinen…
      Zur Möhrenvielfalt Berlins kann ich momentan nicht viel sagen; ich war dort, sogar sehr, und überaus begeistert, insofern sollen sie doch ihre Dämme und Alleen nennen, wie sie wollen. Ein Mohr allerdings, da muss ich Ihnen Recht geben, ist wirklich etwas ganz anderes als eine Möhre, doch was will man erwarten im Zeitalter der Schaumküsse, die früher noch Neger hießen?

  2. Das junge Gemüse, sehr schöne Formulierung!

    Meine Situation war ziemlich angespannt. Jetzt geht’s besser, Man hat mit den Kopf gewaschen. Mehrfach. Buch fertig: das ist ein Prozess des Loslassens. Das wird auch Phyllis und Norbert noch passieren.

    Die Buchstaben. Das R. Mein Gott noch mal. Die Wahrscheinlichkeit, Norbert, dass genau an diesen beiden Stellen deines Namens ein R ist wo es wirklich ist, wo sie sind, und dann auch noch ausgerechnet ein R, also zwei; diese Wahrscheinlichkeit ist ja nur wirklich extrem gering. Dorian zum Bespiel: das ist das R an einer Stelle, die man sofort als die Richtige erkennt. Dein zweites R hingegen ist als wenn es einen noch mal darauf aufmerksam machen wollte, dass da gerade schon eins war. Ich will mir das aber nicht noch mal sagen lassen. Ich habe es schon beim ersten Mal verstanden!

    Aber ich gebe mir Mühe. Ich krieg das hin. Ich bin ja jetzt wieder entspannter.

    Du, Norbert, solltest vielleicht, wenn du demnächst die Captchas auf meiner Seite übers Ohr hauen willst, nicht einfach deinen Namen eingeben, oder das neueste Kapitel deines Romans, sondern wirklich das abtippen, was da steht. Ganz stupide.

    • So wirklich entspannt klingt das alles aber nun wirklich nicht. Und mehr als vier oder fünfmal ganz stupide Ihre Captchas abtippen macht auch keinen Spaß, liebe Aléa. Ich nehm’s nicht persönlich, eher technisch. Doch Mühe geben allein reicht sowieso nicht, da könnte ja jeder kommen, denn eine gewisse Hingabe braucht es schon. Das oder die oder den ´ bei Ihrem É setzte ich ja auch immer ganz hingebungsvoll. Das ist wichtig! [So, und nun geh ich einfach mal auf den Sichern-Button, und flupp: steht’s da!]

    • @Aléa Torik und Norbert W. Schlinkert Entspanntsein ist etwas für Gemüse, ich denke, wir Fleischgeistigen sind es nicht, gelegentlich hat man mal einen lockeren Moment (oh ja, nicht wahr?), aber bestimmt eher selten, wenn’s um die Arbeit geht, schon gar, wenn sie loszulassen ist. Ich jedenfalls würde meinen nächsten Stipendienaufenthalt gerne in so einem Flow-Tank verbringen, Sie wissen schon, einem von diesen Dingern, in denen man im warmen Salzwasser schwebt, Deckel zu, das Ganze schalldicht und völlig dunkel. Loslassen, hab‘ ich mir sagen lassen, sei unter diesen Umständen ganz leicht ..

    • Die Gemüsigkeit des Geistes. Entspanntsein ist etwas absolut Erstrebenswertes, zum Beispiel wenn man einen Hexenschuß hat. Bei so etwas hülfe sicher auch ein Entspannungsbad im Flow-Tank, vorausgesetzt, man kann seine Neugier auf alles Äußere bezähmen und ist sicher, die Luke auch wieder aufzubekommen. Was die Arbeit betrifft, so kann man sicher sein, da nie wieder rauszukommen, eben deswegen hat man sich ja hineinbegeben. Klappe zu, Künstler drin, sozusagen. Man ist inwendig losgelassen, man hat seine lockeren Momente, doch dann bollert man wieder gegen die Wand, auf deren Außenseite die Welt ihr Tänzchen aufführt. Wie kam ich drauf? Ach ja, wegen des Loslassens. Da muß ich dann wohl durch, hoffentlich.

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