Entzauberungen. Dienstag, 25. Januar 2011.

Guten Morgen!
Zu “Entzauberungen” geht’s hier lang…

13:15
Und zur Zähmung des Auges auf den Gleisbauarbeiten…

15:13
Nur ein Wort zu dem Vorwurf, der unter diesem Text als Kommentar geäußert wird: die Diskussion würde sich mittlerweile “kleinlaut” in mehrere Weblogs “zurückziehen”.
Seh’ ich ganz anders. Wir sind im Netz! Die Diskussion Verschleiern versus Enttarnen muss weder auf einen Tag, noch auf ein einzelnes Weblog begrenzt werden; schließlich geht es um mehr als ein einzelnes Bild.
Und davon abgesehen: wer will schon immer in den gleichen Garten zum Grillen… ?

33 Gedanken zu „Entzauberungen. Dienstag, 25. Januar 2011.

  1. Finde ich nicht toll, dass sich die Diskussion so kleinlaut in mehrere Blogs zurückzieht,
    zumal von stuntman anscheinend schon etwas gelöscht wurde resp. mir Verbaliniurien so ziemlich schnuppe sind, solange sie mit konkreten Aussagen vermengt sind.
    ( verleidet mir eine durchaus mögliche Diskussionsfreudigkeit )

    • @Q.L. Kleinlaut? Na, dann lesen Sie mal nach!

      (Falls Sie drauf anspielen, daß ich Stuntman >>>> dort gelöscht habe, so kann ich nur sagen: jederzeit wieder. Wenn der “Mann” bei der Sache bleibt, wird er dagegen sicherlich nicht gelöscht. Aber weder dieses hier noch mein Weblog halten sich freiwillig als rechtsfreier Raum für persönliche Beleidigungen offen. Das gilt ganz sicher auch für die >>>> Gleisbauarbeiten. Wir mögen in den Ansichten kontrovers sein, nicht aber in der Haltung gegenüber anonymer Schlammwerferei. Zeigt hingegen jemand sein reales Gesicht, dann darf ihm, zumindest in Der Dschungel, auch schon mal der Ton entgleiten.)

    • @Herr Herbst Ich meine, dadurch dass sich die Diskussion nun auf mehrere blogs verteilt hat, ist sie meiner Ansicht nach bereits kleinlaut geworden, egal wie dicht Information in Folge bereits jeweils gepackt ist.

      Des weiteren finde ich es noch kleinlaut, wenn ich jetzt schon nach fast einer Stunde aufgenötigter Blog-Blog-Hüpferei den allerdings noch flüchtigen Eindruck habe, dass es mittlerweile mit ein paar eloquenten Sätzchen um “Gott und die Welt” geht.

      Alleine schon DER hier erwähnte “männliche Blick” in seiner für mich noch totalitätsheischenden Erscheinung hinsichtlich von vielleicht “Verfügbarkeit von / über Frauen” ist mir anhand meiner Realität zumindest ein wirklich grosses Rätsel.
      ( ich habe eher den Eindruck, dass Frauen auf ihre Art zur Zeit deutlich über mich verfügen )
      Es werden sich diverse, voneinander abweichende männliche Blicke herausschälen, geht man ernsthaft einmal diesem “männlichen Blick” nach bzw. auf den Grund, behaupte ich mal so diskussionszugewandt hypothetisch.

    • hören sie doch mal mit ihrem geheule auf, ich dachte, sie wollten ein mann sein, ich drücke
      ihnen jedenfalls zusammen mit meiner Helene und meinem Peter die Daumen

    • @ phyllis / 15.13 Grosskotzig finden sie das wohl auch nicht an Stelle von kleinlaut, wie ? 🙂

      Nun, an’s Grillen dachte ich nicht aber auch nicht an’s Jäten ( & Jetten ).
      Nein, hier finde ich es entspannt, auf den beiden anderen blogs ist es mir irgendwie zu ambitioniert und anscheindend von “Denkgebäudeanskizzierungen” da schon besetzt, wo ich lieber einzelnen Gedanken an eben einem Ort – und auch in Gesellschaft – nachjage.

      Schon o.k. soweit, sehe mich eh nicht als möglicher Thementräger sondern halt als interessierter Gast!

    • @Q.L. You are welcome. Wenn Sie das G-Wort nie, nie wieder in den Mund nehmen!!
      Im übrigen gilt: Lieber Maulheld als maulfaul.

