23 Gedanken zu „TTag, 18. August 2010. Sonnenstrahl!

  1. ich möchte hiermit meiner befürchtung ausdruck verleihen, dass allzu viele nächte entgleisender monologe, welche dialogisches ja nur antäuschen ( und dies nicht einmal gewissenhaft, sprich schwer decouvrierbar ) das lesevergnügen gar das vergnügen zu kommentieren anderer womöglich hemmen.
    trotz diese nacht auf einen mehrfach festgestellten trüben tag folgte, trotz der tatsache dass lobster ankündigte seine avatare unter friendly fire zu nehmen und gerade ob der bedauerlichen vermutlichkeit, dass lobster auch weiterhin zu dergestaltigen selbstbespiegelnder eskapismen fähig sein könnte ( was ihn gerade selbst etwas schmerzt ), also trotz gravierend erscheinen könnender kausalitätsandeutungen von rationalisierungen per nachhinein, will lobster hiermit seiner befürchtung ausdruck verleihen, er könnte den bogen in den augen anderer längst überspannt haben.
    nun gut die attacken gegen andere sind einer selbstzerstörerischen manier gewichen, einer art rückzug selbstauflösender avatarenzersprengseltheit und dies sollte nun in aller form hier verlautbart worden sein.
    lobster ist gerührt, geradezu beschämt ob ihrer generosität frau kiehl, obwohl diese auch durchaus in seinen augen für sich spricht.
    für ein lebendiges umgehen – können mit sprache nämlich, was der lobster in anderen blogs halt selten erkennen kann.
    von mir gibt es dafür also einen kleinen lichtstrahl ( ohne flammende fusssohlen allerdings ) und so tanzt der lobster halt vielleicht mit – einer art entzücken über allem malaisehaftem hinaus.

    • Tanze Er! Und gerne auch hier. Hat mit Großmut nichts zu tun – ich hab‘ schon mehrfach begründet, warum ich Ihre vielgestaltigen Beiträge nicht missen möchte. Hab‘ nur gerade ziemlich viel Stress, deswegen nur dieses kurz erwidernde Lichtstrahlchen ; )

    • @lobster Als einer der „Anderen“ kann ich Sie versichern, dass m e i n Vergnügen am Aufenthalt in TT-Gestaden k e i n e Schmälerung erfährt durch Ihre „Monologe“. Diese sind anfangs lediglich gewöhnungsbedürftig für unerfahrene Gäste wie mich. Die Gewöhnung einmal bewältigt habend, eröffnet sich dann ein einzigartiger und eigenwilliger Charme in Ihren „Materialisierungen“.

      Deshalb verstehe ich die Gastgeberin auch sehr gut, dass sie nur in ganz seltenen Ausnahmefällen Ihre Sprachwebungen mit der Trimmschere nacharbeiten und Sie im übrigen ausdrücklich nicht missen will.

    • @hans das freut mich zu hören, zumal von ihnen, der sie ja recht oft hier kommentieren, wiederum meistens zu meinem vergnügen !

      ich weiss ja nicht, wenn ich manchmal versuche, an anmacherei ( das hat sich soweit eh erledigt ) vorbei so kleine dialoge purzeln zu lassen, so denke ich an einen für mich ( und ein paar andere ) in den 80ern legendären radiosender in berlin namens radio 100, ein wirklich kollektiv konstruiertes mediending damals, was sich allerdings nicht halten konnte und im gegensatz zur taz ( welche ja auch wohl ihr konzept entidealisieren und kommerziell anpassen musste ) letztlich einging und aus der medienlandschaft verschwand.
      da gab es sonntag vormittag eine blödelrunde welche doch recht bekifft immer rüberkam und auch alkoholika ( wie futschies ) affirmativ zusprach. für mich war das damals echt köstlich.
      nun, ich bilde mir zwar nicht ein das qualitativ so hochwertig nachzeichnen zu können, aber manchmal da juckt es mich irgendwie in den fingern es zumindest zu probieren.
      weiss auch gar nicht ob das wirklich ne affinität zu tarantino komik hatte, wenns gut lief, wie ich mal meinte, naja.
      auf alle fälle beruhigt mich ihr kommentar an mich etwas.

