Lionel die Aloe

Lionel ist vor einiger Zeit auf den Balkon ausgewandert. Für alle, die es interessiert: Der Umzug ist ihm und seiner Gefährtin Madame Klee sehr gut bekommen. Charmant auch, dass sich in Lionels schlupfigen Spalten immer Sonnenblumenkerne sammeln, die mir aus den Händen gleiten, wenn ich das Vogelhäuschen befülle. Da diese Spalten feucht sind, erwarte ich demnächst das Keimen weiterer Bewohner in der Blumentopf-WG.

Jaja, ich weiß, Lionel ist komplett unwichtig. Für mich aber nicht. Bin gerade aus einem Workshop für interkulturelle Kompetenz herausgewankt, randvoll mit Eindrücken und Stimmen, bin heimgeradelt und auf den Balkon getreten.
Während ich weg war, hat meine Kleinstnatur das gemacht, was sie immer macht, ob ich nun zusehe oder nicht: Sie ist gewachsen. Der Reiherschnabel (heißt wirklich so, die Pflanze) hat ein paar Blüten vorbereitet, die Kapuzinerkresse hat mehrere grüne Ärmchen in den Wind gehängt und so weiter.
Alles prima.

Habe heute über „sichere“ und „riskante“ interkulturelle Kommunikation referiert. Darüber will ich auch noch schreiben. Aber jetzt nehme ich mir erst einmal ein Buch und einen Schluck Talisker und schaue Lionel beim Nichtstun zu.

Wünsche allerseits einen schönen Abend in guter Gesellschaft. Morgen ist auch noch ein Tag, hat meine Oma immer gesagt. Ihre bestimmt auch.

Herzlich!
TT

4 Gedanken zu „Lionel die Aloe

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