Geschätzte Leser:innen,

nur ganz kurz, denn die Lohnarbeit muss erledigt werden – hier haben sich gestern einige unschöne Dinge zugetragen. Deswegen für’s Erste nur dieses: Der Text, unter dem die Auseinandersetzung stattfand, war von meiner Seite nichts als eine herzliche Würdigung des Dr. Schein – verknüpft mit einer allgemeinen Anmerkung zur Qualität nicht nur “literarischer” Weblogs. Hinzu kam später eine Überlegung, wie moderat (beziehungsweise heftig) Diskussionen – zu welchen Themen auch immer – im Netz stattfinden sollten, um lebendig zu sein.

Ich finde diese Frage auch weiterhin wichtig. Gerade, weil TT ein von mir als Künstlerin angebotener Ort ist. Unter meinen Gesichtspunkten ist gelegentlicher “Zoff” im “Atelier” ganz natürlich.
TT ist ein Ateliertagebuch. Sagt der Name nicht schon alles? Er betont das Prozesshafte und Private. Ebenso im Titel trage ich ein Beschädigtsein, dessen Gründe ich im >>> “About this Weblog” angerissen habe, die aber auch in vielen meiner Texte immer wieder unterschiedlich Gestalt annehmen. Wir alle, behaupte ich, erleben, wenn wir eigenständig/schöpferisch/freidenkend agieren, Beschädigungen in Form narzistischer Kränkungen. Das kann soweit gehen, dass man vor lauter Bemühung, sie irgendwie zu verarbeiten, verhärtet. Humorlos wird. Bös’ wird. Andere, in deren Leben sich Talent, Entschlossenheit und Beziehungen in glücklicherer Form verbunden haben, haben es da leichter. Sie sollten sich nicht von jenen, die aus ganz eigenen Gründen rigide geworden sind, anstecken lassen. Finde ich. Das “Wie man in den Wald hineinruft … – Prinzip” ist zwar beliebt, aber mir persönlich eher fern.

Doch zurück: Die im Laufe der Kommentarfolge unter dem angesprochenen Text ausufernde Aggressionsbereitschaft hat mich doch ziemlich überrascht. Wer sich die Zeit nehmen will, wird selber sehen, wer da welches Öl ins Feuer goss, obwohl das nach den Löschungen eher zum Rätselspiel geraten wird, also lassen Sie’s lieber. Wer mag und Zeit hat, kann heute >>> hier den gestrigen Faden neu aufnehmen.
Jedenfalls, die Sache lief aus dem Ruder. Und ich trat gestern irgendwann einen Schritt zurück, denn ich las das Streitgespräch mit meinen Augen. Mit welchen auch sonst? Ich fand die Bandagen ziemlich hart. Von allen Beteiligten. Ich selbst, gerate ich in eine solche Situation, neige immer dazu, Dinge dann auch wieder auf sich beruhen zu lassen. Ich beharre auch nicht auf meinen Meinungen, nur auf Haltungen. Auf die verlasse ich mich auch jetzt, wenn ich sage, jeder, der glaubt, in einem Streit im Besitz der alleinigen Wahrheit/Korrektheit/gültigen Wahrnehmung zu sein, täuscht sich. Autorität ist kein Kleidungsstück, das man sich mittels Arbeit, Kompetenz und Kampfbereitschaft überstreifen kann. Sie wird aus dem Blick und der Wahrnehmung der Anderen heraus verliehen.

Und jetzt, dringend, an die Tagesarbeit.
Machen Sie’s gut.

Mit einem Lächeln,

Miss TT

22 Gedanken zu „Geschätzte Leser:innen,

  1. Ich kann mich nicht daran erinnern, daß das gestrige Gespräch besonders hart gewesen ist bzw. mit harten oder gar überharten Bandagen geführt wurde. Natürlich war es von mir ein wenig fies, Steppenhund so auflaufen zu lassen, wo er doch, früh erkennbar, nicht wirklich begriff, um was es eigentlich ging. Naja, geschenkt, und gelöscht obendrein. Bei Steppenhund nachzulesen kann ich allerdings keinesfalls empfehlen, weil seine Behauptungen dort nicht mehr nachprüfbar sind, nachdem er seine eigenen Beiträge auf TT gelöscht hat – abgesehen davon ist das dort ein fürchterliches Geseiere auf tiefstem Niveau. Neugierig geworden? Oder vielleicht Psychologiestudent im ersten Semester? Dann gucken Sie doch, aber auf eigene Verantwortung!

