23 Gedanken zu „Roman in 3 Sätzen N* 4

    • Finde ich nicht. Können Sie Ihren Eindruck begründen?

      Halt, stopp, ich ziehe die Frage zurück. Viel mehr würde mich erst einmal interessieren, warum Sie sich „Nixkönnerin“ nennen. Vorauseilende Bescheidenheit?

    • Ich nehme an, es handelt sich dabei um einen Wettbewerb? Die „Nixkönnerin“ hätte sich sicher nicht beworben, wenn sie nicht von ihrem Können überzeugt wäre. Es kann immer nur einer siegen.

    • andersrum gefragt: Können Sie sich vorstellen, dass Sie verzweifelt wären, wenn Sie über jemanden gewonnen hätten, der besser als Sie ist? 😉

    • An ihrem Argument ist was dran: Eine Frau, die sich ihres Könnens nicht sicher wäre, würde zu einem Wettbewerb/einer Auseinandersetzung wahrscheinlich gar nicht erst antreten. Außer, bestimmte Umstände würden ihr keine Wahl lassen.

      Und, ja: Würde ich über jemanden gewinnen, den ich (ganz subjektiv) als „besser“ einstufte, wäre mir der Sieg unheimlich.

    • Mag sein. Aber KünstlerINNEN!
      Wobei sich natürlich darüber streiten ließe, wie sich „erfolgreich“ bei Künstler:innen eigentlich definiert.

      Ich kenne eine ganze Menge Kunstschaffender persönlich, die wenigsten davon im klassischen Sinne erfolgreich, hab‘ im Laufe der Jahre aber auch sehr bekannte bildende Künstlerinnen und Künstler kennen gelernt, beispielsweise Tracey Emin, Anish Kapoor, Tony Cragg, Allora & Calzadilla, Jonathan Monk oder Lawrence Weiner. Keine dieser Personen war meinem Eindruck nach ohne Selbstzweifel. Tendeziell neigen aber die Künstlerinnen eher dazu, ihn auch in Worte zu fassen – oder sogar thematisch in ihre künstlerische Arbeit einzubeziehen.
      Mein eigener Selbstzweifel spricht aus vielen meiner Beiträge auf TT. Ich halte ihn auch nicht für verkehrt – solange er nicht so weit geht, Handeln zu blockieren, weil man sich schon die Ideen abwürgt, bevor sie Gestalt annehmen können.

    • Eine Trennlinie zwischen weiblichen und männlichen Künstlern zu ziehen in bezug auf die Selbstzweifel, die man hat, ist sicher ein wenig zu kurz gedacht – Unterschiede aber gibt es sicherlich bezüglich des öffentlichen Umgangs mit diesen Selbstzweifeln, denn da die Mütter in Sachen Söhne immer fürchterlich ehrgeizig sind, fällt es den Söhnen sicher oft schwer, Selbstzweifel zuzugeben, während die Töchter einfach nur die Zweifel der Mütter an ihren Töchtern als ihre eigenen ausgeben und damit die Tochter-Mutter-Beziehung retten. Issesnichso?

  1. verblüffende Interpretationen haben sich da versammelt.
    Ich kenne den Roman, schreib‘ ihn mir täglich selbst fort.
    Dabei bin ich keine Künstlerin, ja nicht ‚mal eine Frau.

  2. Die Wortwahl… …finde ich interessant. Sie ruft in mir die Vorstellung hervor, dass mir die Sätze in nüchternem, monotonem Klang vorgetragen werden.
    Zudem frage ich mich nicht, was die „Sache“ an sich ist, sondern warum die Figuren fühlen, was sie fühlen.

    • @Kamikazewriter So sollten die Sätze auch wirken: Neutral. Weil ein „Roman in drei Sätzen“ natürlich ein Scherz ist – andererseits aber auch nicht. Drei Sätze könnten genügen, um Personen, Geschichte und Konfliktpotential zu skizzieren und sich spielerisch vorzustellen, ob Zündstoff drin steckt.

  3. Ich kultiviere gern meine Selbstzweifel – und stelle mich dennoch ab und an dem Wettbewerb. Und ich bin, wenn ich erfolgreich war, nicht unbedingt überzeugt, es sei verdient. Nun ist mein Büchlein angekündigt beim Verlag – und ich freue mich. Von Verzweiflung kann keine Rede sein, aber von Zweifeln. Und möglicherweise werde ich an einem Lyrikwettbewerb teilnehmen, obwohl eben …

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