Farah Days Tagebuch, 40

Mittwoch, 4. Mai 2016

Hey Zucker, wo

bist Du?
Die heißen Messages kommen längst nicht mehr von Dir.

Im Haus nimmt eben jemand ein Bad. Rohre gluckern. Draußen die Kogge, dazu Elstern und ein ganzer Wurf jüngst belichteter Meisen. Blaue. Hängen kopfüber am Bällchen.
Kleine Wahrnehmungen sind Tranquilizer.
Weißt Du ja.
Und dazu der Gemüsesbrei morgens! Macht aber friedliche Schleimhäute & gequirlte Scheiße. Was für ein Kuscheln Kuschen seit Wochen und Monaten! Nur Decken und Kissen.

Du polsterst dir das Fallen aus, schimpft Farah, doch wie lang, glaubst du, dauert wohl so ein Absturz? Du bist längst unten. Nur dein Hoovercraftgehirn hält dich drei Zentimeter überm Boden.

(—- „Hoovercraft“? Echt jetzt?!?
Aber sie sagt, wie’s ist.)

Und wenn ich Phantome besuchen will, geh’ ich in die Bibliothek, long live the Schutzumschlag. Ich werd’ eine von diesen Schienenleitern brauchen, um an Dich ranzukommen.
Rate mal, wie oft das passieren wird.
(…)
Aber vielleicht schicke ich eine Vertretung.
Don’t kill the messenger.

Alles hat seine Zeit, doch nur manches hat unsere.
Wir können keine Böden mehr, geschweige denn doppelte, lassen nichts mehr anbrennen — also lassen wir’s gut sein.
Lassen wir’s gut sein.

In Liebe, Dein
Karamell

(((„Farah, wie hab’ ich dich vermisst!“)))
(((„Ich bin doch da. Immer.“)))

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