The milk experiment

Semioticghosts erzählte gestern, während ihrer Doktorantenzeit habe da ein großer Kühlschrank gestanden in der Fakultätsküche, oder wie auch immer sie das nennen, die Engländer drüben auf ihrer zugigen Insel, jedenfalls, in diesem Kühlschrank befanden sich, was niemanden überraschen wird, neben zahlreichen Lebensmitteln auch die Milchtüten für den Tee.
Nun gab es solche, die immer Milch mitbrachten und andere, die es nie taten. (Auch das wird hierzulande ganz ähnlich gehandhabt)
Meine Schwester war der Sache irgendwann überdrüssig. Sie nahm einen Edding (Eddings sind beliebt in der Familie) und schrieb „Milk experiment“ auf ihre Milchtüte. Doch damit nicht genug; sie fügte der Milch auch jedes Mal ein paar Stäubchen blaue Lebensmittelfarbe hinzu und schüttelte das Ganze gut durch.
Nun sind Psychologinnen ja intelligente Leute, zumindest, solange sie noch nicht von Clienten verdorben sind. Aber seitdem die Milch ein Experiment und blau war, ging keine der Doktorantinnen mehr an Semioticghosts Tüte. Never ever. Alle wussten, es war ein Trick. Andererseits, erzählt meine Schwester, waren Experimente aller Art durchaus Usus unter den Jungpsychologen, also, ganz sicher sein konnte man sich nicht, ob die blaue Milch nicht vielleicht doch –

Schönen Tag, allerseits! Und machen Sie mal wieder ein Experiment!

Lachend, Ihre
Madame TT

32 Gedanken zu „The milk experiment

  1. Es heißt Doktorandenzeit, mit d! Ein beliebter Fehler, selbst an der Uni! Was die Experimente angeht, so ist einerseits das ganze Leben eins, klar, während andererseits jeder, der in einer WG überleben will, das draufhaben muß, schon allein der Gewaltverhinderung wegen. (Bei „Gewalt“ ist das t schlüssig!)
    Auf’s Land. Ja!!! Muß aber ans Meer grenzen!

  2. Hmmm – was hätte Semioticghosts wohl gedacht, wäre eines Tages leicht grünstichige Milch aus der Tüte geplätschert? Die Engländer sind soooo unkreativ, du meine Güte… *hrhr*
    (liebe Grüße!)

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