Susan Sontag

“Do stuff. be clenched, curious. Not waiting for inspiration’s shove or society’s kiss on your forehead. Pay attention. It’s all about paying attention. attention is vitality. It connects you with others. It makes you eager. stay eager.”

6 Gedanken zu „Susan Sontag

  1. Camille Paglia. Alle Kunstcharaktere sind Sexualobjekte. – Pornografie und Kunst sind untrennbar, weil in allen Sinneswahrnehmungen, die wir als sehende, fühlende Wesen haben, ein Moment von Voyeurismus und gefräßiger Gier steckt.
    >>>> Die Masken der Sexualität, S. 54 – und etwas vorher, S. 48:
    Nur Menschen machen aus ihresgleichen Sexualobjekte. Diese Besonderheit der menschlichen Gattung wird bleiben, weil sie mit dem Kunsttrieb verschränkt ist und unter Umständen mit ihm identisch wird. Ein Sexualobjekt ist die in rituelle Form gezwängte Natur.

    • jeder mensch ist also ( als kunstcharakter ) sexuell – und literarisch-schrift-visuell – wahrnehmbar innerhalb eines “wie-auch-immer-wem-auch-immer-attraktiv-sein-könnens”.
      die paglia’sche gier hier klingt mir ein wenig zu gefrässig nach : die gefrässigen augen “des textfressenden wesens”.
      davon schliesse ich mich hiermit aus : papier mundet mir nicht.

      ob jedes andere ( das objekt ) ritualisiert ist weiss ich nicht zu beantworten sowie ich es nicht zu beantworten weiss, ob eine ritualisierte natur eine formgezwängte sein muss ( und keine formerweiterte )
      ich müsste dies also für mich soweit in frage stellen – oder kann mir das kemand irgendwie konkretisieren ?

    • p.s. da mir soeben einfiel, dass das wort ‘sexualobjekt’ zumeist negativ verwendet wird, sprich irgendwie üblicherweise eine reduzierung eines menschen “rein” auf dessen sexualität anspricht, so erscheint mir das ritualisierte sexobjekt nur noch als prostituierteR diskussionswürdig, wobei ich selbst an der prostitution irgendwie noch nichts rituelles per se erkennen kann.
      prostitution ist ein gewerbe wie jedes gewerbe.

      eigentlich hätte ich diese frage dazuwerfen wollen :

      besteht eine geschlechterdifferenz darin, dass einer frau die rolle eines sexualobjektes in der regel zuwider ist, während der mann diese rolle geradezu als herausragende auszeichnung auffassen darf ?

      wäre das nicht zu simpel in richtung statistik gefragt ?

      @ phyllis

      werte phyllis, ich werde sie vielleicht in den nächsten tagen darum bitten, diese meine 2 kommentare zu löschen.

    • eigentlich bestürzt es mich geradezu, hier von einschlägigen und üblichen verdächtigen nicht wahrgenommen zu sein.
      dennoch psychisch nahezu unverletzt trotze ich dessem und hebe hiermit meine antezipierte selbstlöschwillig- und wütigkeit auf – delegierend ich weiss ja – und lasse das naschen den katzen und das mausen dazu und bleibe entschieden maus.
      ( da sind ja noch nüsse )

      alles beste susan

    • @Drifter und Variationen Als einschlägig Verdächtige muss ich widersprechen: ich nehme Sie durchaus wahr. War nur abgelenkt und bin es noch. Nur so viel: Ich selbst hab’ kein Problem mit dem Sexualobjekt. Wenn es eine von vielen Facetten darstellt. Oder sagen wir lieber: Ich sehe mich und andere immer a u c h als sexuelle Wesen, ganz egal, ob das in einer Situation gerade “passt” oder nicht. Ob und wie ich das dann “mitspielen” lasse, dieses Gefühl, diese Energie, ist weniger von der Situation abhängig als von meiner Tagesform. Wenn ich gut drauf bin, ist alles, was ich mache, sexuell. Kunst, Schreiben, Essen, durch die Straßen laufen. Ist das nicht eigentlich selbstverständlich? Wir sind sexuelle Wesen. Alle. In unterschiedlichen und wechselnden Graden des Aktiviertseins.

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