  2. Darf ich die Mechanik der gestrigen Ereignisse in Grundzügen anhand eines langbärtigen Witzes skizzieren?

    Ort der Handlung: Wien, 11. Gemeindebezirk, Zentralfriedhof Tor 3, Straßenbahnlinie 71

    Kurz nach der Abfahrt der Tram Richtung Innenstadt zückt ein altes Mütterchen mit einem tiefen Seufzer den Schminkspiegel und zieht routiniert-schwungvoll die Lippen mit dem dafür vorgesehenen Instrument nach. Eine ebenfalls betagte Frau in der Sitzbank auf der anderen Seite des Ganges beobachtet die flinken Striche des Lippenstiftes mit aufkeimenden Unbehagen und macht ihrem Ärger schließlich Luft:

    “Wie alt sind Sie denn?”
    “75.”
    “Und da schminken Sie sich noch?”

    Die Angesprochene beendet die kosmetische Reparaturaktion, verstaut die Utensilien wieder an ihrem Platz und wendet sich mit leicht gesäuertem Tonfall an die Fragende:

    “Und wie alt sind SIE?”
    “84”
    “Und da fahren Sie noch nach Hause?”

    Vor dem Hintergrund lasse man sich nun den Ausdruck “Schlagfertigkeit” mit all seinen Bedeutungsfacetten auf der Zunge zerschmelzen… ; )

  3. Sollten auch meine Einlassungen. Etwas zu der Verstimmung beigetragen haben, dann bitte ich Sie, Frau TT, um Verzeihung. Mich machte das Geschehen, nachdem ich es vorhin einmal ganz und auch bei Herrn Steppenhund gelesen habe, einfach nur traurig – um so mehr, als ich die Beteiligten sehr schätze, namentlich den immer wieder attackierten Herrn Keuschnig, der schlichtweg eines der besten Rezensionsforen, die es im deutschsprachigen Raum überhaupt gibt, in die Welt gesetzt hat und so auch unterhält. Ich schätze ebenfalls des Steppenhundes große Kultur und schätze die Herren Kienspan und Schlinkert; mit letzterem bin ich sogar locker befreundet. Das tatsächlich ein bißchen Tragische an Auseinandersetzungen wie der gestrigen ist, daß man sich wider Willen in Loyalitätskonflikte gestürzt sieht. Ich kann mir vorstellen, daß dies für Frau TT in ganz besonderem Maß gilt, und bitte die Kontrahenten, auch das ein bißchen mitzubedenken, bevor sie sich wieder an die Haut gehen oder über Art und Wesen eines Weblogs Urteile fällen, die außer mit dem genannten Streit in keiner Weise ästhetisch begründet werden, allenfalls geschmäcklerisch.

    • So etwas kommt eben vor und ist halb so wild, kein Grund, so ein Bohei darum zu machen. Das Ganze wäre für Verständige nun sogar leicht nachzuvollziehen und zu beurteilen, wenn Herr Steppenhund nicht fast alle seine Beiträge gelöscht hätte, was ja wohl das Oberallerletzte ist. Zudem wird er auf seiner eigenen Seite nun nicht nur unsachlich, sondern auch persönlich und deutet, zusammen mit einem Kompagnon, wild in der Weltgeschichte herum, so seinen Charakter und das Niveau seines Geistes offenbarend. Daran kann man nun endgültig erkennen, daß Wiegenlied den Nagel auf den Kopf traf, als er Steppenhund antwortete “Ich habe verstanden, dass Sie nicht verstehen – was ich nicht verstehen kann, verstehen Sie das?” Davon, daß dieser Mensch einfach nichts begreift, kann sich jeder ein Bild machen, der bei Steppenhund seinen Beitrag zum gestrigen Gespräch samt der Kommentare liest. Alles natürlich kein Grund, sich wegzuducken, doch natürlich will ich weder mit Keuschnig noch mit Steppenhund in Zukunft etwas zu tun haben, für mich sind das überflüssige Zeitgenossen, die ich dummerweise zunächst als ernsthafte Gesprächspartner akzeptiert habe. Mein Fehler, ich bin einfach zu liberal, was ich mir von solchen Menschen aber auch nicht nehmen lassen werde.

