Alive and tipping

Madame TT zurück am Schreibtisch. Jetzt muss sie nur noch rauskriegen, wie sich aus der inzwischen hier eingegangenen workload ein workflow zaubern lässt.
Montag.
To-do-Liste.
(Unvermittelt kommt mir das Bild galloppierender Pferde (eines davon ist in Wirklichkeit etwas ganz anderes) in den Sinn, die zu siebt auf einen Heuschober zustürmen. Ich kann den Schweiß auf ihren Flanken riechen, weiß, was sie vorhaben, weiß sogar, dass der Heuschober eine Schleuse in eine andere Welt ist, die völlig…


Au wei.
Ganz eindeutig noch Nachwirkungen des Kreativseminars vom Wochenende… ; )

9 Gedanken zu „Alive and tipping

  1. Tja, es gibt ja Bereiche im Berufsleben, da wurde das, was früher „Geschäftsgang“ hießt, kurzerhand zum „workflow“ aufgepeppt. Am Ende des Tages stellt man dann fest, dass die Arbeit immer noch die gleiche geblieben ist…

  2. Mit dem üblichen Phantasiegedöns kommt man keinen Schritt weiter, das ist der reinste Kitsch, während echte Pferde so einen Scheiß nie machen würden, weil sie freiwillig nämlich nie auf etwas zu, sondern immer von etwas weg laufen. Fragt sich natürlich, was das Andere inmitten der Pferde ist – ich tippe mal auf den Hausmeister oder sonst eine mythologisch-mystische Person, die dann in der anderen Welt zu einer Prinzessin wird. Krass!

    • Norbert, im Ernst, Sie haben ja so recht, was die Pferde angeht, und den Kitsch. Gut, dass wir uns in unseren Schreibkammern immer so krass effektiv gegen die Stimme der Vernunft verrammeln!

    • mir bleibt die vernunft im halse stecken
      kommt nur das loslassen noch in frage
      ein zeitgeist ohne draht
      ein draht ohne kommunikation
      fassaden nur fassaden
      von wegen hand in hand

    • @Norbert Schlinkert Aber sie flüchten doch! Sehen Sie nicht die Treiber mit den Fackeln, wie sie die Pferde eingekreist haben und auf den Heuschober in der Mitte zutreiben? Infam, diese Jagd. Wie gut, dass dieses Nichtpferdwesen unter ihnen ist, das kennt den Durchgang, die Tür hinaus, die Rettung vor dem, was unausweichlich scheint. Natürlich flüchten sie, aber jede Flucht vor etwas ist unweigerlich eine Flucht auf etwas zu, wenn auch unbeabsichtigt. Manchmal prallt man gegen eine Wand, manchmal tut sich diese aber auch unerwartet auf.

    • Wenn man denn die Geschichte ausführlicher erzählt, dann flüchten sie, in der Tat. Ich hätte allerdings lieber keine Geschichte und daß die Pferde in aller Ruhe unbehelligt ihre Zeit genießen. Das Nichtpferd kann natürlich fliehen und gegen Wände laufen oder in tiefe Löcher fallen, die bis China reichen, das ist mir piepe. Man lasse nur, und das ist dann ein Bild und keine Geschichte, die Pferde in Ruhe!

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