TTag, Montag, 27. September 2010. Ateliertag.

Heute wird gezeichnet.
Neue Schafgedichte und Unfug aller Art werden weiterhin vergnügt entgegengenommen.
Lassen Sie uns der Melancholie ein Schnäppchen schlagen : )
Sie Schnüppchen, Sie.

17:27
Während ich hier zeichne, kommen die Schafgedichte hereingewedelt, sogar ein Limerik tauchte eben auf. Bei dieser Thematik sehen sich ja manche sofort bemüßigt, ein bißchen respektlos zu werden: nebenan in die Dschungel bezeichnete mich jemand als Mondschaf. Hab ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen.
So.
Weitermachen.

20:13
Es gibt Tage, da sitzt man im Atelier und spitzt Stifte. Denkt. Blättert rum. Sieht aus dem Fenster. Zieht sich dicke Socken an. Lässt zum hundertsten Mal den Blick über die Wände schweifen.
Hm.
Mal Handy ans Ladegerät hängen. Lautlos stellen. Hach, sms. Schnell noch beantworten.
Gut. Is was zu essen da für später? Schnell mal zum Rewe.
Zurück.
Kaffee? Kaffee. Man zeichnet ein bißchen. Spitzt wieder. Legt Papier nach. Knüllt. Zeichnet drei Falten ohne Rock, einen schiefen Würfel und vielleicht ein kleines Männchen.
Spitzt.
Zeichnet fünf Quallen und eine Sexszene, aber die Quallen sind sexy und die Sexszene quallig.
Zeichnet eine Schlange, die einen Elephanten verschluckt hat und denkt, na, die gibt’s aber schon.
Weg damit.
Der kleine Prinz hat einen Bart bekommen. Und eigentlich mochte ich eh immer die Schlange lieber, die nicht anders konnte. Egal. Ich hab’ heute nur Motive zu fassen gekriegt, die mir den Blick versperren. Man muss h i n t e r dem Papier ansetzen, sonst schüchtert es einen ein. Man muss: spitzen. Und dabei selbst ziemlich weich werden. Fast flüssig. Manchmal ist das geradezu lächerlich langwierig. Manchmal ist der Asteroid einfach zu klein, und die zickige Rose unter ihrem Glassturz geht einem auf den Wecker.
Weitermachen.

3 Gedanken zu „TTag, Montag, 27. September 2010. Ateliertag.

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