Vorboten. Mittwoch, 5. Januar 2011.

Eben brachte der Kurier “Safe house” in DINA0 ausgedruckt, sie hängt bereits. Nicht übel, das Format. Ich hab’ schon früher gerne mit Größen und Verhältnismäßigkeiten gespielt, auch mal ganze Räume mit Texten und Zeichnungen tapeziert & Lesungen drin gemacht. Das sah dann zum Beispiel so aus:

Mich beschleicht gerade eine Ahnung, dass ich mich dies’ Jahr, neben neuen Zeichnungen, den Briefen aus K**** und Vorbereitungen für ein bisher noch geheimes Projekt, auch mit einer offline-Präsentation meiner Arbeit beschäftigen werde.
Wird mal wieder Zeit. Muss nur eine Form finden, die meinem Jetzt-Selbst angemessen ist. Schön wäre, denke ich eben, die mit der Publikation von “Fettberg” im Frühjahr 2012 verbundenen Lesungen auch jeweils als Ausstellungen zu begreifen, vor allem, weil der Verlag ja anregte, auch den Roman selbst mit Zeichnungen zu versehen. Wie könnte so ein Doppelpack Lesung/Ausstellung …?
Na, alles noch sehr diffus.
Ich geh’ ins Atelier.

Ach, übrigens, lobster, ich hab’ unzählige Kommentare von Ihnen gelöscht heute Morgen. Lästig. Dieses weblog steht zum chatten nicht zur Verfügung, glauben Sie’s halt mal endlich. Ich bin ab jetzt nicht mehr am Rechner und kann Ihnen nicht hinterher löschen, will aber der Leser:innen willen die Kommentarfunktion nicht deaktivieren (müssen), so wie bei meinem gestrigen Beitrag.
Wie wär’s also, Sie nehmen jetzt mal die emsigen Finger von der Tastatur und legen sich aufs Sofa? (Nein, nicht antworten! Das ist keine Frage!)

10 Gedanken zu „Vorboten. Mittwoch, 5. Januar 2011.

  1. welches sofa denn ?
    ich such nach meinen prstoralis ztwiebeln und nach einem verfänglich sein könnenden eingrämmer, wie ein soldat abgewandert, wie eine saugut aussehende lady wahrscheinlich

    • @eugene faust Zur Not, ja. Dann würde ich alle anonymen Kommentaroren blocken, nicht nur einen.
      Das würde ich nur im Falle eines Gastes tun, der mir übel will – was beim Lobster nicht der Fall ist (wir telefonierten vor einigen Monaten ein paarmal), auch wenn er manchmal hart an der Kante laviert.
      Nicht, dass ich seitdem wirklich wüßte, wie sich’s anfühlt, Lobster zu sein … aber seitdem nehme ich Ausuferndes und Aggressives von seiner Seite nicht mehr persönlich; es ist Auswirkung seines Lebensstils. Um’s mal milde auszudrücken.
      Trotzdem nervt mich das löschen müssen natürlich wahnsinnig.
      Andererseits erfindet er die lustigsten Nicknames. Und Wörter, manchmal. Und es gab auch schon ein paar Highlights dialogischer Natur, nicht viele, doch ich hab’ sie nicht vergessen, unter den L.-Briefen an Dr. Sago zum Beispiel.

  2. ich finde die vorstellung eines solchen “doppel-packs” sehr reizvoll. benennen könnte man es dann als ‘performance’ oder sogar – mit blick auf ihr foto – ‘installation’, deren teil sie selbst und der vorgang des ‘lesens’ ist (wobei ja solche benennungen auch immer rührend sind, wichtig ist v.a. das ‘verstehen’). sich selbst zum teil der inszenierung machen, ein selbst-stunt.

    ihr bude da oben gefällt mir! beleuchtet sie doch ihre zeichnungen noch einmal ganz anders, das dreidimensionale und felle und schrift und plakate etc. als erweiterte erlebnismöglichkeit ihrer flachware, richtig schön!

    *genug geschwurbelt, jetzt rodeln*… 🙂

    • @schneck08, selbst-stunt (Gut gerodelt? Sie haben doch bestimmt darüber geschrieben bei sich, mom, ich geh’ mal schnell gucken)

      Ja, meine Lesungen waren immer inszeniert, auch wenn ich den Begriff der Performance immer gemieden hab’… erzeugt so viele Vor-urteile, schon als Wort…

      Das, was Sie schwurbeln nennen, war schlicht eine kleine Motivationsinjektion zum Jahresbeginn : )

    • ‘performance’ – – das wort fass’ ich nur noch mit gummihandschuhen und pinzette an, oder mit humor. (ich durfte mal “vorsingen” in saarbrücken, wegen einer professur für malerei. während des spießrutenlaufes fragte eine komische studentin mit stechendem blick, ob ich denn, falls ich dort anfangen würde, auch “performance-training” anbieten würde. “himmel, was ist denn performance-training?” dachte ich mir und antwortete “ja, natürlich, wir alle machen das, täglich!”. /den job hat später eine nette kollegin bekommen.)

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