Zwischen durch

Ab Mitte des Monats habe ich zweieinhalb Wochen frei. Na ja, fast frei, die Redaktion für die Website meiner Stiftung läuft weiter, doch die ist überschaubar. Kurse jedenfalls werde ich dann keine halten. Ich will die Zeit nutzen, um mir zu überlegen, wie viel Geld ich tatsächlich brauche – ich möchte weniger Lohnarbeit machen, eigentlich, wieder mehr künstlerisch arbeiten. Ausstellungen vorbereiten. Zudem hab‘ ich hab‘ drei angefangene Bücher, die Manuskripte liegen seit geraumer Zeit einfach nur in ihren Kladden herum.
Derweil funktioniere ich in meinen pädagogischen Arbeitszusammenhängen wie am Schnürchen. Was gut ist, doch auf die Dauer reicht mir das nicht. Mag sein, ich bin langsamer geworden im Laufe der letzten Monate oder Jahre, krieg‘ nicht mehr alles bewegt, was in mir ist. Wie ein Organismus, der nur die äußeren Extremitäten in Gang hält, während die inneren im standby sind. Möglicherweise verliere ich auch viel Zeit durch Grübeln (?) Das Seltsame am Grübeln ist ja, dass man sich dessen kaum bewusst ist, es macht nur diese merkwürdigen Zeitlöcher.
Ich nehme an, Sie kennen das alle, geschätzte Leser:innen…
Aber wie nimmt man sich Zeit, wenn rings um einen alle auf irgendetwas warten, wenn man in Produktionsabläufe eingebunden ist? Wie zieht man sich ins Zwischen durch?

4 Gedanken zu „Zwischen durch

  1. kiffen, trinken alkohol, machen sex, einen tag ausgiebigst, dann wochen offen, lesen öffnende philospie, abstrakt vermutlich, checkin zhat aut.

    • Halten sie sich mal ’ne zeitlang von dem Weissen fern, dem Polier.
      ( der ständig ne Sonderklasse polieren will, sone Alles-in-allem-philosophie )
      Etwas, was Details steil überragt, als Detail.

      Oder so

    • Ich reagiere auf Körper. Auf Licht und Schatten. Auf Befehle nur, wenn ich lüstern bin, auf Ratschläge nur exklusive der Schläge. Auf Abstraktion eher selten und auf Philosophie noch seltener. Ich reagiere auf Geschichten: wahre und erfundene. Auf dumme Jungs grundsätzlich. Klar. Auf die intelligenten zu reagieren ist ja kein Kunststück.
      Kiffen lässt mich kalt, Ausgiebigkeit nicht: Ich mag Ausgiebigkeit. Solange es das Wort noch gibt. Wahrscheinlich nicht mehr lange. Ich reagiere auf angelegentliche Fragen.

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