7 Gedanken zu „Einmal geübt, schon gekonnt, XXI

  1. Das finde ich ja aufregend: “Memory spielen” findet üblicherweise mit Kärtchen statt, die vor den Mitspielern ausgebreitet werden. Mitspieler sind hier aber nicht zu sehen, auch Kärtchen nicht (ich brabbel jetzt einfach mal drauf los, liebe Phyllis – ist doch ok, oder?)

    Versuch:
    Das Bild kann sich so anfühlen, als wäre ich, der Betrachter, der Mitspieler. Spannende Frage: erlebe ich mich auch so von drei Seiten geschützt, wie meine Spielkameradin? Womit spielen wir überhaupt? Mit Kärtchen oder mit Gegenständen (falls ich das korrekt als Blume identifiziere, was da von zwei Fingern gehalten wird)? Natürlich würde ich gerne wissen, wie dann das “Spielfeld” aussieht und folge dem untersuchenden Blick an den unteren Bildrand, unversehens hinaus purzelnd. Sind die Memory-Objekte von einem Tuch bedeckt, sodass nur Umrisse der darunter verborgenen Gegenstände schwach erkennbar sind?
    Doch dann wieder der Blick zurück auf die “Einfriedung” und die beidseitig mädchenhaft zusammengefassten Haare. “Wie alt bissn du? Sechs? Sieben? Magst nicht ‘raus kommen?” platzen Fragen ins Bewusstsein.

    Wo ist die zweite Blume?

    —– cut —–

    Variante:
    Da hab ich was bei mir herinnen gefunden.
    Eine Blume oder eine Sonne.
    Welches ist das Äquivalent im draußen?

    —– cut —–

    sorry ; )

    • Ich hab den Titel lange angegrübelt. Wollte Kindheit und Gedächtnis drin haben, aber nicht so direkt. Dann fiel mir Memory ein. Eben weil man zwei dazu braucht. Zum Erinnern nämlich eigentlich auch. Zumindest geht’s dann andere Wege, als wenn man’s alleine tut.
      Eigentlich ist’s trotzdem ein ziemlich hermetisches Motiv. Die Höhle reicht nur für eine allein. Und ob sie mit ihrer Blume an so kurzer Schnur die dazu gehörige fischen kann, bleibt unklar. Es ist kein sonderlich angenehmes Bild für mich. Ich weiß selbst noch nicht, wie ich es finde.
      Das Wort “Einfriedung” fällt mir noch ein.

      “Sorry”?
      Das schreibt doch sonst immer der Lobster ; )

    • sollte sich der lobster angesprochen fühlen, wa ?

      nun der lobster hat dazu ein sehr merkwürdig-piesackendes deja-vu, der diskretion halber darf ihm soweit nur der ausdruck ” sensorische deprivation ” einfallen zu der für ihn mit diesem bild verknüpften geschichte einer äusserst mitleidserregenden frau.
      da musste er quasi ad hoc passen.
      es ist also für lobster erst recht kein sonderlich angenehmes bild.
      ( selbst wenn sie nackt wäre nicht )

      ansonsten “recherchiert” der lobster gerade irgendwie seiner kindheit hinterher als er gelegentlich von alten männern mit dicken, gravitätisch anmutenden pfeifen so gut wie unbeschriftete cassetten zugesteckt bekam, welche er sich dann zum zecken auflegen konnte und doch tatsächlich so etwas wie abheben erfuhr.
      ist ihm heute schleierhaft wie das damals mit solchen simplen sachen funktionieren konnte – gab wohl kaum was anderes in diese (klang)puristische richtung

      soweit traurig-laue memorisierungsresiduen deprimässig rüberrhapsodiert.

      sorry.
      irgendwie.

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