16 Gedanken zu „RuheTTag. Sonntag, 13. Februar 2011.

  1. Ich möcht was reinlegen, wenn’s erlaubt ist:
    Eine geheimnisvolle Geschichte,
    umwickelt mit raschelndem Gedankengewebe,
    zusammengehalten von feinen Denkfäden.
    merci!

  2. Erstaunlicherweise war die Truhe nicht verschlossen. Ich nestelte die Klappe von der Sicherungsöse, lauschte noch einemal in den stillen Flur hinaus und hob den Deckel.
    Die erste Stufe schloss rechts genau mit der Kante des Kastens ab. Die hölzerne Treppe war auf jene Art staubig, auf die Dinge staubig werden, die vor langer Zeit vorsorglich vor Staub geschützt wurden, und seither auf ein Ereignis warteten. Die Stufen verloren sich sich weit unten in einem hellen Licht. Dass ich meine Füße über die Ränder des Kastens schwang und sie auf die zweite Treppenstufe stellte, geschah, ohne dass ich mich lange besann. Aus der Tiefe lockte das Licht, die Stufen der Treppe schienen genau für meine Füße gemacht zu sein …

    • Auch in d e r Form, Frau Phyllis, soll er, nachdrücklich in klösterlichen Instituten, vorgekommen sein; ob er da noch immer den Fleiß des Beständigen hat, weiß ich allerdings nicht, wohl aber, daß er stärkere Getränke als jene bevorzugt, die man die geistigen nennt, nur daß er sie zu geistlichen veredelt. Zumal paßt er seine Stufen, wie Schreiben wie atmen hierüber bemerken mußte oder, je nach Perspektive, durfte, den Sohlen derer immer an, die ihn besuchen wollen. Es geht also stets sicher hinab (oder, ebenfalls nach Perspektive, hinauf); und will ihm eine solche Seele als besonders schön vorkommen, liebkost er sie auf ihrem ganzen langen Weg, denn er ist ja ein Mann und insofern – ja, auch er! – dem Augenschein verfallen. In der Tat geht es tief in dieses Kästchen hinab (oder in ihm hinauf; wir steigen ja selbst oft dann in die Tiefe, wenn wir einen Kirchturm besteigen; ob oben, ob unten, ist nur ein Element der Gravitation und keineswegs eines des Himmels); und immer, immer, endet der Weg an einer reich gedeckten Tafel, zu der allein die Seele noch fehlte, dem Braten auch die Sauce zu geben. So sehr Ästhet ist er nämlich dann doch nicht, daß er nicht auch in die Erscheinung einer Allerschönsten seine Vorderzähne schlüge, um das ihm so gefallene Fleisch schließlich zu zerreißen. Darin ist er uns Menschen ganz gleich.

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