15 Gedanken zu „Gewissen-Haft

  1. Jetzt, wo Sie das sagen. Da vermutlich ein nicht geringer Anteil unseres Gewissens aus Moralvorstellungen besteht, die wir im Laufe unseres Lebens gelehrt bekommen, beruhigt der Gedanke auch, denn in dieser Haft stecken die meisten; die wenigen die damit nicht belastet sind, für die gibt es auch eine Haft und demgegenüber ist die Meine das geringere Übel;)

  2. Haften hat ja auch was mit Zusammengehörigkeit zu tun, Eltern haften für ihre Kinder, aber auch mit Verortung, weil man ja wohnhaft ist und somit einen Ort hat, während das Wohnen wegfällt, wenn sich jemand in Haft befindet, weil er verhaftet wurde und ihm so ein Ort zwangsverordnet wird, und wenn etwas bar jeder Schönheit ist, ist es ekelhaft und man kriegt es nicht aus dem Kopf, so sehr haftet es einem im Gemüt. Das Gewissenhafte ist dagegen unter Umständen sogar positiv besetzt, weil man sich selbst und seinen eigenen Maßstäben treu bleibt, wie man ja sieht, denn ich habe so gewissenhaft wie möglich über das Gewissenhafte nachgedacht, weil ich an dem Wort da oben haften blieb, und da kann ich eben nicht anders, als mich selbst in Haft zu nehmen.

  3. … und keiner kommt mehr ‚ran. Den Blickwinkel wählte ich, als ich eben dieses Wort in einem kleinen Text einsetzte. (unheimlich, das)

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