    • @Norbert W. Schlinkert Nun klappen Sie doch das Messer mal wieder zu. Für mein Empfinden hat sich gestern niemand mit Ruhm bekleckert, wie mein Vater es ausgedrückt hätte. Das heute im gleichen Ton weiterzuführen, liegt mir nicht. Ich mag auch nicht zulassen, dass ernstzunehmende Leute hier namentlich als “überflüssige Zeitgenossen” bezeichnet werden, selbst aus Ihrer Sicht heraus, die Ihnen ja nun niemand nehmen kann oder will. Dass es allerdings auch andere gültige Sichtweisen gibt, ist ebenso unbestreitbar.

      Ich selbst bin über die Situation gestern sehr ins Grübeln geraten; die Sache hängt mir nach. In meinem heutigen Text habe ich versucht, auf freundliche Weise damit umzugehen. Keine Namen zu nennen. Nicht zuletzt, weil ich mit den beteiligten Personen gar nicht im Clinch liege.
      Dass es andernorts anders gehandhabt wird, verwundert mich. Ebenso wie die Entscheidung, Ihren Namen in den Titel des dortigen Beitrags zu setzen. Das ist natürlich Öl auf die erhitzten Gemüter und auch kein guter Stil, finde ich. Ich hab’ das selbst einmal erlebt, nachdem ein Herr XY mich zur Verzweiflung gebracht hatte: ich habe einen Beitrag zum Thema mit seinem Namen überschrieben. Den Beitrag nahm ich am Folgetag aus dem Netz, dass er überhaupt online ging, bedaure ich heute noch.

      Lieber Norbert, ich bitte Sie, folgendes zu bedenken: mein Eindruck ist, Sie werden schnell sauer und teilen dann auch heftig aus. Da entsteht schnell mal der Verdacht, dass Ihnen Zurechtweisen und Abwerten oft etwas zu leicht aus der Feder fällt. Na, aus dem gesträubten Kamm, eher ; )
      Wie dem auch sei – ich weiß auch, wie im privaten Umgang bei aller (notwendiger?) Bissigkeit oft Ihr Lachen hochsteigt, auch jenes über sich selbst.
      Wenn’s also nach mir geht – lassen Sie es raus!

    • @Albannikolaiherbst Wer da nun was zu wessen Verstimmung beigetragen hat – lassen wir’s ruhen. Sie jedenfalls schienen mir ausnehmend moderat in letzter Zeit. Liegt’s an den Pfingstrosen?
      Ich freu’ mich jedenfalls über Ihren Kommentar, denn auch ich wurde gestern eher traurig als wütend. Ich verliere ungern Gesprächsteilnehmer. Nun könnte man zu Recht sagen, da w a r kein Gespräch mehr. Nun gut. Ich verliere auch nicht gern Streitende. Oder sagen wir lieber: ich würde mich freuen, wenn TT ein Ort wäre, an dem man auch mal auf den Putz hauen kann – genau so, wie ich das während der Studienzeit in den verschiedenen Ateliers erlebt habe. Am Schluss trinkt man noch einen Absacker und geht erschöpft:geputscht nach Hause.
      Das studentische Lästern am Folgetag hätte man sich allerdings schenken können. Das trifft mich dann schon: so ein Wegwischen auch meiner gestaltgebenden Arbeit an TT.

  4. Autorität, nach:gedacht Verliehene Autorität bedeutet andererseits auch geliehene Autorität.
    Der Umgang damit ist heikel. Am besten wird ihr noch betonte Bescheidenheit gerecht, was wiederum mit Verzicht verbunden ist. Phyllis sprach das gestern in ihren Überlegungen zum Ausmaß von Deckungsgleichheit zwischen “erarbeiteter Personendarstellung” und “adhoc-Verhalten” mit der “Einschränkung des Spielraums im eigenen Gestus” an. Das Wissen um die fremdbeigemessene Bedeutung von Wort und Tat ist eine Belastung, der nicht jede:r solcherart Autoritätsträger:in standhält. Autoritäre Übergriffigkeit ist ein sicheres Indiz dafür. Übergriffigkeit wiederum kann auch als Verzicht auf Würde Kraft verliehener Autorität und auf die verliehene Autorität an sich betrachtet werden.