    • also hans ich schätze sowohl ihre fantasievollen ( z.b. gedichtlicher art ) wie auch ihre seriösen kommentare.
      wenn ich auf die seriösen selten einging so lag das daran, dass mir zur zeit theoretische überlegungen ziemlich schwer fallen.
      ich wäre ja auch gerne heute bei melusine zu ihren kommentaren noch dazugestiegen, aber irgendwie muss ich mir halt zur zeit da regelrecht was abtrotzen, keine ahnung woran das liegt.

    • naja – hans – sehe grad ihr lächeln, vielleicht ist es aber auch so : wahrscheinlich falle ich nur in den duktus eine 80er insider humors zurück, weil ich irgendwann aufgeben musste.
      als ich noch gesellschaftspolitisch motiviert war, ging es zuvörderst um bildungspolitik für mich – das war noch der beitrag für mich systemkonform mitzudenken.
      nun komm ich aus einer hochidealistischen ecke und das was mal utopistisch zu sein schien, das schien sich plötzlich aufgrund der veränderungen qua net ( sprich kommunikation ) aber auch durch sich immer weiter ausbauende maschinisierungen so allmählich einlösen zu können wenn nicht zu müssen.
      das alte modell der harschen auslese qua restriktiv aufgefasster bildungspolitik schien sich zu einem bildung für alle modell, zu einem kompetenzbefähigten menschenbild quer durch die bänke reformieren zu müssen.
      schien, so mein etwas vielleicht defaitistischer schluss vorerst.
      aber nicht mal da wäre ich befähigt zu streiten, das ist es.
      ich erwarte also, etwas abgenommen zu bekommen, für was sich spezialisten aus verschiedenen lagern nebst derer ideologien in scheingefechten die zeit vertreiben.
      ich drück das so aus, weil ich denke, imgrunde ist doch alles paletti.
      es wird in bildungsdebatten ganz einfach ein wenig motivational herumdebattiert, um noch ein paar spezialisierungswillige leute mit ins boot zu bekommen, aber halt nur so viele wie eine statistik einen halt soweit glauben machen will.
      der rest ist egoismus.
      ich sag das mal so salopp.
      vielleicht glaub ich selbst auch bald nicht mehr an meine interpretationen der realität, nun, wir befinden uns ja auch im dissens mit kulturen oder gesellschaften, die es gar weniger günstig für alle hinbekommen, das wäre wohl das schlagende argument.
      der wettbewerb.
      naja – aus so einer art verquastem gebräu speist sich gerade meine argumentationsunfähigkeit und deshalb zieht es mich irgendwie auch deutlich zur kunst, allerdings halt auch einer doch für viele unzugänglichen.
      naja, das wollte ich nur so kurz loswerden.
      dass ich irgendwie halt kapitulieren musste.

    • ich kann nicht sagen ob tarantinos filme die leute verblöden oder nicht.
      genausowenig wie ich sagen kann dass adorno oder irgendein hardcorekomponist von wagner bis lachenmann die leute wirklich schlau macht.
      mal so ganz grob angefingert das ding.
      ich weiss nicht welche wirklich gute information bei wem wie wirksam ist, ganz einfach ausgedrückt.
      ich weiss bloss, dass es existiert und das in erfolgreichen gesellschaften.
      das ist alles.
      ansonsten interessiert mich eigentlich nur weltpolitik.
      nur, weil ich ja echt ein bescheidener fella bin.
      hihi.

    • @Lobster Mein „Lächeln“ bezog sich genau auf das von Ihnen so bezeichnete „Zurückfallen“ in den Insiderhumor von damals und drückt meine Freude über mein eingebildetes Verstehen aus.

      Einen Gedanken noch zu Ihrem „Aufgeben müssen“, Ihrer „Kapitulation“:
      Darin erkenne ich die Freiheit, Menschen vor anderem inneren Hintergrund wahrnehmen zu können. Es ist vielleicht sogar ein Stück Erhabenheit, sich nicht mehr in atemberaubender Argumentationsakrobatik am Reck der Eitelkeiten anderer erschöpfen zu müssen. Stattdessen mehr einfühlen, nachspüren, lächeln. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich mit der „Kapitulation“ Ihre Empfindungsqualität in Bezug auf Musik deutlich verändert hat. Für Sie selbst spürbar, für Ihre Umwelt nachvollziehbar. Ein Gewinn letztendlich, nicht?

