Seitenwechsel

Noch eine Woche, dann gehen die Workshops und Seminare wieder los. Ich bin noch nicht soweit, wieder der Fels in der Brandung der Anderen zu sein, bin noch ganz silbrig, genieße das Wegflippen. So viele Ideen die letzten Wochen! Auch die Zutraulichkeit behielte ich gern bei: aus dem Gestus heraus schreiben, zeichnen, veröffentlichen. Nur materialisiert sich gerade bereits wieder ein Wort über meiner Tastatur, sehr säuberlich, sehr gediegen, es heißt: PLAUSIBEL.
Liest sich verspielter, als es ist, nicht wahr?
PLAUSIBEL. Vielleicht schneide ich es aus und mache ein Mobile draus, um ihm den Ernst zu nehmen.
Ich scheue davor zurück, wieder in die Vermittlerinnenrolle zu schlüpfen, jene, die zu mir in den Raum kommen, in die Brandung zu schicken. Schreiben – das Schreiben, für das ich stehe – ist kein Karaoke: Es gelingt nur, wenn meine Leute sich trauen, den Felsen zu verlassen. Auch mich zu verlassen. Aber wenn sie auftauchen, bin ich da; dann schieben wir gemeinsam den Text in die Röhre. Kernspin statt Karaoke. Genau hinsehen, was i s t. „Ich bin“ statt „ich sollte“.
Ah, das Wegflippen wird schwieriger werden in nächster Zeit. Aber ich hab‘ da so ein-, zwei Ideen, wie ich der Plausibilität ein Schnippchen schlagen könnte. Falls sie sich in den kommenden Monaten trotzdem hier ausbreitet, bitte warnwinken! ; )

Schönen Tag allerseits!

Herzlich Ihre
Madame TT

58 Gedanken zu „Seitenwechsel

  1. Pragmatische Plausibilität steht ja immer drauf, wenn es letztlich um Gehalt oder Honorar geht, das man so dringend für seine Freiheit braucht. So ist die Welt, und nur kauzige Spinner und in den Taghineinträumende kapieren das nicht, so wie zum Beispiel Donald Duck, der arme Erpel aus Entenhausen.

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