TTag, 12. Juli 2010. Kellerassel müsste man sein.

Genau so hatte ich’s mir vorgestellt: seitdem ich zurück bin, ist kein freier Strich und keine außerjobmäßige Textzeile entstanden. Von den wenigen hier auf TT abgesehen. Na gut. Eine Woche ist noch kein Drama. Liebend und lachend war mein Ankommen, mein Gefährte erfand Dutzende neuer Geräusche, die Freunde hatten allesamt dieses Strahlen im Gesicht, das mir immer von neuem sagt, ja, das ist meine Stadt, hier leben fast alle, die mir nah und wichtig sind. Wahlfamilie. Wäre meine Schwester noch hier, es wäre perfekt.
Dennoch, ich vermisse K****. Meine Parallelwelt. Die Freizügigkeit, die mein Denken und Empfinden dort hatte.
Hab’ noch nichts zu berichten heute. Muss und werde mich in ein neues Projekt einarbeiten, das die Stiftung fördert, schon jetzt kleben die Unterarme am Schreibtisch. Egal, das Gehirn surrt einigermaßen zuverlässig. Sehr intensive, bildreiche Träume schickt es mir, als wolle es mich wenigstens nachts in die Regionen entführen, die mir dort auch tagsüber zur Verfügung standen.
Wenn es mir gelingt, mich die nächsten Stunden gut zu konzentrieren, kann ich heute Abend ins Atelier… drücken Sie mir die Daumen, liebe Leser:innen.

11:28
Übrigens – drüben bei Eugene Faust gibt’s Eisberge! : )

15:26

8 Gedanken zu „TTag, 12. Juli 2010. Kellerassel müsste man sein.

  1. Mir ist aufgefallen, liebe Phyllis, dass Sie sich in Ihrem Blog seit gut vier Monaten kaum mehr Lücken erlauben. In den letzten beiden Monaten praktisch gar keine mehr. So angenehm das für Ihre Leser:innen sein mag, so (über?)fordernd muss sich das aber doch für S i e erweisen…?
    (bloß mal so am Rande bemerkt, ich hoffe, meine Bemerkung wirkt nicht “übergriffig”)

    • Stimmt schon, nimmt Zeit, so ein weblog. Aber die vermehrte Arbeit hier inspiriert mich auch, gibt mir ein Gefühl der Kontinuität, und die ist für Freuberufler (ich lass’ den Vertipper mal so stehen!) eigentlich immer angenehm.
      Ich glaube an Überforderung. Zumindest streckenweise: ich wäre nicht die, die ich bin, wenn ich mich nicht reichlich überfordert hätte im Laufe der Jahre. Als Künstlerin und Autorin bleibt mir eh nichts anders übrig. Wenn der Druck nicht wächst, passiert nichts von Belang.

      Nee, übergriffig ist Ihre Frage nicht, sondern verdammt einfühlsam : )

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