    • es fing früher an.
      gefühlsmässig verlor der kiez in dem ich wohnte, vor ein paar jahren rassistische züge.
      daraufhin hörte ich mit kampfsportübungen auf, packte mein funky-keyboard in den keller
      und dachte, so , der kampf ist endlich erstmal vorbei – ran an die essenz.
      ich weiss nicht wann ich mein gefühl für die musik verlor, auf alle fälle schon früher.
      es ging nur noch um arbeit und konstruktion.
      es ging darum codes zu erkennen und umzubrechen, feindliche codes, hauptsächlich nationalistisch wirksame bishin zu übermässigen machismen.
      da war ich nicht der einzige der daran bastelte.
      letztlich ist alles eine frage der schwerpunksetzungen innerhalb von symmetrisch auffassbaren strukturen, damit fängt es ja an.
      so etwas wie gefühl war irgendwie rationiert, aufs wesentliche bschränkt, mehr nicht.
      nun, dadurch, dass dieser kampf erstmal vorbei ist, darf ich mir eben die frage stellen, was eigentlich substanz ist, obwohl ich mich mit ein paar sachen über das harte zeugs hinaus schon auskenne.
      aber dieses auskennen geht halt deutlich über diese auf dur und moll fixierte kultur hinaus.
      und das evoziert enorme schwierigkeitsgrade für mich, da ich die musik anderer kulturen nicht gewissenhaft studierte ( sondern nur die grundzüge kenne, immerhin zwar dennoch
      gebietet der respekt vor anderen kulturen halt schon, ein wenig einsicht zu erlangen in das was mit konkreteren musikalische figuren usw. so im allgemeinen in diesen fremden kulturen konnotiert ist – dieses gebot des respektes ist mir allerdings schon lange klar, bloss fanden die auseinandersetzungen halt in diesem kulturkreis statt über hierzulande kulturell etablierte sachen und so ging ich interkulturellem halt kaum nach ).
      naja – wenn man kulturell mischt so wird das eh nur eine einzige erbsenzählerei, dass man möglichst paritätisch mit unterschiedlichen kulturellen versatzstücken umgeht.
      dazu verfolge ich gerne eine ausgewogenheit von bass-stimmen ( für mich ganz platt männlich konnotiert – für mich halt ) und hohen stimmen ( die weibliche seite – auch ganz platt für mich ), sprich das geschlechterverhältnis.
      es geht immer um gerechte verteilungen, macht man was ordentlich finde ich, obwohl ich bis 12 ton, die idee der gerechten verteilung für mich schlechthin gar nicht gehen will, da
      ich darin dann zuviel einengung sehe.
      ( muss man nicht ich tus )
      vielleicht ist das das tragende gefühl, letztlich faire ( gerechte ) strukturen zu schaffen.
      also das wären so mal zwei tragende parameter, also ich sag das nur mal so, ich arbeite
      nicht mehr an sowas ( insofern ich es überhaupt tat ) aber wenn, dann.
      das gefühl.
      gefühl hab ich für die lydische tonleiter, bloss ist die kaum irgendwo etabliert.
      die erhöhte quarte geht keck zur quinte ( dominante ) und so wird diese tonleiter halt zu frech für die chefs oder zu luxuriös für die untergebenen sein, bildete ich mir mal ein.
      naja – das gefühl.
      sorry – ich möchte mich hier nicht aufblasen, zumal ich eigentlich eh den tonalen raum gar nicht mehr gross berücksichtigen wollte und eher in den space gehen wollte, kulturlos
      sozusagen, – dafür fehlt mir allerdings das elektronische equipment.
      dass ich nichts mehr mache, scheint meiner umwelt ( privat ) durchaus recht zu sein.
      macht er nichts, macht er wenigstens keinen ärger.
      versteh ich, hab ja nichts gegen sozialen frieden, dafür stritt ich ja letztlich mit.
      naja hans nehmen sie das post nicht allzu ernst, es ist ja nur ein plop und schon versenkt.
      ich werd sie sicherlich bei gelegenheit mal fragen was sie so machen, ist das o.k. ?

