Die Sprache der Anderen, 55

“Jener Trieb zur Metapherbildung, jener Fundamentaltrieb des Menschen, den man keinen Augenblick wegrechnen kann, weil man damit den Menschen selbst wegrechnen würde, ist dadurch, daß aus seinen verflüchtigten Erzeugnissen, den Begriffen, eine reguläre und starre neue Welt als eine Zwingburg für ihn gebaut wird, in Wahrheit nicht bezwungen und kaum gebändigt.”
Friedrich Nietzsche, aus: Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne

Manchen rauschen die Fundamentaltriebe ja so laut in den Ohren, dass sie selbst die Metaphernbildung überhören. Aber das ist ein anderes Kapitel.
Guten Morgen!

Vergnügt, wenngleich wortkarg, Ihre
Madame TT

2 Gedanken zu „Die Sprache der Anderen, 55

  1. es ist wohl immer so, als rege sich der mensch nur als wolke, um sich zu verdunkeln und sich herabzuregnen als ein selbermensch und dann seiner selbst entwölkt als sonne am nächsten tage schon wieder “guten morgen!” zu sagen als platzregen oder sozusagen -mensch.

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