Lost in transition

Der Beitrag, an dem ich seit einer Stunde geschrieben hatte, ist eben ins Nirvana gerutscht – weiß der Henker, wie das passieren konnte, aber nu’ isser weg. Grober Fehler, hier immer direkt ins Fenster zu tippen, hundertmal haben mir Freunde schon gesagt, ich solle meine Texte im Word anlegen und dann hier hinein kopieren, hundertmal hab’ ich’s ignoriert. Ich sichere auch nichts. Wenn twoday irgendwann die Grätsche machen sollte, ist alles weg. Aber ich bin ja von der Idee des Verschwindens ebenso fasziniert wie andere von der Vorstellung, ihre Spuren in der Menschheitsgeschichte zu hinterlassen. Wahrscheinlich ‘ne Egoschwäche, suchen Sie sich einfach aus, wessen.
Anyway. Sitze ab nachmittags wieder hier am Schreibtisch – schauen Sie doch einfach später noch mal vorbei zum gemeinsamen Nichtverschwinden ; )

Herzlich,

18 Gedanken zu „Lost in transition

  1. Auf 2day verschwinden schon mal komplette Blogs, insofern ist Ihre Befürchtung einerseits nicht gänzlich unberechtigt. (siehe brandaktuell da: http://help.twoday.net/stories/465679686/)
    Andererseits wird Ihr Blog Daumen mal Pi im Quartalsabstand archiviert (siehe dort: http://literatur-im-netz.dla-marbach.de/zdb2555415-3.html). Vielleicht wollen Sie aber sicherheitshalber mal nachfragen, weshalb Marbach seit Jänner dieses Jahres keinen weiteren Blogabzug angefertigt hat – könnte durchaus an 2day liegen!
    Außerdem weiß ich aus zuverlässiger Quelle, dass Ihre Blogeinträge mitsamt den Kommentaren regelmäßig in reiner Textform gesichert werden.
    (nicht so einfach, die Sache mit dem Verschwinden, wie Sie sehen! ; )

  2. Es reichte schon, den jeweils aktuellen Zustand des Textes immer wieder in den Zwischenspeicher Ihres Rechners zu kloppen, also markieren und dann cmd / c. Ich mach das sogar bei meinen Kommentaren so, denn eine winzige Internetunterbrechung reicht dem Text schon, um ins Nirwana einzugehen – unwillkürlicher Textsuizid sozusagen. Da hilft dann auch kein Orpheus mehr, mal ganz abgesehen davon, daß der Kerl es sowieso versaubeuteln würde.

    • @Norbert zum unwillkürlichen Textsuizid Ich werde ja dieses Jahr noch ein “Beste Texte” – Manuskript zusammenstellen, plus Zeichnungen … vielleicht kann ich mir im ZUge dessen ein wenig mehr Disziplin in Sachen Sicherungskopien antrainieren. Falls ja, mach’ ich auch gleich ein “Einmal geübt, schon gekonnt” – Foto draus : )

    • Ein bißchen Schwund ist immer – das ist einer der Sprüche, die ich in der Lehre immer hörte (neben: “schief ist englisch, und englisch ist modern” & “Säge und Schwanz benutzt man ganz”). Wenn also ein paar Texte weg sind, erhöht das nur das Interesse am Vorhandenen, wie man das am Beispiel vieler Denker- und Dichter:innen sehen kann. Ich selbst hatte ja auch schon mal die Idee, aus meinen über 400 Blogbeiträgen das Beste an Text und Bild rauszusuchen und drucken zu lassen, aber ich fürchte, das macht in meinem Fall kein Verleger mit, nicht mal wenn ich 99% meiner Texte in den Orkus schmeiße.

    • “Einem geschenkten Barsch guckt man nicht hinter die Kiemen” gibt’s auch noch. Wußten Sie, daß es Schwund in Stufen gibt, den Schwundstufen? Das finde ich toll, da kann man vom dem, was vergeht, sicher runtersteigen. Sicher eine EU-Richtlinie, das mit den Stufen.

  3. Bei twoday, liebe Phyllis, kann mittlerweile alles passieren, solange es nur negativ ist. 😉 Ich sichere meine Texte doppelt (mit viel Glück und Zustimmung meiner Verlegerin gar dreifach). 😉 Allerdings ist mein Blog in dieser Hinsicht ja speziell, da es nur Ergebnisse widerspiegelt, nicht aber dem Spontanen, der Tagesbeobachtung gewidmet ist. Die Kombination PC, Blog und Cloud scheint mir in meinem Fall unerlässlich. Ich trage mich allerdings ernsthaft mit dem Gedanken, twoday zu verlassen … LG tinius

    • Lieber Tinius, schon komisch, wie sehr man an seiner Plattform hängt und ich an meiner … viele der Blogs, die ich regelmäßig lese, sind ebenfalls bei twoday …
      … können wir nicht alle gleichzeitig umziehen, damit’s nicht so hart wird? Tät’ auch ein Zeichen in Richtung twoday setzen, vielleicht…?
      LG Phyllis

    • Bislang ging ich aus denselben Gründen nicht wie Sie. Aber etliche Blogs sind auch schon fort. Wenn ich gehe, soll es eigener Webspace sein, wordpress-basiert. Noch scheue ich den Aufwand und meine unterentwickelten Kenntnisse, aber twoday setzt alles daran, mich zu vertreiben. Was hier abläuft, ist nicht nur unprofessionell, sondern schlicht eine Frechheit. LG tinius

    • Ich verfolge die twoday Krisen – beziehungsweise das Fehlen von konstruktiver Aktivität – nur ganz selten, muss ich gestehen. Bei mir auf TT hab’ ich, von kleineren Störungen abgesegen, noch nie wirklich Probleme gehabt … vielleicht bin ich deshalb so zögerlich. Ein Freund, seines Zeichens Programmierzauberer, mahnt allerdings schon seit ein, zwei Jahren, auf twoday sei kein Verlass mehr, es sei instabil, die Betreiber demotiviert. Auch er rät zum Umzug.
      Hm.

    • ein lächelndes “de rien” soll ich Ihnen von der Quelle übermitteln (was immer das bedeuten mag, ich kann leider kein Spanisch)
      anyway (das ist Englisch, glaub’ ich, kann ich aber auch nicht – mannomann, war das eine aufregende Nacht heute im Brotkisterl bei den lustigen Scherzerln! 🙂
      Was 2tag angeht, habe ich von eben jener Quelle vor einiger Zeit einen erhellenden Link erhalten. Darinnen sind Zeitungsberichte verlinkt, welche Tinius’ Sichtweise durchaus kräftig unterstreichen. Ich bin so frei und tu’ mal so, als wär’s wichtig: hier also der Link http://neonwilderness.twoday.net/stories/444866693/#444866773

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