    • das letzte was ich vorhatte war „weibliche lockrufe“ elektronisch zu kreieren, jedesmal wenn ich des nachts das haus verliess, dachte ich die gegend ist zwar schon schön friedlich geworden, aber doch noch ein wenig finster, so gefühlsmässig.
      das war so etwa vor zwei jahren.
      ich kam glücklicherweise nicht weit damit, weil mein equipment irgendwie nicht mitspielte.
      gut – alleine wenn gamelan-gongs oder röhrenglocken aus dem sämpler kommen ist das schon mal etwas klinisch vorfabriziert, also es muss nicht unbedingt feelingsmässig so bearbeitet sein, dass es für die jeweilige idee passt, klar.
      das ging mir schon auf den keks.
      dazu habe ich gravierende mixdownprobleme.
      anyway.
      im laufe der letzten zwei jahre überholte mich deutlich das feeling meiner umgebung, so dass diese grundidee plötzlich ziemlich hohl und leer dastand.
      gut dass ich nicht intensiv daran arbeiten konnte, es wäre jetzt völlig obsolet.
      auch gut, weil ich dieses finstere gefühl nicht mehr wahrnehme.
      naja.
      ich bin halt echt, wenn ich mal was mache deutlich ein saisonarbeiter, ist ja auch o.k.
      zweckfixiert halt.

    • hans sie können das so stehen lassen ohne gross darauf einzugehen, es ist ja für mich nur noch persönliche geschichte, mehr nicht, also vorbei.
      was für mich kreativ vielleicht noch kommt, nun darauf warte ich irgendwie schon seit mehr als einem jahr.
      ich muss sagen, dass ich ziemlich krank bin ( unter anderem ein schweres gehörleiden )
      und somit relativ freigestellt – also eine art luxus habe, warten zu können auf eine vielleicht nächste idee, andererseits eben aber auch ziemlich erschwerte schaffensbedingungen.
      keine schöne situation, eine situation eines permanenten, allmählichen zerfallens.
      naja – das muss kein mitleid evozieren.

      ( hoffentlich hab ich durch meine kommentarsachen niemand vergrault hier – irgendwie
      mach ich mir fast schon sorgen, ich hätte da was überzogen, hm )

    • Könntest du, Lobster … das auch so erklären, dass jemand folgen könnte, der wenig (fast keine) Ahnung von Musik hat, aber doch gerne was verstehen möchte. Mir z.B. würde es helfen, wenn du Beispiele nennen könntest, Musik, in die man reinhören kann, um eine Vorstellung zu entwickeln, von welchen Dynamiken du sprichst. Verstehst du, wenn jemand so wie du über bildende Kunst spräche, dann könnte ich mir was vorstellen, weil ich viele Bilder im Kopf habe. Bei Musik ist es nicht so; ich würde mir das aber anhören, sofern man´s im Netz kann… (Ich lese gerade „The Rest is Noise“, um was zu lernen, kennst du das?)

