Wortschatz

Von allen Worten, die Madame aus den Kommentaren zu diesem Finale gelernt hat, nimmt sie eines mit:

Jubelberg.

Wie sich die Spieler aufeinandertürmen. In dieser Vokabel steckt kein Sieg, kein Meister, kein Blut und auch sonst nichts unheimlichdeutsches drin, sondern einfach nur Freude.

(Und was machen wir als nächstes?)

9 Gedanken zu „Wortschatz

    • Das weiß ich zu schätzen: vor allem, weil ich heute Morgen drüben bei Ihnen Überlegungen las, die mit Jubel nicht das geringste zu tun haben. Denke immer noch darüber nach.

    • Sie schätzen mich richtig ein, Madame. Aber wenn es abgebrüht klingt, hatte ich nicht richtig formuliert. Ich verstehe intellektuelles Unbehagen an der Sprache, mit der hierzulande sportliche Großereignisse medial bedacht werden, durchaus. Sollte aber das einzige, was vom Gebaren gegenseitigen Abschlachtens in zwei Weltkriegen hierzulande übrig blieb, die Sprache sein, so bin ich’s schon SEHR zu frieden. (Hätten die damals mal gegeneinander gekickt, statt sich niederzumetzeln)

  1. Was ist auch Schlimmes an … … an Weltmeister? Fußball-Weltmeister. In einer Mannschafts-Sportart. Einer bei uns sehr beliebten.
    Da pault nicht jedes Mal ein Celan durch Kappes und Salat, nein, macht er ja auch nicht bei grüner Berliner Weiße mit Waldmeister.
    Unheimlich deutsch? Vielleicht das Nörgeln der Welt-Champignons aus ihrem Betroffenheits-Keller.

    Nein, da muss nicht gewarnt werden, nein, wenn unsere Multi-Kulti-Mannschaft, die seit Jahren trainiert und rackert, einmal
    das nötige Quentchen Glück hatte, das letztendlich dazugehört. Das ganze Bohei deutscher Couchpotatoes, obs nun glückselig, national oder
    sonstwie gesinnungskrampfend daherkommt, hat letztendlich mit solchen Anstrengungen herzlich wenig zu tun und ist wenig mehr als eine Bug (Presse?) oder Heckwelle, aufgestrudelt und sich verlaufend.

    Realsatire: „Jehova!“ rufen in front of the bearded crowd: Weltmeister! Weltmeister! Weltmeister!

    :)!

    • Nee nee @:Ludwig, s o leicht isses nun auch wieder nicht. Unsere gut bezahlten Multi-Kulti-Jungs hatte ich eh nicht im Visier, die sollen sich, mit An-hang- und hängen, so dolle freuen, wie sie nur können, Jubelberg und allles. Doch ein Unbehagen angesichts schröcklicher Worte ist noch lang kein Sesselfurzer-Krampf und einer, der auf die Nase bekommt, ist auch kein Erlöser. Finde ich. Und ich kann nix dafür, dass mir der Begriff Nationalstolz nun mal keine Brücke baut ins gelobte Land, in dem alle mal so richtig solidarisch sind, weil einfach mal ein paar Wochen lang klar ist, wo die Tore stehen.
      Nee, Fussball irritiert mich nicht im geringsten. Nur die Verve, mit der ungeschlachte Wörter ins Spiel gebracht werden dabei.

      Gell.

      Grüße!

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