13 Gedanken zu „Interne Sturmwarnung

  1. Sehr feinsinnig, der Humor Ihrer Installationen, Madame, Chapeau!
    Man ist versucht zu glauben, dass die Figur unter dem Schafspelz sich nicht an die Gepflogenheit der happy hour gehalten haben könnte…

    (sind das ganze Klemmbretter an der Wand hinter Ihnen, oder nur die Klammern? Tolle Organisationsidee – ist hiermit offiziell heimlich geklaut)

    *Gong*
    18:00

    • Eben entdeckt: jemand hängt wie tot überm Gartenzaun, sich in retrograder Peristaltik übend?
      (mir ist auch schon ganz schwummerig)

      Die Kapitänin, übrigens, hält das Navigationsbesteck – hab’s eben mit einer Wasserwaage ausgemessen – freihändig perfekt waagerecht. Da fällt mir noch ein, genau: Auf der Brücke wird der Plural von Glas zu Glasen.

    • Liebe Phyllis, ich würde gerne noch weitere, ernsthafte Überlegungen zu Ihrer Installation anstellen. Zuvor will ich aber danach fragen, wieviel mentale Vorbereitungszeit, über den feuchten Daumen gepeilt, dieses Werk in Anspruch nahm – sofern’s keinen künstlerischen Geheimnisbruch erforderlich machte.

    • Lieber Textflüsterer, zuviel der Ehre: Das ist keine Installation, sondern ein Schnappschuss mit Whiskey-Geschenk. Mentale Vorbereitungszeit null Minuten, dazu noch einmal eine Minute, um die Pulle ins Bild zu rücken.
      Falls Sie trotz dieser Information ernsthafte Überlegungen zu diesem Bild anstellen, wären Ihre dazu formulieren Zeilen sicher das künstlerisch Wertvollste daran…. und umso neugieriger wär‘ ich natürlich, weil schöne Idee: dass aus einem spontanen Bildfang ein Wortgeflecht herauswächst.

    • Keine Werkbeweihräucherung habe ich vor. Ich möchte mich auf die Objektbeziehungen einlassen und deren potenzielle Bedeutungsmechanik untersuchen.

      Als Künstlerin haben Sie natürlich einen schweren Stand: Schnappschüsse wollen deshalb nicht als solche durchgehen, gerade w e i l sie wie unbeschwerte Schnappschüsse wirken. Das liegt in den vorhandenen und verknüpfbaren Details begründet.

    • Dass Sie mir Absichtslosigkeit nicht durchgehen lassen wollen, ist nachvollziehbar: denn natürlich ist auch mit einem zufällig wirkenden Bild eine Absicht verknüpft, zumindest bei mir – und wo Absicht ist, ist auch Bedeutungsmechanik. Ein ganz leises Surren, sozusagen.
      Flüsterer, stelle ich mir vor, haben gute Ohren.
      *lächelt*

    • Auf den ersten Blick war gemeint mit dem ins Selbst erklärenden „durchgehen wollen“. An Ihrer offenbarten Absichtslosigkeit zu zweifeln, hätte ich keinen plausiblen Grund. Von den eigenen [unbewussten] Annahmen Abstand zu gewinnen, ist mir Anliegen. Um dadurch das „ICH“ loszuwerden, das sich hinderlich der unvoreingenommenen Betrachtung in den Weg stellen will.

      Flüsterer haben gute Ohren, ja. Das treibt sie bisweilen in die Verzweiflung. Wenn sie den Flügelschlag eines Schmetterlings wahrnehmen.

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