14 Gedanken zu „Voices

  1. Liebe Phyllis, das wirkt auf mich heute fast wie ein Kommentar. Denn im Mini-Drama dieses Schalttages kommt bei mir VITAs Stimme aus dem OFF, während die Traum-Haus-Frauen on stage sprechen. Allerdings: Ich will vermeiden (moralisch) zu werten. Meine Sympathie gehört allerdings der Stimme von Draußen (jedoch nicht der des Über-Ich, jedenfalls nicht i m m e r. ES kommt ja auch von INNEN).

    • Liebe Melusine, “gut” ist ein diffuses kleines Wort und es zerfleddert so schnell wie ein Schwarm auseinanderstiebender Krähen. Meine Sympathie gehört diesem Moment, dem Aufgescheuchtsein, dem unerwarteten Bild. Und der findet bei mir tatsächlich meistens im Off statt. Und viel leiser, als meine Beschreibung sich anhört.

      Ihr Mini-Drama, eben kurz angelesen und zur abendlichen Lektüre vorgemerkt. Bin mitten in den Vorbereitungen für mein “Freestyle” – Training heute Abend. Es wird um den Mythos Maske gehen…

    • Da kann ich nicht anders, als… (wieder mal) auf Vilém Flussers “Die Geste des Maskenwendens” hinzuweisen: “Das Umwenden der Maske verändert ihren Ort: Sie ist nicht mehr vor dem Gesicht, sondern unter den Händen…Mit der Geste des Maskenwendens geht aller Sinn der Geschichte verloren; jedoch nicht notwendigerweise der Sinn des Lebens. Im Gegenteil kann das Spielen mit der Geschichte selbst zur Sinngebung werden. Zwar ist in den Ministerien, welche den Karneval programmieren, von dieser Sinngebung häufig nicht viel zu merken. Aber die Geste des Maskenwendens erlaubt, genau betrachtet, dahinter die Geste der Sinngebung zu erkennen.“
      Wenn ich es recht bedenke, dreht sich sogar das Traum-Haus-Frauen/Haus-Traum-Frauen-Drama um eben diese Geste, allerdings in brutalisierter Form. Nicht einmal die Fabelwesen, die Hexen, Gnome und Teufel können sich dieser Geste entziehen.

  2. Da mögen Sie recht haben, liebe Phyllis, wo und was immer dieses OFF auch sein mag. Ich habe eine ganze Weile zu dem Thema gearbeitet und dazu auch die Abhandlung “Einfluß der göttlichen Wahrheiten in den Willen/ und in das gantze Leben des Menschen” studiert, das Werk eines gewissen Adam Bernd, der dies 1728 veröffentlichte und deswegen ziemlich heftigen Ärger bekam. http://de.wikipedia.org/wiki/Adam_Bernd Heutzutage kann man immerhin darüber nachdenken, ohne gleich suspendiert zu werden. Jedenfalls ist die Frage, wo die Stimmen (der Vernunft, des Gewissens etc.) herkommen, trotz alledem noch nicht entschieden. Voluntaristen etwa akzeptieren durchaus, daß der Verstand sich zu Wort meldet, folgen dann aber trotzdem ihrem Willen, einfach deswegen, weil dies am meisten Lust erzeugt. Nicht wahr, lieber ANH!

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