    • das mit den weiblichen lockrufen war halt noch ziemlich unbeackert, das war ein weiterer grund sich da etwas ganz für sich alleine erarbeiten zu können.
      allerdings wäre es schon schwer gewesen auch nur viele variationen auszuknobeln.
      kenn ich keine vorlagen für, es wurde mir auch nie klar, wieso das im verhältnis zur musik so im allgemeinen nach meinem gefühl so schnell obsolet werden musste.
      für lydische musik kenn ich auch kein einziges stück, welches ganz rein in dieser tonalität komponiert wurde, gut vielleicht wäre das auch wirklich etwas zu extrem, der einzige der mir dazu einfällt ist frank zappa, aber auch nur in eher orchestral-melodiösen abschnitten, allerdings dann schon recht nett ( wüsste aber auch nicht mehr wo genau, das hatte mich aber angefixt seinerzeit )
      und das mit den symmetrien, also das zieht sich eigentlich durch alle musik, egal ob bewusst gemacht oder nicht.
      das ausgewogene geschlechter verhältnis erkenne ich persönlich vor allem in bachfugen,
      der fugenkompositionstechnik ging ich allerdings nie gewissenhaft nach, womöglich liegt das gar der methodik zugrunde, keine ahnung.
      imgrunde muss man ja in der kunst seine eigene wege finden finde ich, das macht sie ja so spannend, und über musik zu schreiben finde ich schon echt schwer, musik ist halt was anderes als sprache.
      nö, da kann ich dir nicht weiterhelfen, imgrunde mir ja auch nicht.
      nono sagte mal “ es gibt keinen weg, man muss gehen “ – ich finde ( klar, man darf vor allem auch gehen ) das drückt das halt aus.
      für mich gibt es dann vielleicht noch diesen indikator : je mehr eine gesellschaft das musikalische experiment stigmatisiert, desto mehr verkennt sie die ( möglichen ) wurzeln ihres erfolgs, nämlich das damit verbundene forschen ( auch aufs prinzipielle hin gesehen) , aber das ist für mich mittlerweile womöglich doch etwas euphemistisch betrachtet ( wäre ich mir allerdings nicht mehr so sicher wie früher mal ).
      du, ich kann dir da echt nicht weiterhelfen und würde ich jemand ein wenig musikunterricht geben, dann echt nur in richtung technik und nicht theorie.
      ich finde theorie sollte man selbst entwickeln, ist man kreativ.
      ich meine die wenigsten leute besitzen so ein geschultes gehör, dass sie beim hören die partitur mitlaufen sehen.
      also was du bräuchtest wäre jemand, der z.b. zwei versionen ein und desselben songs zerlegen kann und dir dann erklärt wo die unterschiede im arrangement verlaufen, so was vielleicht.
      das womöglich noch durch sich verändernde zeiten
      hab ich mich nie beschäftigt mit sowas, obwohl das durchaus sinn machen kann.
      in der popmusik war ja wohl die letzte einschlagende tendenz die sängerin nicht nur die solostimme singen zu lassen, sondern gleich background stimmen dazu.
      damit hatte die popmusik die frau echt gegenüber der e- musik voll gefeatured und die e-musik irgendwie hinter sich gelassen.
      die frau war nicht mehr nur ihre eine stimme innerhalb der inszenierung ( partitur ) sondern vervielfältigt in einem musikalischen stück.
      die frau die nicht eins ist.
      ( oh je – jetzt müsste ich echt die semiotik des weiblichen noch mal rausholen – dabei könnte ich nicht mal sagen, wer von den derzeitigen chartsängerinnen das so macht, wahrscheinlich die meisten, oje – so weit bin ich weg von dem kram )
      du – das ist auch nur meine persönliche interpretation zu – sorry wollte dir nur kurz ne antwort gegeben haben.

    • du melusine, ich schaff es ja gerade nicht mal meine jukeboxes bewusst zu organisieren, so ala dj mit irgendwie absichtlich gesetzter songreihung, so sieht das ja schon aus.
      muss nicht verkehrt sein, klar, weil eh die meisten rezipienten nicht so breitgefächert hören, so what.
      und selbst wenn sies täten, würden sies garantiert meist anders sortieren.
      sag ich mal so.
      nun, die stücke da sind alle historie, klar.
      zeitgeschichtliche dokumente.
      das was ich da im kommentarstrang aber anthematisierte war etwas hinsichtlich sprache.
      kann es tatsächlich etwas verbindliches zwischen mehreren leuten geben, was sich dafür entscheiden kann, was gemeinschaftlich als z.b. helle sprache fixierbar ist und überhaupt : weshalb ?
      inhaltlich oder formal ?
      nicht dass dann alle eine möglichst helle sprache verwenden müssten, nö – dass man sich auf verbindlichkeiten hin verabreden kann, welche allen gestattet, je nach bedarf bewusst eine helle sprache zu generieren.
      was wäre überhaupt eine helle sprache ?
      eine möglichst flüssige sprache, eine sprache ohne geheimniskrämerei gewiss würde ich sagen, aber was wäre – teilte man diese auffassung – auf syntaktischer ebene geheimniskrämerei ?
      möglichst viele nebensätze vielleicht verwenden, so einfach ?
      du ich erahne das nicht mal obwohl es mich echt interessiert hätte.
      inwieweit man tatsächlich in der lage sein könnte, einen text bewusst zu konzipieren.
      geht sicherlich nur ansatzweise, wenn überhaupt und dann wahrscheinlich nur für einen teil der rezipienten.
      aber diskussionen darüber vermisse ich echt in litblogs, wahrscheinlich weil alle das als eschatologische fragerei von vorneherein ablehnen.
      bloss dass ich kaum flüssige texte lese.
      meist lese ich irgendein wie auch immer psychologisch interpretierbares gestolper, das dann auf die psychische situation oder grundgestimmtheit des jeweiligen spechenden verweist, meist zu meinem bedauern dann, weil ich flüssiges schreiben mit souveränität gleichsetze ( subjektiv, klar )
      souverän wollen aber alle sein, nehme ich an, die da schreiben.
      naja – nur so ein gedanke noch.
      hatte heute so einen wohl abgegegriffenen gedankenzug im kopf.
      ich sage :
      geiz ist scheisse aber ein bisschen schadet nicht.
      egoismus ist scheisse aber ein bisschen schadet nicht.
      gier ist scheisse aber ein bisschen schadet nicht.
      narzissmus ist scheisse aber ein bisschen schadet nicht.
      alles in allem aber bin ich soweit geizig, egoistisch, gierig und narzisstisch.
      naja so ungefähr.
      ich formuliere das nicht aus, gibts bestimmt schon sowas.
      ich werd mich in nächster zeit was zurückhalten mit dem kommentieren.
      trotz des zuspruchs folge ich meiner intuition und sage ich hab genug experimentiert erstmal mit meinem dope und meiner trüben birne.
      thanx aber.
      echt.