      Bin übrigens heute etwas zerstreut … und gar nicht abgeneigt, mal andere das Zepter führen zu lassen.

    • Mir wird das, Sie versteh’n sicher, gerade etwas zu diffus. Und Andeutungen interessieren mich im Zusammenhang dieser Bilderdiskussion überhaupt nicht: ich mochte, gestern, dass hier klare Positionen sichtbar wurden. Geplänkel wie unseres gerade vernichtet einfach Zeit, nichts weiter.

    • @phyllis … das Szepter der thematischen Weiterführung, ich hoffe nicht Entgleisung.
      Nun, ich werde dies im Auge behalten, das kommt mir zeitlich mittlerweile auch entgegen.

    • @Robert Umsonst Das Teil zu versächlichen, zeugt allerdings von großer innerer Ödnis. Im übrigen gilt, was ich eben schrieb: Sie stehlen sich und uns Zeit mit diesem lauwarmen Zeug. Tun Sie lieber etwas anderes.

    • Ich sag schnell noch was zu meinem “irgendwie zu ambitioniert”.
      Ich verstehe es oftmals nicht, wenn da zitiert wird, wo eigentlich ein selbständig formulierter Gedanke ausreicht, eine inhaltliche Aussage gemacht zu haben, – zitiert womöglich noch mit Hinweis auf ein komplettes Werk, und dies viellecht noch mit dem Habitus des selbst-denkenden-können-wollenden Menschen.
      Es ist deshalb insbesondere unschön, weil nicht jeder eine komplette Bibliothek zu Hause hat oder vielleicht ganz einfach nicht durch ein komplettes Werk eines anderen steigen will, um darüber erst den Eindruck gewinnen zu können, an einer Diskussion voll und ganz teilzunehmen oder teilgenommen zu haben.
      Mit “zu ambitioniert” meinte ich “mit dem Anstrich des Neurotischen”, – des Aussperrenden aus Gründen möglicher Weise erhaben-sein-wollender Abgrenzungssucht.
      Klar mag das Seminarist:innen gefallen, dies Zitieren oder Werkverweisen oder halt Leuten, die mächtig viel Zeit haben, mir ist das aber müssig und ich erkenne darin eigentlich nichts anderes mehr als Nachplapperei.
      Als ob es nicht früher oder später einen eigenen Kopf gäbe oder eben Diskussionen geben könnte, die von Menschen getragen sind, die eben nicht mehr das Rockzipfelchen eines arrivierten Menschen und demzufolge Namens brauchen.
      Ein von mir favorisertes zitatloses Diskutieren könnte auch andere dazu veranlassen, ihren eigenen Verstand zu gebrauchen oder anhand ihrer jeweiligen Bedürfniskonfigurationen oder Erfahrungen eben selbst zu denken.
      Mit dem vorgeschalteten “irgendwie” wollte ich das bewusst nicht als apodiktisch anmutende Attacke formuliert haben, ich rede hier eh nur so von meinem Gefühl und will auch niemand da etwas komplett unterstellt oder bewiesen haben.

    • @ Q.L. Ich verstehe. Und würdige – sehr sogar – dass Sie das Ding nicht vom Haken lassen. Bin gerade im Atelier, deswegen bitte ich um etwas Geduld. Muss erstmal eine Runde zeichnen.

    • @Q.L. Imgrunde haben Sie recht: das Selber-Denken ist dem mündigen Menschen ein absolutes Bedürfnis, und wenn ein Zitat die eigene Argumentation ersetzt, ist das Denkfaulheit. Natürlich kann man sich nach dem Selberdenken Mitstreiter suchen, um nicht allein dazustehen – aber es kommt eben auf die Reihenfolge an.

    • @N.W.Schlinkert Deshalb würde ich nicht sagen “nach dem Selberdenken” sondern innerhalb des Selberdenkens Mitstreiter ( ? ) , lieber Mit-interessierte suchen.
      Ich bin keine Antwortmaschine, für mich gibt es kaum abgeschlossene Denkbewegungen, zumal es Menschen mit Biografien gibt, die ich selbst nicht erleben werde, höchstwahrscheinlich generell nie erleben werde und die mir demzufolge ja stets mitgeteilt werden müssen.
      Das Netz ist hierfür das ideale Konstrukt.
      Wir sind jeweils einzigartig und unser Bewusstsein ist als ein jeweils Einzigartig-seiendes ein stets individuell sich konstituiert habendes ( und weiter konstituierendes ) Bewusstsein, von welchem wir uns jeweils etwas erzählen können, auch um uns selbst dabei womöglich ein Stückweit näher kommen zu können, sind wir unschlüssig vor allem innerhalb unserer Selbstwahrnehmung.

