@ MrP

jetzt verstehen wir uns. Die Territorien des künstlerischen Schaffens sind, im Vergleich zum Schreiben (das, zumindest in meinem Fall, immer ein Vorgang ist, den die Ratio kontrolliert), in der Tat viel weiträumiger und erlauben einen anderen Umgang mit dem eigenen Bewusstsein, auch mit der „Seele“, wie Sie sagen.
So weit, so klar.
Ich sprach aber in meinem letzten Beitrag auch davon, dass jeder kreative (ich hasse dieses Wort) Mensch mit einem Packen Themen hantiert, der sich im Laufe der schöpferischen Jahre nur wenig oder gar nicht verändert.
Und zu den Dingen, mit denen ich mich immer wieder beschäftige, gehört nun mal auch die Frage nach diesen Prozessen – was sie begünstigt, behindert, Kontinuität finden lässt, also die Frage nach den Begleitumständen der künstlerischen Arbeit.
Das hat nichts damit zu tun, dass ich mich in meinem Schaffen danach richte, was andere von mir erwarten – was ich nicht mehr tue als jeder andere auch. Nein, es ist einfach so, dass dieses Abtasten meiner inneren und äußeren Antreiber, die Frage „Wie entsteht Arbeit“ eines meiner Themen ist. Früher, als ich noch malte, habe ich riesige farbige Querschnitte durch fiktive Gehirne gemalt, durch Menschen-, Roboter-, oder Aliengehirne…
Heute versuche ich, „das, was ist“ sprachlich abzubilden. Auch in Zeichnungen, die ebenso Sprache sind für mich. Ich versuche, zu manifestieren: In welchem Medium auch immer.

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