Der Grimm

Manchmal, besonders am ersten Tag, geht’s auch einfach mal schief mit dem kreativen Schreiben.
Bei diesem jungen Mann wünschte ich mir heute, ich hätte ihn zwei, drei Jahre früher kennen gelernt: vielleicht wäre seine Wut noch als Energie nutzbar gewesen.
Vielleicht. Heute jedenfalls ging sie nach innen… mehr als diesen Satz brachte er in den ersten Stunden nicht zu Papier.
Gegen Ende schrieb er dann doch noch. Dazu musste ich allerdings heftige Magie einsetzen.
Macht müde. Kann gar nichts mehr erzählen jetzt.

5 Gedanken zu „Der Grimm

  1. Och, das ist nur eine tiefsitzende Kränkung, die sich da zeigt, weil da einer sich nicht gebraucht fühlt und dauernd gedrängt und beschimpft wird, doch endlich richtig zu funktionieren. Wir aus den geburtenstarken (West-)Jahrgängen kennen das*, und schließlich ist aus uns ja auch nichts geworden!

    *“Wo kriegen wir Dich noch unter?“ – tausendmal gehört – in der Schule gab es zeitweise nicht mal genug Stühle für alle Schüler und zu kleine Klassenräume und zu wenig Lehrer und so weiter und so weiter. Sichüberflüssigfühlen funktionierte jedenfalls dadurch prima.

    • Ich hab mir schon als Kind gesagt, dass da was nicht stimmen kann, wenn angeblich alle wissen, dass sie mal sterben werden – man hat mir versichert, dass das bekannt sei -, und dann der Sinn des Ganzen aber darin bestehen soll, „was zu werden“ … Das passte für mich nicht zusammen und tut es bis heute nicht. Ich fragte mich immer, wie die Menschen sich so irren können, das müssten die doch merken …

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