Männlich oder männlichweiblich gemixt?

Ist irgendjemand von Ihnen mal im Netz auf eine Idee gestoßen, wie man diese männlich orientierte Schreibweise auflösen könnte?
Bei meiner Arbeit als Online-Redakteurin stellt sich mir ständig die Frage.
Soll ich zum Beispiel “Autoren” schreiben und die weiblichen damit außen vor lassen, wie immer noch gemeinhin üblich? Oder “Autorinnen und Autoren”? Das durchzuhalten, verhaut einem jeden Text. Ebenso wie “AutorInnen”: Hässlich.
Nur noch die weibliche Form zu verwenden, ist auch keine Lösung, führt unweigerlich zu Missverständnissen.
Vor ein paar Tagen sah ich “Autoren&innen”, gefiel mir eigentlich ganz gut – bis die Korrekturleserin es mir beanstandete, weil sie meinte, das sähe wie ein Formatierungsfehler aus.
(Vorschläge?)

7 Gedanken zu „Männlich oder männlichweiblich gemixt?

  1. Faustregel: Geschlecht einfach umdrehen So finde ich es gut bei gewissen angelsächsischen Autorinnen. Die nehmen einfach jedes rausgerutschte geschlechtsspezifische Wörtchen und drehen es um 180 Grad. Dadurch wird eine therapeutisch-liberalisierende Position eingenommen, die akzeptierend, dass die Sprache noch nicht zur perfekten Lösung evolviert ist, die Zwischenzeit überbrückt mit Parteinahme für das jeweils sonst übergangene Geschlecht.
    Behördliche Korrektheit hat in USA allerdings auch zu der (hoffentlich Zwischen-) Lösung geführt, in dem von Dir erwähnten Fall von “Menschen mit Autorenschaft” zu reden…

    • Super Idee. Bei deren Umsetzung meine Korrekturleserin die Wände hochgehen würde. Gibt es einen Link/Beispiel, mit dem ich ihr das “gewisse” angelsächsische Modell mal visuell deutlich machen könnte?

  2. Piilee & Mieli Nehmen Sie den Ihrigen Vorschlag und lassen Sie die werte Korrekturleserin doch mal im milden feuchten Regen stehen; denn wenn nicht hier, wo sonst sollten Sie Ihre eigene Herr&inn sein? Und nur Mut, die Dinge werden sich ändern – ganz wie von Zauberhand und selbst.

    • Sie liest doch nicht hier Korrektur, sondern in meinen Beiträgen fürs bezahlt Redaktionelle…
      Hier auf TT mach ich eh’, was ich will. Darauf können Sie Ihren reconvaleszenten Doodle verwetten.
      Gute Besserung, übrigens!

  3. unkorrektkorrekt Mir persönlich gefällt es, wenn ‘Autorinnen und Autoren’ gemixt wird mit ‘Autoren’, auch wenn Frauen gemeint sind. Am besten, es wird neben der allgemeinen Nennung auch eine Frau konkret als die ‘Autorin’ angesprochen.
    Durch die Mischung aus ‘korrekter’ und ‘unkorrekter’ Schreibweise fühle ich mich jedenfalls am normalsten.

    • Geht mir genauso. Und dahin soll die ganze geschlechtsspezifische Spracheierei ja wohl irgendwann auch führen – in eine Normalität. Falls es so etwas überhaupt noch gibt.

  4. Autor/innen solange es nur für Frauen ein AutorIn gibt und für Männer weiterhin nur ein Autor gilt – dann sind Frauen immer noch und schon wieder als eine Erweiterung, Normabweichung des Männlichen definiert.
    Da klopft sich doch der Patriarch lachend auf die Schenkel. Also entweder Autor für alle – oder explizit getrennte Bezeichnungen.

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