8 Gedanken zu „TTag, 26. Mai 2010. Mit einer bangen Frage.

  1. Was klärte er jemals auf? Brutalstmöglich führte er vor, was ein Machtmensch ist. Regelmäßig löste dieser Mensch bei mir Brechreiz aus (nicht metaphorisch zu verstehen!). Verschwendete Empfindungen, da ich nun feststelle, dass ich mich nicht mal freuen kann, wenn er den Hut nimmt. Denn der Ekel bleibt.

    • @melusineb. Komisch, so geht’s mir auch: ich kann mich kaum freuen. Wie konnte sich ein ganzes Bundesland über so viele Jahre von diesem Hartkopf am Gängelband führen lassen?

  2. Alleine die Physiognomie…Eine Hackfresse, welche selbst Grosz’sche Dimensionen in den Schatten stellt! Als Wirtschaftslenker wird diese ‚Körperverletzung‘ zwar weiter am Hebel sitzen, aber wenigstens medial nicht mehr so präsent sein. Bereits das bereitet mir Genugtuung!

  3. Klarstellung: Der Ekel gilt der „verfolgenden Unschuld“ Ich möchte hier klarstellen: mein Ekel hat nichts mit Herrn Kochs Physiognomie zu tun. In seinem Fall interessiert die gar nicht. Eklig ist die Attitüde der „verfolgenden Unschuld“ mit der er politische Karriere gemacht hat. Dieses „Aber man muss doch mal sagen dürfen…“, um zu sagen, was ein dumpfer, stumpfer, rassistischer Mob ohnehin am Stammtisch und im Stadion dauernd zum Besten gibt, aber vorgeblich mit der Haltung man breche hier ein Redeverbot und dann sich gekränkt geben, wenn die niederen Instinkte, auf die man gezielt hat, sich ungeniert austoben: Das ist fies und eklig (und – wie Kochs Beispiel zeigt – leider erfolgreich). Immer richtet sich diese vorgeblich gekränkte, aber stets nur andere kränkende und verletzende Redeweise gegen Minderheiten; setzt ein „Wir“ gegen die „Anderen“, die zwar wenige nur sind und schwach und „uns“ eh unterlegen, aber dennoch „uns“ irgendwie (ja wie denn?) den Mund verboten haben und deswegen muss es jetzt mal halt raus, das widerwärtige Ressentiment, oder nicht? (Und das vielleicht, zeichnet sich auch im Gesicht, in den Gesichtern ab: das Ressentiment, die Verkorkstheit).

    Ich bewahre die Erinnerung an die Kampagne gegen die doppelte Staatsbürgerschaft, die Koch an die Macht gespült hat, gut auf in meinem Gedächtnis. Das sagt mir was, über die Mehrheit der Menschen, mit denen ich in einem Eisenbahnwaggon sitze und ich vergesse es nicht, wenn dereinst einmal die Nachrufe geschrieben werden auf Herrn Koch. Dann werde immerhin ich (so ich noch lebe) auch über den Toten noch etwas Schlechtes zu sagen wissen.

    • @melusineb. Mir war heute tagsüber etwas unwohl dabei, die Handlungen dieses Herrn hier so sehr an seiner Physiognomie festzumachen, einfach, weil es nahe liegt. Deshalb gut, verdammt gut, dass Sie noch einmal die Gründe aussprechen, die zu dieser Ablehnung geführt haben, auch bei mir.

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