@ semiothicghosts

thanks für die Anteilnahme, was den Kommentar von Herrn H.T. angeht. Doch warum sollte er nicht zurückschlagen, da ich doch sein Haltung Barak Obamas Auftritt betreffend (wohlgemerkt seine Haltung, nicht ihn) ziemlich unvornehm als frigide bezeichnet habe?
Das war zwar salopp gemeint, ist aber offensichtlich heftig angekommen. Zumindest fühlte er sich daraufhin im Recht, mein Nest zu beschmutzen.
Was mich darüber nachdenken ließ, mal wieder, wie zweifelhaft es ist, sich online auf reale Namen zu beziehen. Was ich normalerweise nie tue und in diesem Fall nur getan habe, weil er in seinem Leserbrief im Spiegel auch seinen vollen Namen genannt hat.
Wie dem auch sei:
Wenn er oder jemand anders jetzt den Namen H.T. (ich schreibe das absichtlich nun nicht mehr aus) googelt, taucht immer auch mein Beitrag auf Tainted Talents auf der Liste auf. Ist doch ärgerlich für ihn, oder? Da hab ich seine Haltung mal kurz benutzt, um ein paar flapsige Bemerkungen zu machen, und seitdem sind wir zwei verbandelt, per Google.
Das wollte ich nicht, kann es aber auch nicht mehr rückgängig machen.
Versteh‘ mich nicht falsch: Ich denke schon, man muss was wegstecken können, wenn man sich tummelt im Netz. Doch die Unerbittlichkeit, mit der an den eigenen Namen gebundene Daten für alle zugänglich online dahin floaten, immer weiter, erschreckt mich ein wenig. Ich bin mir noch nicht schlüssig, wie ich mich dem gegenüber verhalten soll.
Zumindest lässt es mich darüber nachdenken, auf Tainted Talents auf die Nennung der Namen von Privatpersonen zu verzichten. Irgendwas daran ist unheimlich. Und naiv. Würde mich interessieren, wie Du dazu stehst, Semiothicghosts.

P.S. das gilt auch für Ihren Kommentar, shadowrun: Was bedeutet Integrität in diesem Fall? Nicht zu provozieren, oder sich nicht provozieren zu lassen?

3 Gedanken zu „@ semiothicghosts

  1. H.T. Das mit der Privatsphäre ist wirklich schwierig, andererseits entwickle ich bei besonders blöden Kommentaren Lust, mehr über den Kommentator zu erfahren. Im Falle von H.T. ergibt sich bei der Recherche ein Bild eines CDUlers und Vize Rotariers, der in vielen Vereinen um Vorsitz kämpft, sich gern zu deutschen Traumathemen äußert und seinen Langeooger Mitbürgern vorschlägt, den über die permantent Rasenmähenden entrüsteten Barden Mey niederzumähen.

    • @ BEERLY Tja, entlarvt. Schwimmt nicht auf meiner Welle, der Zeitgenosse. Auf Ihrer offensichtlich auch nicht.
      Was natürlich die Frage aufwirft, ob man, in einer öffentlichen Auseinandersetzung, die „Blöden“ anders behandeln sollte als die „Guten“?
      Mich interessiert, wie eine Stimmigkeit herzustellen wäre zwischen Provokation und Diskretion: Ohne Provokation entsteht keine Dynamik, ohne Diskretion begibt man sich auf das Terrain derer, die man kritisiert.

  2. Ich verwende Initialen oder Namen von irgenwelchen Goettern, wenn ich jemanden diskutiere. Aber die Leute, ueber die ich mich ausspreche, stellen sich meistens nicht im Internet dar: wenn ich’s von einem Author or Filmer habe, nenne ich sie beim Namen, denn sie sind in der oeffentlichen Domain. Ob man sich als Author von Leserbriefen in diese begibt ist unklar. Fuer jemanden wie den aufgebrachten Herrn H.T. wuerde ich in Zukunft einfach statt des Namens einen direkten link zum Leserbrief in Frage angeben.

    Blogs sind Meinung. Meinungen sollten nicht zensiert werden, egal wie knoetterich sie einen machen. Also schreib weiter.

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