Gewebeprobe: Zeit

Was, wenn es nicht Zeit wäre, die uns bestimmt: wenn wir uns selbst trügen. Tage und Stunden entrichten wir cash, du kannst nie tiefer fallen als in Gottes Hand, aus Gewohnheit, aus Angst, aus Liebe, doch für was, zum Henker, zahlen wir mit unserem Leben. Ah, die Körper! Wir verzichten auf sie, wir verlassen sie, Zelle für Zelle geben wir uns anheim.
Auf die Erde: Pisst auf die Erde. Leckt Erde. Legt euch auf Erde. Unter den Straßen Fels, Wasser, Feuer: was, wenn wir das spürten. Wären wir dann ein kleines Licht. Niemand ist ein kleines Licht. Wir sind die Hand, wir fallen nicht in die Zeit, nur weil sie Tribut verlangt. Was wär’ sie ohne uns? Wir haben sie nicht gemacht, doch ihr Verstreichen: das ja. Wir erfinden es. Jeder für sich.
Ich lösche jeden Tag einen Tag. So, weg mit dir, sage ich abends; ich hab’ dich verbraucht, du warst mein. Jetzt verschwinde.
Die Zeit heilt keine Wunden, sie greift sich Fleisch. Ein Fehler zu glauben, sie bekäme jemals genug; das Konzept ist ihr fremd. Genug. Gegnu. Ggnu. Gnu. Über ihren weit geöffneten Mund donnern wir; sie verzehrt uns, während wir rennen. Sie beginnt mit den Hufen, da spüren wir nichts.
Wie wäre es, sich aufzurichten. Wie wäre es, kostbar zu sein. Wie wäre es, nicht mehr getrennt zu sein.

8 Gedanken zu „Gewebeprobe: Zeit

    • ne auch tapetenteile würde ich nicht futtern.
      an tapeten pissen hab ich echt noch nicht gebracht, schande, man behauptet ich hätte einmal an den tresen gepinkelt während ich mit dem keeper sprach, ich fühlte mich wie jim morrison hinterher.
      dass ich mal wo neben ein billardtisch pinkelte in einem nicht leeren lokal, daran erinnere ich mich.

    • ps das mit dem tresenpissen war bei dem keeper, der mir immer höchstarrogant was von morrison vordozieren wollte.
      ( weiss aber gar nicht ob diese legende von morrison überhaupt stimmte, dass er genau das nämlich tat )

    • ach phyllis, löschen sie doch bitte diese zwei letzten posts von mir und das hier ( dachte ja da kommt vielleicht ein vorwurf : “wieso so kleinlich, lobster ?” oder so – ausserdem kommen meine anekdötchen eh aus längst verflossnen zeiten und was sollen diese hier womöglich assoziationen anderer blockieren – nö war was fluffig drauf vorhin, sorry – die beiden teile gehören irgendwie nicht dahin )

      lieben abend …

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