Bach und Stein

Am Hang
Im Wort
Am Anfang
Frag’ den Anfang
häng dein Wort in die Strömung
Bach und Stein
wach und klein

Die Namen der Dinge
Die Zeit
Die Gelegenheit
springt von der Brücke, schwimmt
einfach weg
Sing meine Linde, kling meine Nachtigall
ruft sie noch
während sie davontreibt

Büsche hängen über den Böschungen
Wie heißt du, frage ich das Ufer
Es lacht mich aus
Ich heiße doch nicht, ich bin
sagt es
Ich habe Gras und eine Schnecke, schau
und Zwischenräume. Mir wohnt ein Plan inne
Wie ist es bei Dir?

Kann ich bitte auch eine Schnecke haben
sage ich
Sie kommt, wenn du nicht mehr um Erlaubnis fragst
wispert das Ufer
Wird sie ein Haus haben, frage ich
Sie wird nackt sein wie du, versprochen
Und das Ufer verneigt sich und geht langsam davon

27 Gedanken zu „Bach und Stein

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