TTag, 15. Juni 2010. Anmaßungen.

Guten Morgen, werte Leser. Bei mir ist’s gerade fast zwei Nachts – kann also sein, ich schlafe noch, während Sie jetzt hier vorbei schauen.
Ich muss sagen, L. hat mich ziemlich in Atem gehalten. Diese Frau! Ich weiß nicht, was ich von ihr halten soll. Doch sie braucht mein Wohlwollen nicht, das wird mir immer klarer.
Gut, dass mein Nachbar offenbar ebenfalls eine Nachteule ist: er hat mir die letzten Stunden freundlicherweise arabischen HipHop durch die geöffneten Fenster serviert. (Ich muss allerdings zugeben, dass ich erst jetzt, nachdem ich L.’s letzten Brief eingestellt habe, wirklich darauf aufmerksam werde)

Sie ahnen nicht, wie verlockend mein Bett aussieht gerade.
Unfug. Natürlich ahnen Sie es.
Bis später.

09:41 Uhr
eben überlege ich kurz, wie ich auf ‘Anmaßungen’ im Titel kam. Weil jedes Schreiben eine ist. Schreiben kennt viele An….’s: Aneignung, Anverwandlung, Anreicherung. (‘Augmented reality’ las ich kürzlich, sei der schicke Ausdruck dafür)
Heute werde ich zeichnen. L. braucht einen Ebenenwechsel, um sich neu zu sammeln.

12 Gedanken zu „TTag, 15. Juni 2010. Anmaßungen.

  1. Ich bin auch nich hier. Und “augmented reality” kennen wir schon seid fast altem William Gibson, Virtual Light war das, glaube ich.

    • William Gibson altert nicht, das sollte doch wohl klar sein! An die augmented reality kann ich mich gar nicht erinnern: aber Virtual Light muss ich eh nochmal lesen; irgendwie hat sich’s mit Idoru vermischt…

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