Lionel

„Du hast vier Tage frei? Dann zeichne!“ sagte LeBlanc vorhin am Telefon. Und ich dachte insgeheim, ja, verdammt, gib wenigstens mir einen Tritt, wenn Du es gerade für Deine eigene künstlerische Arbeit nicht hinbekommst.
Also wird heute gezeichnet. Und morgen. Und übermorgen.
Um die vermaledeiten Listen und Pflichten aus dem Kopf zu bekommen, braucht es manchmal eine vertraute Stimme, die sagt: „Mach endlich. Hol‘ dich zurück.“

Also.

Ein guter Tag könnte damit anfangen, seiner Aloe einen Namen zu geben. Das scheint zwar komplett kindisch und absurd, ist aber die erste komplett kindische und absurde Handlung seit Wochen, vielleicht sogar Monaten.
Genau so etwas brauche ich. Um zeichnen zu können. Frei schreiben zu können. Ich muss mir frei geben von der Zielstrebigkeit. Vom Verantwortungsbewusstsein, vom Mitgefühl, von der politischen Weltlage, Flüchtlingen und Terroristen.
Muss alles erst einmal weg.
Anfangen!

15 Gedanken zu „Lionel

  1. Heute morgen hab‘ ich auch erst einmal ein wenig rumgesponnen und kam von der Philosophie geradewegs auf den Maulwurf. Ein prima Tagesbeginn! Meine Unsere (Dr.) besten Grüße an Lionel und zeichnen Sie was Schönes! Oder was anderes!

    • deshalb liebe ich dich umso mehr, du weisst, dass ich nur deinen gesichtsausdruck als malerin vor vielleicht zwanzig jahren ( die malerin phy ) liebte, als wesensabdruck, als wesensschau , okey für mich : das ist die, die sich mir nie beugen wird, eine echte entity.
      nicht den ganzen masken zinnober und die faraday luxxus karosse
      ist doch egal – es war mir ein wirklich schönes pic, was sich hervorragend mit ladybird darstellenkonnte.
      ich muss ein wenig weiterreden, aber zeitmängelei gebiert mir hier ein wenig süffizanz und genauigkeit an dieser stelle des tailent

    • alfi hatte recht : wir hätten ihn zusammen in südcorea besuchen sollen :
      er ahnte weder :
      a. dass ich echt nicht nur geisteskrank bin
      b. dass ich ne ziemlich andere musik vorhatte
      c. dass & und so weiter.
      ( er ahnte soweit so gut wie nix, aber er machte musik mit : chris cutler )

    • du in deiner hilflosigkeit zeichnerischer könnerei, nein menschlicher, nein, phy, ich kann dir deine sehnsucht nach grösse nicht nehmen, nicht abnehmen, sie scheint elementar verhärtet, ich als suchender, als erkenntnissuchender, als haltloser kann dir nichts anderes sagen als : den halt findest du vielleicht im wissen von/über haltlosigkeit, im suchen.

      ( bin ja eigentlich lobster, suche niemals mehr nach adäquaten nicks & und wie gewohnt, sturzbetrunken )

    • phy – meine freundin, wir sind stets unverstanden in unserer einsamkeit der imaginität, der unfreundlichkeit der uniqueness, der rolle.
      eie rollenhaftigkeit, die uns zu alles anderem machen kann als zu musikerinnen.
      das ist fakt.
      das könnte eine strittige entität zu alfred ( harth ) gewesen sein.
      weiss nicht ob sich alfred auf sone echt dekonstruktiv- sich gerieren könnende entität der hypoform eingelassen haben hätte können unter prämissen einer kriteriensuche, phy.
      da sind nur alleinegelassene künstlerinnen, die ihre id-werte okkupieren, sone id – ip – fellatiotypes, die echt den anspruch erheben wollen, wirklich weiblich zu sein.

      kleine geister mit einem erheblich genauen und wichtigen geanauigkeitsmerkmal der onomatopoiese, womöglich,

    • also wenn es nach mir geht dann bist du echt „federführend“ phy wie meine kleine g. ( die kann das )
      wir müssen uns selbstzerstören können, sonst können wir nicht sein ( nietzsche, die geburt der tragödie )
      unser untergang ist sozusagen immer selbstinszeniert und selbstvollzogen.
      da wird niemals aus dem uns ein wir.

      *lacht herzlich, lobster

    • wir ( wer ? ) müssen uns (?) ja nicht ganz zerstören, wir … zerstören halt als erklärte gegner von ignoranz unsere ( ? ) eigene ignoranz ( sowie möglich ).
      ( : was ohne andere menschen kaum vorstellbar ist – wir verachten nicht menschen sondern gedanken oder so )

      und ausserdem wollte ich deine zeichnerische kompetenz niemals ausser frage gestellt haben ( sie ist doch – für mich zumindest – offensichtlich )

      kissin yer feet ( i have to take a bow ? )
      anyway.

    • sorry – wahrschein lich > infrage gestellthaben als „ausser frage“ ähm.
      also niemals angezweifelt / in abrede gest. usw

      sorry

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