    • p.s.

      ich vermisse zur zeit echt ne flüssige musik die echt abhebt.
      startbahn, beschleunigen, abheben, fliegen.

      müsste ich mir wohl selbst herstellen ( bin wohl auch einer der wenigen die sowas fast schon vermissen ).
      naja.

      thanks soweit echt, möchte niemand hier verunsichert haben.
      thanks.

    • @ Lobster „ich vermisse zur zeit echt ne flüssige musik die echt abhebt. startbahn, beschleunigen, abheben, fliegen“ – verstehe ich. Das hier ist es vielleicht/sicher nicht. Aber es erinnert mich dran. An die Sehnsucht, nicht die Erfüllung. Und ich mag´s: http://www.youtube.com/watch?v=ksMkENKMlyk

      Außerdem: Ich will ja grade keine Theorie über Musik, sondern „Hörbeispiele“, verstehe aber, dass das schwer ist zu organisieren und zusammenzustellen. Zu dem Buch „The rest is noise“ gibt´s einen Link: http://www.therestisnoise.com/audio/ . Das hilft mir, was zu verstehen.

    • @ hans naja – interessierte mich deshalb weil sie doch alles in allem mit einem breitgefächerten wissen kommentieren, was im besonderen allerdings doch psychologisches fingerspitzengefühl ( oder feingefühl ) soweit andeutete, dass ich sie insgesamt irgendwie den psychologen ( doer der psycholgie ) zuordnete, also so nach dem motto, welche profession besitzt ein so sensitiv sich darstellen könnender mann ?
      aber ich fragte sie andeutungsweise gerade schon bei melusine, möchte mir dieser ans sich läppischen frage nix unnötig breitgezogen haben, oder konkreter, ihr selbstdarstellunginteresse nicht überfordert, womöglich.

    • @ mel ja das mit hörbeispielen für konkretere anbetrachtungen ist für mich unglaublich schwierig, wenn nicht unmöglich.
      leider.
      muss ich passen.

      space machte für mich wohl mal pascal dusapin, ich sah allerdings nur ein portrait mal auf arte, war derart interessiert, dass ich deshalb den abspann nicht mitbekam wo die hintergrundmusik für das teil höchstwahrscheinlich mit aufgelistet gewesen wäre, also diese hintergrundmusik ( die wohl auch von dusapin war ) die war’s.
      einzigartig.
      aus wohl einer unzahl an schwierigst zu spielenden micro-figuren zusammengesetzter geheimnisvoller raum – alleine diese tatsache ist schon sehr erstaunlich, da man bei raum eher an weitgespannte melodiöse bögen oder an lang angehaltene töne oder tonale flächen denkt als an mikrostrukturen.
      nun – das stück, dessen titel ich ja nicht kenne, war bei den sachen, die ich daraufhin aus dem netz zog nicht dabei.
      schade.
      irgendwie kam mir das vor wie das was max ernst wohl so als freizeitbeschäftigung machte, so viele kleine zeichenartige figürchen kritzeln … aber da könnte ich mich jetzt schwer täuschen, lange her wo ich mal nen biografischen film über max ernst sah.

      bei abheben fällt mir vielleicht gong oder tortoise so ein, aber das ist es für mich nicht mehr ( irgendwie zu einfach ) und deshalb such ich da gar nicht lange rum.

      danke für den link, aber sowas ist mir zu nervös und zu dunkel-melancholisch, also da bin ich selbst irgendwie zu melancholisch grundstrukturiert wohl so als typus.

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