    Dem Begriff der “verliehenen Autorität” stelle ich die “natürliche Autorität” an die Seite. Diese erwächst, in meinen Denkbahnen gedacht, allein aus dem Umstand des reflektierten Menschseins. Nimmt man die “verliehene” Autorität ernst, muss man im selben Atemzug die “natürliche” Autorität anerkennen und respektieren, denn von der wird erstere verliehen. Daraus lässt sich ableiten, dass der “natürlichen Autorität” eine Unverletzlichkeit zukommt, welche ein unbedingtes Abwehrrecht in sich begreifen soll.

    Ereignen sich nun Auseinandersetzungen, muss untersucht werden, wessen Autorität – und vor allem: welche – in Zweifel gezogen wird. Diese Unterscheidung ist unerlässlich zur Beurteilung der Angemessenheit eingesetzter rhetorischer Mittel. Ich beklage in diesem Zusammenhang meist innerlich, hier nun erkennbar, die Abwesenheit von Argumenten – ob valide oder nicht, müsste eben der Diskurs zutage fördern. Denn dem phantasiert vernichten wollenden, unargumentierten Angriff gegen eine natürliche Autorität kann nichts Kultiviertes entgegengesetzt werden, außer dem völligen Verzicht auf Entgegnung. Das ist sehr schwierig eingedenk des bekannten Zusatzes zur Volksweisheit “der Klügere gibt nach”; dennoch wäre das “Zurücktreten” wohl die bessere Wahl. Sie stützte sich auf die Verlässlichkeit eines sehr weit reichenden Beziehungsnetzes, mit dem im beständigen Austausch die eigene Wahrnehmung, Wirklichkeitsabbildung und Haltung auf Angemessenheit überprüft werden konnte. Die überbordenden Druckentladungen allerorten drängen indes auch diese Möglichkeit in Richtung veritabler Herausforderung für die/den Einzelne:n.

    Da argumentationsfreie Angreifer das ebenfalls unternehmen – die Abstimmung nämlich – stehen sich zwei Lager unterschiedlicher Geisteshaltung gegenüber. Dann wird es schwierig mit der verliehenen, wie mit der natürlichen Autorität, weshalb meines Erachtens auf einen moralischen Grundkonsens bestanden werden muss. Ich meine, unmittelbar an das Beitragsthema anknüpfend, dass (auch verletzende) Abwehrhandlung zunächst gerechtfertigt ist, sofern sie nicht überschießt und wohl begründet ist. Hier auf TT sehe ich neben allgemein gültigen moralischen auch künstlerische Begründungsanker – sprachliche im Besonderen. Wer sich in literarischen Weblogs mit Aggressionen spielt, muss damit rechnen, dass er in fallende Sprachmesser greift. Es besteht Selbstverletzungsgefahr. Was >>>Die Dschungel ausdrücklich und durchaus legitim für sich in Anspruch nimmt.

    • Mit der Zerstörung des Gesprächsfadens wurden ja weiterhin nachvollziehbar keine vor die Säue geworfenen Perlen wieder eingesammelt. Trotzdem halte ich’s für unschicklich.

    • @Kienspan Chapeau, Ihre Überlegungen geben mir zu denken. So sehr allerdings, dass ich meine Reaktion auf morgen vertage!
      Bin schon etwas ausgefranst an den Enden heute.

  5. Wer es denn unbedingt haben will Ich hatte gehofft, dass man meinem Beispiel folgen würde. So toll waren die gestrigen Erkenntnisse nicht, dass man sie analysieren oder für die Nachwelt erhalten möchte. Nachdem aber mein Anteil so sehr abzugehen scheint, habe ich vom Trialog entsprechende Bilder ins Netz gestellt und den Link bei mir im Nachtrag vermerkt. Wer unbedingt so scharf darauf ist, soll sich das gerne herunter laden. Ich werde diese Screenshots nach einigen Tagen wieder entfernen.
    Als ich die Screenshots im Flieger verfertigte, habe ich fast einen Lachanfall bekommen. Man sollte mich aber besser nicht fragen, worüber.
    Eine gute Nacht noch.

