Knieschwangerschaft

Ja, ich weiß, das ist eklig. Und als kluger Einstieg ins frische Jahr gänzlich ungeeignet. Trotzdem, heute Morgen, erwachte ich mit folgendem Traumfetzen: Ich entdeckte einen Kanal in meinem linken Knie, geöffnet und fleischfarben schimmernd. Alarmiert drückte ich an ihm herum und presste ohne Schmerzen zwei larvenähnliche, noch zusammengerollte Wesen heraus, die sogleich übers Parkett kullerten, in die Zimmerecke. Über ihr weiteres Schicksal ist nichts bekannt.
Ich finde das reichlich widerwärtig. Aber Träume erzählen ist ja eh Blödsinn… also Schwamm drüber.

6 Gedanken zu „Knieschwangerschaft

  1. Das Orakel von Doofi würde mutmaßen, dass es sich um Ausgeburten der Demut handelt, die nun Ihre Räumlichkeiten bevölkern. Anweisungen für die nähere Zukunft: nicht das Knie beugen, über dortige Löcher sofort Pflaster drüber, katholische Gotteshäuser und die darin verübten Rituale (hier speziell das Knien) stark meiden.
    Träume erzählen ist nebenbei kein Blödsinn, es ist eine willkommene Aussaat in die fruchtbaren Gärten der überreizten Phantasie von Schreiberlingen.
    HA!

  2. Weil ich mich doch in vieler Hinsicht als anhaengerin Jung’s beschreiben kann, will ich sofort einwerfen, dass Traeume kein Bloedsinn sind. Kann ich Dir deswegen mehr ueber diesen erzaehlen? Nee, leider nicht.

    • @ semioticghosts Natürlich sind Träume k e i n Blödsinn. Erzählen geht auch noch. Kurz fassen aber. Öffentliche Deutungsversuche indes überschreiten für mein Empfinden deutlich die Peinlichkeitsgrenze. Lang her, dass ich die Gralshüter der Traumdeutung gelesen habe – diesen Teil der Bildungslandkarte hab ich nur kurz anschraffiert, um ihn bei Bedarf wiederfinden zu können. Ich halte es da mit schreiben wie atmen – Träume als Fundgruben für Bilder, die man in künstlerische Prozesse einbinden kann.

    • Knieschwangerschaft Ich war heute auch beim Arzt, nichts Schlimmes: ich habe vor wenigen Tagen bemerkt, dass am linken Knie direkt unter der Haut so eine Blase ist, ganz beweglich und absolut ohne Schmerzen. Der Arzt hat dann heute Ultraschall gemacht, es muss sich um „praegnans geniae“, die sehr seltene Knieschwangerschaft handeln (es gibt ja den Ausspruch „fick dich ins Knie“), ob es ein Junge oder Mädchen wird, war noch nicht zu erkennen. Ich weiss jetzt auch noch nicht, ob ich es behalten oder abtreiben soll …

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