Farah Days Tagebuch, 50

Mittwoch, 4. Januer 2017

Und wieder einmal sind es die Weggefährten, nicht die neuen Gesichter, die mich mein Leben spüren lassen. Unsere wettergegerbten Bündnisse.
Wir kamen zusammen, als in allen Blicken noch der Mutwillen stand. Inzwischen mustern wir uns sorgfältiger, tauchen unsere Ruder in die Flüsse, die wir einander geworden sind. Unterschwellig geht es immer um Energie. Wer hat welche, wer nicht? So manches Ruder ist schwer von Algen.

Regen. Über Nacht hat er das Alpenveilchen geplättet, die vollgesogenen Blütenblätter liegen auf ihrem Blattwerk wie pinke Mündchen.

4 Gedanken zu „Farah Days Tagebuch, 50

  1. dicht, … sprachlich dicht und unverbraucht.

    „… Unterschwellig geht es immer um Energie. Wer hat welche, wer nicht? …“ wäre eigentlich nicht mehr notwendig, wo sorgfältiges Mustern und von Algen schwere Ruder ins Feld geführt wurden.

    Neu ist das mit den Alpenveilchen, die kannte ich nur von der Fensterbank, innen.
    Auf ein frohes neues …! 🙂

    • Der Text war ursprünglich um einiges länger, ich hab‘ ihn in der Überarbeitung zusammengestrichen. Doch Sie haben volkommen Recht, auch die von Ihnen genannten Sätze hätten noch weg gekonnt.

      In der Kürze…

      Yalla!

      Lächelnd,
      P.

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