    • Sehr geehrter Herr Steppenhund, ich habe, wie Sie wissen, versucht, heute wieder in moderates Fahrwasser einzuladen. Und bei Ihnen drüben gelesen, in wie ausnehmend friedlicher Stimmung Sie heute angeblich sind. Umso mehr überrascht mich, dass Sie das Ding von gestern noch einmal wiederaufleben lassen. Ich tipp’ mir die Finger wund, um ein Loch in die Wand dieser Sackgasse zu hauen, und Sie kippen wieder einen Sack Zement hinein?

    • Liebe Phyllis,

      wie Sie dem zeitlichen Ablauf entnehmen können, hatte ich die Löschung begonnen, um die unrühmlichen Texte zu entfernen. Ich kann leider nur meine eigenen Texte löschen.
      Dafür habe ich hier – siehe weiter oben – folgende Kommentare geerntet:
      Das Ganze wäre für Verständige nun sogar leicht nachzuvollziehen und zu beurteilen, wenn Herr Steppenhund nicht fast alle seine Beiträge gelöscht hätte, was ja wohl das Oberallerletzte ist.
      oder
      Natürlich war es von mir ein wenig fies, Steppenhund so auflaufen zu lassen, wo er doch, früh erkennbar, nicht wirklich begriff, um was es eigentlich ging. Naja, geschenkt, und gelöscht obendrein. Bei Steppenhund nachzulesen kann ich allerdings keinesfalls empfehlen, weil seine Behauptungen dort nicht mehr nachprüfbar sind, nachdem er seine eigenen Beiträge auf TT gelöscht hat – abgesehen davon ist das dort ein fürchterliches Geseiere auf tiefstem Niveau.

      Also scheint ja an dem Text ein sehr, sehr großes Interesse zu bestehen.

      Jetzt möchte ich Ihr Augenmerk auf den Beginn lenken:

      meine erste Bemerkung:
      “Hören Sie zu” in einem Blogkommentar zu verwenden, zeigt nicht gerade von besonderer sprachlicher Ausdruckskraft. Aber es birgt zumindest einen gewissen Unterhaltungswert. gd&r
      und die unmittelbar darauf folgende Replik:

      Passen Sie genau auf: Wie Sie wissen könnten, habe ich zuvor nichts anderes getan, als meinen Eindruck zu einem Buch zu äußern. Ich habe mich dann über die Unverfrorenheit und absolute Unverschämtheit dieses Keuschnig ganz zu recht geärgert und so angemessen und höflich wie möglich reagiert. Also noch mal und ganz klar ausgedrückt: Sie und Ihresgleichen können mich mal kreuzweise!

      Ich bin noch immer friedlich, obwohl ich ja beim genauen Betrachten dieser ersten zwei Postings recht berechtigt in Saft gehen könnte. Zu dem Zeitpunkt war weder bekannt, dass ich Keuschnig kenne, noch gab es meines Wissens einen anderen Grund, warum mich Herr Dr. Schlingert auf ein “kreuzweise” einlädt. Vielleicht ist es ein sprachliches Missverständnis. In Österreich ist es eine ausgesprochene Beleidigung. Dafür werde ich jede Menge Zustimmungen bekommen.

      Vielleicht verstehe ich auch den deutschen Humor nicht, obwohl ich mich mit meiner norddeutschen Frau und ihren Verwandten sehr gut verstehe. Momentan ist meine Toleranz allerdings etwas strapaziert. Wenn Sie mir hier Vorwürfe machen wollen, ist das Ihr gutes Recht. Mich wundert allerdings, dass Sie es zulassen, dass noch immer weiter über mich gelästert wird. (Selbst wenn ich mich davon nicht wirklich stark betroffen fühlen kann.)

    • Lieber Steppenhund,

      ich lasse keineswegs zu, dass weiterhin über Sie oder Herrn Keuschnig oder sonst irgendeinen Beteiligten “gelästert” wird, im Gegenteil. Meines Erachtens habe ich das mit meinem heutigen Text und auch in meinen Reaktionen auf Kommentare heute klar zum Ausdruck gebracht. Ich möchte nicht, dass hier weiterhin Namen herumfliegen, an denen Etiketten befestigt sind.
      Welch grobe Äußerungen gestern in alle Richtungen stattfanden, müssen Sie nicht mehr mit Beispielen belegen. Dass die Sache nun auf Ihrem Weblog noch nachdieselt – sei’s drum. Hier allerdings hab’ ich heute sehr darauf geachtet, dem Nachtreten ein Ende zu machen. War ganz leicht. Diese Option hätten Sie bei sich drüben ebenfalls gehabt, oder? Das name-dropping zu beenden.

