Vergleiche

Wie nie sich daran zu gewöhnen,
wie nie aus der Sprache zu schlagen
oder der Art
wie nie zu denken, dass nun alles vorbeisei
oder anfinge
Manchmal malmt das Vergleichenwolln
ohne Nix zu gebärn; nur weil es so laut ist hier drinnen weiß ich überhaupt
vom Überhaupt

Wie sich unterhalb der Ortungsgrenze abspielen zu wolln
wo kein Sonar mehr hinkommt
(an Solar nicht mal zu denken)
Wie alle Vergleiche ihr lebenlang hinken, die Ärmsten:
wie zweieiige Zwillinge
in der Pause auf dem Schulhof hoffen sie, dass sie nie wieder reinmüssen zu mir
hau doch ab, schrein sie,
hau uns ab, sei unvergleichlich du Weichei

Wie sich nie daran gewöhnen zu können
wie Sprache gewinnen um Sprache ringen
(*autsch*)
Ohne andere kannst du nicht wachsen, mahnen die Spinner
aber: nie bekämt ihr meine Kuh vom Eis
mit eurem Leitfaden
wenn die nur einmal den Kopf hochwirft, reißt er

Mein Ruf verhallt wie eine Glocke in Aspik
die Kuh käut friedlich weiter
aber es taut ja noch nicht

13 Gedanken zu „Vergleiche

  1. Vordergründig spricht der Text von Vergleichen.
    Vergleiche sind ohne angelegte Maßstäbe
    (Kategorien, Geschmäcker, whatever)
    undenkbar.

    Hintergründig
    lauern im Text Fragen nach eben jenen Maßstäben.
    Sind sie hilfreich oder behindern sie?
    Sind sie gar überflüssig?

    Ohne andere kannst du nicht wachsen, mahnen die Spinner[…]”
    Sagt der Text.
    “Stimmt nicht”
    Widersetzt sich ein Antwortkommentar.
    (weshalb ‘Spinner’, frage ich)

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