    • ein kritisches Wörtchen noch… Ich fand es ja schon doof, dass das Thema einfach so weggeklaubt und in den anderen blogs dann fast schon autistisch abgewürgt ward; desweiteren schnappte ich da noch was von Mauscheleien hinter den Kuslissen ( per privatmail ) auf, nun ich wäre mir dadurch schon vorgeführt vor oder verarscht vorgekommen, wäre ich beteiligt gewesen.
      Eine offene ( öffentliche ) Diskussion sollte offen bleiben, ansonsten ist das für mich Kindergarten oder genauer : geradezu überheblich und womöglich didaktisch-prätentiös einem erwachsenen Menschen gegenüber oder halt spiessig, allzu privatistisch.
      ( hab allerdings nichts dagegen, wenn private Kontakte laufen )

    • Eine Unverschämtheit wie hier gesprochen wird. Wenn sich noch einmal jemand erlaubt, geschlechtsspezifische Präzisionen an Körperteilen verbal die Kommentartreppe hinunter zu werfen,
      der gehört vors Tabunal gestellt. Dem wird der kurze Exzess gemacht.

    • @Q.L., “weggeklaubt” Nur mal zur Klarstellung, weil die Tinte gerade trocknet: frau kann ein Thema nicht auf einem Weblog festhalten. Will sie das? Vielleicht. Sie will Themen besetzen. Aber nicht wie ein Produkt, auf das sie sich werbermäßig einen Claim sichert.
      Dass die Diskussion andernorts bewusst abgewürgt worden wäre, kann ich nicht feststellen, doch sie verändert sich natürlich.
      Weggeklaubt wurde aber nichts, und von Verarschen kann keine Rede sein. Ich stehe mit vielen Schreibenden auch über mail und telefonisch in Kontakt, auch wenn ich einige nur übers Netz kenne, das bleibt nicht aus, wenn man die Arbeit mit Weblogs ernst nimmt.
      Nicht alles will man öffentlich besprechen. Hat aber mit Mauschelei nichts zu tun. Das Potential für Missverständnisse ist ziemlich hoch beim Netzschreiben, da vergewissert man sich manchmal gerne mal privat, dass no harm intended ist, stimmt eine Formulierung ab, was weiß ich.
      Ich werde mich jedenfalls immer wieder, auf unterschiedlichen Ebenen, mit dem Thema beschäftigen. Insofern, schauen Sie keiner Welle nach, die vielleicht woandershin gewellt ist, sondern freu’n Sie sich auf neue ; )

    • Es gibt keine offenen Diskussionen mehr, es gibt ja noch nicht einmal Themen die nicht langweilig sind, man muss nur einmal das Wort “Phallus” in die Suchmaschine eingeben und schon alles hackevoll damit.
      Das ist kein Tabu mehr, ich weiß schon, davon lebt man schließlich, für manche ist es das Einzige worüber es sich zu schreiben lohnt
      In Wirklichkeit ist es dass Einzige worüber man schreiben kann, wenn einer Pychons Gegen de Tag liest und es fehlt ihm zu tausend Seiten großer Weltliteratur nichts anderes ein als, “oh, da steht ja auch pornografisches drin”, sagt das alles.

  2. Werten Enttarnungen die Arbeit ab? notierten Sie, liebe Phyllis, kürzlich bei Melusine sinngemäß als grundsätzliche Fragestellung formuliert.
    Ich habe an mir selbst festgestellt, dass es nicht die interpretierenden “Enttarnungen” an sich sind, die den Blick auf die Arbeit behindern könnten, sondern eher deren Drall ins Vulgärsprachliche. Es gibt natürlich auch Interpretationsangebote, die sich wie breite Spurrillen in den frisch gefallenen Schnee der vorgestellten Arbeit gleichsam hineinfrieren wollen. Aber auch dieser Sturzgefahr kann sich der besonnene Werkbetrachter bewusst entziehen. Ihre Fragestellung kann ich aus m e i n e m Beobachtungswinkel beantworten mit: “Nein.”

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