      Inzwischen unterhalten sich die Gäste hier doch wieder recht angeregt.

      Was den deutschen Humor anbelangt: ich selbst behaupte ja immer freiwillig, keinen zu haben. Macht vieles einfacher : )

    • . Sie haben mich bei bester Sicht überfahren, werte Phyllis.
      Das macht dann dreimal mit dem befeuchteten Zeigefinger auf den Bildschirm tappen. Nein, lenken Sie nicht ab, ich warte.

    • *Lacht* Ich kann schon nicht mehr richtig kieken vor lauter müde.
      Lassen Sie’s gut sein für heute! Morgen is’ auch noch ein Tag, wei meine Oma zu sagen pflegte : )

    • die kleine war damals echt marlene dietrich, die bullenbeauftragte aufschliesserin mit dem einwandfreisten lachen.

      yes baby.

      du trugst mir mein dope ins haus.
      du warst die lady mit meiner pumpgun.
      du warst mein alles und mein nichts.
      meine pumpgunlady.
      du warst keine lady.
      und auch nicht auf gun.
      und du musstest nicht pumpen.
      und dich gab es nicht.

  6. So ab und an habe ich hier reingeschaut, und zwischendurch nur deswegen, ob die von mir geschätzte Miss TT auch weiterhin in der Lage ist, nichts von der fruchtbaren Erde hier unwiederbringlich verbrennen zu lassen.
    Es scheint mir mitunter wie im erdsichtigen Fünfmeterraum vor dem Tor zuzugehen, vlt. sogar dem eines Ligastadions, nur fehlt einigen der dahinter geparkte Porsche zur Kompensation. Flach? Yo, stehe ich zu, aber nicht ohne den Hintergrund einiger Lebenserfahrung, denn die fächelt mir die frische Luft zu, die manchen zu fehlen mag.
    Sie, Frau Phyllis, haben einen vielschichtigen, neutralen Boden zu verwalten, dessen aufrechterhaltendes Arbeitspensum mir größten Respekt abverlangt! (Einer der ärgerlichsten Sätze meines Lebens: “Du machst das schon!”)
    Schade finde ich allerdings, dass die überaus nette, phyllische Verabschiedung des Herrn Schein kaum aufgegriffen wurde, denn dort, wenn jemand auch nur ein bisschen aufmerksam in diesem Blog gelesen hat, steckte die Initiation all jener Befindlichkeiten, die schon längst angeregt wurden. Und nicht nur die übergeordneten, auch diejenigen, die das persönliche Fegefeuer auslösen können. Das Normale. Unangenehme.
    Ich kenne Herrn Schein persönlich, und persönlich bin ich mit seiner Entscheidung völlig einverstanden, obwohl ich Herrn Hell bei der Firma Dunkel durchaus vermissen könnte, was die Bloggerei mit ihren isolierten Piks angeht, aber da ist mir das Hemd näher als die Hose, weshalb ich mich diesbezüglich nicht anstrengen werde.
    ‘Schade’ kommt mir am leichtesten von der Tastatur, ‘Inspirationsblockierung’ schon schwerer. Aber letztlich hatte er das Zeug, die ignorante Arena selbstbewusst zu verlassen, wenn auch häppchenweise.
    Irgendwie bin ich stolz auf ihn.

    • Danke, liebe Rinpotsche. Sie haben ganz schön verdammt recht, es ist ein ziemlicher Aufwand manchmal. Und ich bin auch weder Psychologin, noch Coach, noch sonstirgendwas moderatorinnenartiges. Dennoch bemüh’ ich mich nach Kräften, hier ein gutes, ach was, anregendes Klima zu schaffen. Ziemlich lehrreich, für mich zumindest ; )

      Ja. Der Doc fehlt. Aber ich denke, ich weiß, wie er zu finden ist, und werd’ irgendwann mal vorsichtig an seine Praxistür tippen.

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